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FKK Forum Foren-Übersicht -> FKK & Recht

nackt politisch motiviert
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  Autor    Thread Dieses Forum ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten. Dieses Thema ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.
Aria



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Anmeldungsdatum: 24.01.2012
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germany.gif

hhnude hat folgendes geschrieben::
Was ich aber noch nicht so ganz verstanden habe, ist, warum soll die Gesellschaft eigentlich Nacktheit akzeptieren? Geht es darum, Regressionen vor zu beugen, oder tatsächlich darum, sein Hobby anerkannt zu bekommen?

Es geht nicht um Hobby, es geht um Lebenseinstellung. Wenn jemand meint, nur mehr in lila gefärbter Kleidung überall hinzugehen, hindert ihn keiner. Wenn aber jemand meint, er brauche keine Kleidung, wird ihm das verwehrt, weil die Mehrheit in diesem Land und anderswo meint, das gehöre sich nicht. Das ist ein unzulässiger Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht eines solchen Menschen, das ihm unsere Verfassung garantiert, solange er mit seinem Tun oder Nichtstun niemand gefährdet, was bei einem FKK-Anhänger zweifellos der Fall ist.

Das Problem ist, dass diese Gefahrlosigkeit von der Mehrheit nicht gesehen wird. Vielmehr wird eine Gefährdung der Frauen und der Kinder konstruiert - was sowieso ein beliebtes Spiel ist, ich meine: Frauen in einem Atemzug mit Kindern zu nennen.

Die Mehrheitsverhältnisse zu verändern, geht nur mittels Öffentlichkeitsarbeit. Die Grünen sind so zum Erfolg gekommen und die Homosexuellen auch (diese allerdings mit Hilfe der prominenten Künstler, die es in ihren Reihen oft gibt); an diesen Beispielen war es für jeden sichtbar: Homosexuelle sind keine Monster, die (wie bis in die 60er Jahre hinein) ins Gefängnis gehören, sondern Menschen wie du und ich.

Diesen Beispielen zu folgen ist wohl der einzig gangbare Weg zu mehr Akzeptanz: Eine FKK-Partei gründen oder prominente FKK-ler gehen wiederholt nackt einkaufen - und lassen sich jedes Mal von der Polizei abführen.

Beitrag 04 März 2013 15:27 
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Bummler



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germany.gif
ein paar Sätze

Zett hat folgendes geschrieben::


Da gibt es ja nun zum Glück die Website eisjoggen.de. Dort stehen neben den gesundheitlichen Aspekten und den juristischen Argumenten für Nacktheit in "abgelegener Öffentlichkeit" auch die politischen Beweggründe. Da kann man recht bequem darauf verweisen und auch ein paar Sätze zu den Inhalten sagen, wenn es verlangt wird.


Ein paar Sätze?
Zitat:
Eisjoggen ist die vierte Säule zur Gesundung der Gesellschaft


Naja, ich fürchte das diese Behauptung nicht ausreichend begründet ist und als Parteiprogramm schon gar nicht taugt.
Im übrigen erinnere ich mich dunkel, dass hier mal einige einen Verein gründen wollten, was gründlich schief lief.

Aria hat folgendes geschrieben::
Die Mehrheitsverhältnisse zu verändern,...


Auch da bin ich mir nicht sicher, dass die Mehrheitsverhältnisse wirklich geändert wurden, oder eher die Vernunft gesiegt hat.
Margrit Kennedy ( http://www.margritkennedy.de/index.php?lang=DE ) hat mal geschrieben, wenn sich 10 Prozent der Menschen engagieren, dann kann man bereits Politik machen und Dinge verändern.
Allerdings müssen diese 10 Prozent dann auch wirklich Fakten zur Hand haben.

Gruß
Bummler

Beitrag 04 März 2013 15:46 
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hhnude



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Anmeldungsdatum: 03.02.2008
Beiträge: 5030
Wohnort: Hamburg


germany.gif

Aria hat folgendes geschrieben::
hhnude hat folgendes geschrieben::
Was ich aber noch nicht so ganz verstanden habe, ist, warum soll die Gesellschaft eigentlich Nacktheit akzeptieren? Geht es darum, Regressionen vor zu beugen, oder tatsächlich darum, sein Hobby anerkannt zu bekommen?

Es geht nicht um Hobby, es geht um Lebenseinstellung.

....


Wessen Lebenseinstellung? Hier hat doch kaum jemand eine, die ich teilen möchte.

Aria hat folgendes geschrieben::
Diesen Beispielen zu folgen ist wohl der einzig gangbare Weg zu mehr Akzeptanz: Eine FKK-Partei gründen oder prominente FKK-ler gehen wiederholt nackt einkaufen - und lassen sich jedes Mal von der Polizei abführen.


Ja, aber was soll ich jetzt mit einer FKK Partei, wenn bereits hier im Forum alle was anderes darunter verstehen wollen und einer verschrobener als der andere daher redet? Und dass die Grünen Themen klauen ist klar, das sagte ich ja schon. Das ist im Übrigen auch das Erfolgsgeheimnis der CDU, anderen die Themen wegnehmen.

Und politisch scheinen ja auch nicht alle wirklich helle im Kopf zu sein icon_wink.gif Dann dürfen wir am Ende alle nackt herumlaufen und werden von Spinnern regiert. Cool.

Warum nur gab es keine Schwulenpartei, die alle Schwulen sammelte um den § 175 zu kippen? War das nicht am Ende so, dass die Schwulen außer Schwulsein auch eigene politische oder auch Einige von denen keine politischen Ideale hatten? Ole von Beust => CDU, Guido Westerwelle => FDP, Klaus Wowereit => SPD, etc. Da gibt es doch nun gerade noch einen ganz andere Wege der politischen Arbeit. Es geht doch gerade darum, sich nicht selbst au zu grenzen, sondern sich mitten ins Getümmel zu werfen.

So wie diese Leute hier
http://www.lsu-online.de/

hhnude

Beitrag 04 März 2013 17:10 
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Aria



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Anmeldungsdatum: 24.01.2012
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Bummler hat folgendes geschrieben::
Aria hat folgendes geschrieben::
Die Mehrheitsverhältnisse zu verändern,...
Auch da bin ich mir nicht sicher, dass die Mehrheitsverhältnisse wirklich geändert wurden, oder eher die Vernunft gesiegt hat.

Das ist kein Widerspruch: Vernunft hat gesiegt, also wurden Verhältnisse geändert: § 175 wurde ersatzlos gestrichen. Auf jeden Fall würden sich heute keine Mehrheiten mehr finden lassen für eine neuerliche Diskriminierung der Homosexuellen.


Bummler hat folgendes geschrieben::
Margrit Kennedy ( http://www.margritkennedy.de/index.php?lang=DE ) hat mal geschrieben, wenn sich 10 Prozent der Menschen engagieren, dann kann man bereits Politik machen und Dinge verändern.
Allerdings müssen diese 10 Prozent dann auch wirklich Fakten zur Hand haben.

Eben: Es reichen 10%. Und wenn die nicht nur – wie ich – an Seen nackt baden, sondern nackt durch Städte und Dörfer wandern, dann würde sich schon was ändern. Die Polizei kann schließlich nicht Hunderte verhaften oder sie niederprügeln, wenn sie nach Aufforderung nicht halt machen, sondern einfach weiter gehen.


hhnude hat folgendes geschrieben::
Aria hat folgendes geschrieben::
Diesen Beispielen zu folgen ist wohl der einzig gangbare Weg zu mehr Akzeptanz: Eine FKK-Partei gründen oder prominente FKK-ler gehen wiederholt nackt einkaufen - und lassen sich jedes Mal von der Polizei abführen.
Ja, aber was soll ich jetzt mit einer FKK Partei, wenn bereits hier im Forum alle was anderes darunter verstehen wollen und einer verschrobener als der andere daher redet?

Das dürfte kein Problem sein: Alle Parteien umfassen wesentlich mehr Meinungen als nach außen sichtbar. Und wenn es doch zu Richtungskämpfen kommt und die Partei dann auseinanderbricht, dann ist halt so: Die Möglichkeit des Scheiterns ist immer da, nur wer gar nicht erst versucht, ist davon gefeit. icon_biggrin.gif


hhnude hat folgendes geschrieben::
Und dass die Grünen Themen klauen ist klar, das sagte ich ja schon. Das ist im Übrigen auch das Erfolgsgeheimnis der CDU, anderen die Themen wegnehmen.

Grüne haben mit nur einem Thema angefangen, erst später haben sie sich auch um Anderes bemüht. Nur ein Thema zu haben ist zunächst kein Nachteil.

Und ich behaupte mal, FKK-ler sind auch nicht doofer als die angezogenen. Zumindest was die anderen können, können wir auch. icon_biggrin.gif

Beitrag 04 März 2013 18:13 
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hhnude



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Aria hat folgendes geschrieben::

Und ich behaupte mal, FKK-ler sind auch nicht doofer als die angezogenen. Zumindest was die anderen können, können wir auch. icon_biggrin.gif


Diejenigen unter uns, die eh politisch wirken, egal jetzt mal unter welcher Flagge sie segeln mögen, werden das tun, gar keine Frage. Aber, lauter Pseudos, die eigentlich nur nackt in der Gegend herumhüpfen und ansonsten nur Unsinn reden? Die Presse lacht sich jetzt schon kringelig.

Aria hat folgendes geschrieben::
Die Möglichkeit des Scheiterns ist immer da, nur wer gar nicht erst versucht, ist davon gefeit.


Danke für die Belehrung Aria, aber ich arbeite schon seit über 30 Jahren politisch. Das letzte, was mir in den Sinn kam, war, dass ich auf jedenfall erfolgreich damit sein werde. Man muss schon verlieren können. Klar.

Aber, wofür willst du denn dich einsetzen? Um wessen Lebensgefühl geht es dir nun? Um meines etwa icon_wink.gif


hhnude

Beitrag 04 März 2013 19:13 
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Aria



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Anmeldungsdatum: 24.01.2012
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hhnude hat folgendes geschrieben::
Aber, wofür willst du denn dich einsetzen? Um wessen Lebensgefühl geht es dir nun? Um meines etwa icon_wink.gif

In diesem Thread haben wir bisher theoretischen Möglichkeiten erörtert, ob politisch motivierte Nacktheit was bringen oder zumindest von der Mehrheit anders beurteilt werden könnte. Du willst aber diese Schiene verlassen und persönlich werden, was mir nicht behagt, weil das individuelle Unterschiede zu Tage fördert, die einer gemeinsamen Idee abträglich sind.

Ich will dir aber trotzdem antworten: Wie du sicher schon weißt, bin ich nur eine gelegentliche FKK-lerin, weit davon entfernt, irgendwo im bewohnten Gebiet nackt umherzuwandern. Aber ich finde, so eine Forderung ist statthaft und könnte durch Zusammenschluss von gleichgesinnten Menschen in einer Partei auch in der Mehrheitsgesellschaft durchgesetzt werden.

Mich interessiert auch die Frage, ob FKK-Bewegung wieder erstarken und zu einer Größe werden kann, die sie einmal Anfang des 20ten Jahrhunderts hatte - hätten die Nazis sie nicht zerschlagen, sie bestünde noch heute in Gesamtdeutschland so, wie sie in der DDR bis zur Wende bestand.

Beitrag 04 März 2013 21:58 
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hajo



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hhnude hat folgendes geschrieben::
Wessen Lebenseinstellung? Hier hat doch kaum jemand eine, die ich teilen möchte.


Verlangt das jemand?

Und sind die Einstellungen, die DU nicht teilen möchtest, schon deswegen weniger wert?

Warum so (ab)wertend?

Interessiert mich mal...

Beitrag 04 März 2013 22:37 
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hhnude



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Aria hat folgendes geschrieben::
In diesem Thread haben wir bisher theoretischen Möglichkeiten erörtert, ob politisch motivierte Nacktheit was bringen oder zumindest von der Mehrheit anders beurteilt werden könnte. Du willst aber diese Schiene verlassen und persönlich werden, was mir nicht behagt, weil das individuelle Unterschiede zu Tage fördert, die einer gemeinsamen Idee abträglich sind.


Warum behauptest du das? Ich sehe, dass gerade in Sachen Politik hier die Meinungen recht weit auseinander gehen. Zurecht, wie ich sogar meine. Wir haben hier ja schließlich auch unterschiedliche Standpunkte, durchaus welche, die sich eben nicht vereinbaren lassen. Daher stellt sich für mich eben gar nicht die rechnerische Möglichkeit, nur auf den kleinen gemeinsamen Nenner Nacktheit oder von mir aus auch "FKK" eine Partei zu beginnen.

Hajo hat folgendes geschrieben::
Und sind die Einstellungen, die DU nicht teilen möchtest, schon deswegen weniger wert?

Warum so (ab)wertend?

Interessiert mich mal...


Abwertung? Liest du das daraus? Hm, ich meinte aber Abgrenzung, und dies durchaus bewusst. Aber, und das ist schon ein Unterschied, es geht nicht um bessere oder wertvollere Einstellungen, sondern um Unvereinbarkeiten. Um knallharte Widersprüche. Daher folgt eben nicht, dass nun jede Einstellung, nur weil ich schäbbiger Blödmann diese nicht teile, auch automatisch wertloser sein sollte als meine. Sondern nur, dass ich eine habe, die sich mit den meisten hier beißt. Und von mir aus, habe ich sogar die bekloppteste aller Lebenseinstellungen. Erfahrungsgemäß nimmt das meist kein gutes Ende. Daher kläre ich das gleich zu erst. Hätte meine Lebenseinstellung da noch eine Zukunft, oder war die ja gar nicht gemeint? Meist ist sie ja auch gar nicht gemeint. Wenn ich dann noch sehe, was mir alle hier im Forum an den Kopf geworfen wurde, wenn ich mal meine Ansichten raushängen lasse, bin ich doch sehr gut beraten, genau diese Abgrenzung schon mal aus zu fahren.

Das ist aber eines der Hauptprobleme solcher Bewegung, die Reduktion auf einen gemeinsamen Nenner, sofern es den überhaupt gibt. Die einen wollen mehr FKK Strände, die anderen wollen genau diese abschaffen. Die einen wollen gern mal nackig locker durch den Wald hüpfen, die anderen lieber nackt in der Stadt sein. Der gemeinsame Nenner wird da jetzt schon recht schmal. Soll dann noch der Restbereich mit politisch interessanten Themen aufgefüllt werden, wird es lustig, so wie bei der APO, den Grünen (übrigens auch bei den Bunten) , den Linken, und den Piraten etc. Das macht die FKK-Partei besser?

Ich behaupte, man muss von diesem Gleichgesinnungsmodell für alle Nackte wegkommen. Die Leute wollen nicht alle das Gleiche, aus welchem Grund auch immer. Jedenfalls wollen sie selten das, was ich will. Ist aber auch okay. Nun das aber war auch das Problem genannter Parteien, weil diese alle mit der Buntheit der Leute eigentlich gestartet sind und diese unterwegs nun einmal verloren, sofern die Partei sich nicht schon vorher auflöste.



hhnude

Beitrag 05 März 2013 00:23 
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hhnude



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Aria hat folgendes geschrieben::
Mich interessiert auch die Frage, ob FKK-Bewegung wieder erstarken und zu einer Größe werden kann, die sie einmal Anfang des 20ten Jahrhunderts hatte - hätten die Nazis sie nicht zerschlagen, sie bestünde noch heute in Gesamtdeutschland so, wie sie in der DDR bis zur Wende bestand.


Das waren aber mehrere Größen und weit verbreitet, zumal die FKK Bewegung eher eine Urlaubsbewegung war, und heute eben im Süden ist. Aber, was ich jetzt nicht verstanden habe, ist die Logik. Wenn die Nazis die FKK Bewegung zerschlugen (die vor allem erstmal die Sozialisten in der FKK Bewegung zerschlugen, weshalb deren Organisationen nicht mehr da waren, und mit dem Mobbing gegen A. Koch und dessen Ausschluß sich dann auch ein merkwürdiger DFK aufbaute in Westdeustchland) , dann doch auch bevor die DDR entstand. So müsste doch auch die FKK stark im Westen gewesen sein. Und das war sie ja auch. Nur der Boom kam eben mit dem Fernsehen, nicht mit Naturburschenreden. Auch in der DDR gab es nie eine Bewegung oder sowas, das war eher ein Schwarm bzw mehre. Irgendwie liest sich das bei dir grad so, als hätten wir hier im Westen die Nazis und die im Osten immer schon die DDR.


Wie auch immer

Daran lässt sich so aber auch nicht anknüpfen, weil FKK als Lebensweise eher ausgestorben ist. Schon bevor die Nazis zuschlugen. Warum es zusammenbrach kann man schön verfolgen, wenn man mal schaut , was die Grundstreipunkte seinerzeit beim Monte Veritas waren, als die Anarchisten schon nicht mehr da waren.

Ich befürchte, dass man heute eh noch das Problem hat, dass die deutsche FKK Welle nicht in Deustchland ist, sondern im Süden Europas, und das das, was im Fernsehen der 70er irgendwie "modern" rüberkam, heute nicht mehr so modern ist.

Was man politisch bewirken könnte, wäre eine Gleichstellung der deutschen Küsten mit den Dänemarks. In Dänemark ist seit 1976 Nacktbaden toleriert am Meer. Gerade wegen der deutschen Urlauber, die in den 80ern in großen massen gerade deswegen auch gern nach Dänemark fuhren. Aber tatsächlich gibt es da die nun über 40 jährige Praxis, dass bis auf ein paar Ausnahme gebiete an allen Küsten nackt gebadet werden kann, wenn es dort keinen stört. Es gibt keine Negativerfahrungen großen Ausmaßes, so dass man hier ein bewährtes Beispiel in der EU hat, das man auch übernehmen kann. Leider ist aber FKK generell aus der Mode gekommen, so dass die nachfrage eben auch nachgelassen hat. Bewegen müssten es die dortigen Bundesländer, bekanntlich 5 an der Zahl. Und da ist schon das nächste Problem. Die Bundesrepublik ist dezentral. Aber, wenn wenigstens Schleswig Holstein und Meck-Pomm das einführen könnten, wäre ja schon mal was gewonnen. Wenn zudem auch noch alle Länder halbwegs ähnlich regiert werden, in diesem Fall derzeit oft genug mit SPD, dann müsste man eigentlich nur eine Initiative anstoßen. Eine neue Partei wäre dabei eben noch gar nicht notwendig.


hhnude

Beitrag 05 März 2013 01:14 
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Aria



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hhnude hat folgendes geschrieben::
Aria hat folgendes geschrieben::
In diesem Thread haben wir bisher theoretischen Möglichkeiten erörtert, ob politisch motivierte Nacktheit was bringen oder zumindest von der Mehrheit anders beurteilt werden könnte. Du willst aber diese Schiene verlassen und persönlich werden, was mir nicht behagt, weil das individuelle Unterschiede zu Tage fördert, die einer gemeinsamen Idee abträglich sind.
Warum behauptest du das? Ich sehe, dass gerade in Sachen Politik hier die Meinungen recht weit auseinander gehen. Zurecht, wie ich sogar meine. Wir haben hier ja schließlich auch unterschiedliche Standpunkte, durchaus welche, die sich eben nicht vereinbaren lassen. Daher stellt sich für mich eben gar nicht die rechnerische Möglichkeit, nur auf den kleinen gemeinsamen Nenner Nacktheit oder von mir aus auch "FKK" eine Partei zu beginnen.

Gut, du stellst lieber Unterschiede heraus, ich betone Gemeinsamkeiten. Jede Partei vereinigt eine breite Palette an Meinungen, doch letztlich einigt man sich doch auf ein Programm, das man gemeinsam verfolgen will. Ich sehe kein Problem darin, sich auf den kleinesten gemeinsamen Nenner zu einigen - Kompromisse zu finden ist schließlich die ureigene Aufgabe der Politik.


hhnude hat folgendes geschrieben::
Auch in der DDR gab es nie eine Bewegung oder sowas, das war eher ein Schwarm bzw mehre.

Das ist eben der Unterschied gewesen: Während im Westen die FKK-ler sich selber aus der Gesellschaft ausgrenzten und ihre Nacktheit auf extra abgeschottete Gelände beschränkten, um sie dort zu zelebrieren, war FKK in der DDR ein allgemeines Phänomen: Man zog sich am Strand aus oder auch nicht und gut war’s. FKK war ein fester Bestandteil der DDR-Alltagskultur, wenn man das so sagen darf, und nicht etwas Exotisches wie im Westen.

Nach der Wende kamen die Urlauber aus dem Westen an die Ost-Strände und staunten nicht schlecht über so viel Freiheit. Aber leider staunten sie nicht nur, sie beschwerten sich auch lautstark – und weil sie Geld mitbrachten, wurden sie auch gehört, so dass es jetzt kaum noch Unterschiede zwischen Ost und West gibt: Da die Textiler, dort die Nudisten, sauber voneinander getrennt wie ehemals im Westen.

Beitrag 05 März 2013 11:35 
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Werner



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hhnude hat folgendes geschrieben::
Was man politisch bewirken könnte, wäre eine Gleichstellung der deutschen Küsten mit den Dänemarks. In Dänemark ist seit 1976 Nacktbaden toleriert am Meer.

Du setzt FKK mit Nacktbaden gleich (zumindest in diesem Posting).

Dabei haben weder FKK noch Naturismus noch ... etwas mit Nacktbaden zu tun.

Es wäre so, als wenn man über Ernährung diskutieren wollte und dabei nur über Eisdielen spricht.

Werner

------------------------

„Der Islam ist ausschließlich tolerant, wenn er keine Macht hat.
Und wir müssen dafür sorgen, dass es dabei bleibt.“

(Dieter Nuhr)

Beitrag 05 März 2013 12:01 
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hhnude



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Aria hat folgendes geschrieben::
Ich sehe kein Problem darin, sich auf den kleinesten gemeinsamen Nenner zu einigen - Kompromisse zu finden ist schließlich die ureigene Aufgabe der Politik.


Zwischen FKK Strände abschaffen wollen und FKK Strände ausbauen wollen sehe ich nicht viel Luft für Kompromisse sondern entgegengesetzte Kräfte. D.h hier ist dann schon mal Ende vom Gelände.

Aria hat folgendes geschrieben::
Nach der Wende kamen die Urlauber aus dem Westen an die Ost-Strände und staunten nicht schlecht über so viel Freiheit.


Nein, wir Norddeutschen hatten dieses Problem doch überhaupt nicht. Was da aufeinander prallte waren eben Leute aus Süddeutschland , die noch dazu keine FKKler waren, und irgendwie teils auch meinten, da ein Land erobert zu haben, zumindest "kulturell". Das hat die presse natürlich toll ausgemalt und polarisiert.

Ich hatte, wie ich schon mal sagte, das Ganze in Ibiza erlebt, als die Küsten und auch im Inland von Nackten nur so wimmelten. Auch da war es das Versagen des authoritären Regimes letzendlich, dass diese Liberalität zuließ. Wir haben nackt auf einem Hof im Inland gelebt und gearbeitet, war total alternativ. Den Monte Veritas kannst da gegen vergessen. Sobald aber die Ordnung wieder funktioniert, wird alles durch und durch reguliert. Was die Guardia Civil (nach dem Flopp beim Putsch in Madrid ja sowieso) auf Spaniens Inseln oder die Stasi hierzulande (war ja eher nicht hierzulande für die Wessis) nicht schaffte, schaffte dann die westliche bessere Welt. Eben Ordnung.

Und wenn du gegen diese Ordnung angehen möchtest, okay, mir ist das zu wenig. Daher wäre eine solche Partei viel zu wenig.

@Werner

das stimmt. Für Naturismus setze ich mich auch nicht ein, wie du weißt. Und in Norddeutschland ist Nacktbaden nun mal FKK. Aber, auch ich meine, dass es nicht alles ist. Dein Einwurf ist angekommen. Ich reduziere meine Aktivitäten erst mal auf Ausdehnung der Möglichkeiten des Nacktbadens in Norddeutschland, wobei es aufgrund der Distanz auch mehr FKK Camping ist. Und ebenso setze ich mich für das Naturisten-Gebiet in Leucate ein. Das reicht mir schon an FKK Aktionismus.


hhnude

Beitrag 05 März 2013 19:03 
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Zett



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Eine FKK-Partei macht nur Sinn, wenn das Thema FKK als Abgrenzungsmerkmal gegenüber den anderen Parteien steht und daneben aber auch die (anderen) wichtigen gesellschaftspolitischen Fragen beantwortet werden. FKK allein ist kein Thema, dass nennenswert Wählerstimmen bringt und ohne die macht eine Partei nunmal wenig Sinn.

Eisjoggen bzw. umfassender die "Bewegung" der Gesunder (nicht der Gesunden, sondern derer - siehe eisjoggen.de - die sich und die Gesellschaft gesunden wollen) basiert auf der Annahme, dass die Gesellschaft nur gesunden kann, wenn die Masse ein Instrument erhält, mit der jeder einzelne gesunden kann. Dies ist - neben einer artgerechteren Ernährung - ein maximal gesunder Sport, der auch von jedem körperlich-technisch, zeit-technisch und finanziell ausgeführt werden kann.

Unsere jetzige Gesellschaft ist der Zustand des Regierens einer kranken Masse durch kranke Politiker (in erster Linie Süchte) mit einem kranken Wahlsystem und kranken Parteistatuten, sprich kranken Parteien. Dass dabei nur Krankes herauskommt, ist gesetzmäßig. Wir brauchen nicht den einen Helden, der uns aus der Sch..ße holt, wir müssen uns alle selber am Schopf packen und gesund werden und gesund machen. Anders werden wir unseren Weg zum Abgrund nicht verlassen können. Mit Selbstentfaltung hat das auch herzlich wenig zu tun.


Ist das politisch genug??

Beitrag 10 März 2013 09:38 
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