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Calcit






Anmeldungsdatum: 27.04.2007
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Nacktdemo vor "The Royal Courts of Justice", 20140120

@regenmacher: Danke für den Hinweis, daß die Presse schneller war als die Tatsachen. Immerhin schön, daß nicht eine ähnliche Panne mit einer Rede der Königin passiert ist, das hätte unnötigen Streß gemacht, siehe:
http://www.bbc.co.uk/news/uk-politics-23518587 (20130801: 'WWIII Queen's speech' script revealed)

Ich habe per Google aber wohl doch keinen vorzeitigen Aprilfisch geangelt, hier gibt es Photos von zwar nicht den genannten angeblich ca. 30, aber doch von 3 Nackten vor dem ehrwürdigen Bau der "The Royal Courts of Justice", die restlichen ca. 27 waren vielleicht nicht photogen wegen Zittern vor Kälte oder vor Angst vor dem Justizapparat, das gibt unscharfe Bilder wegen Verwackeln:
http://www.demotix.com/photo/3718536/supporters-naked-rambler-stephen-gough-stage-naked-protest

Einer davon war kürzlich auf einem frischen Photo mit der Steilküste von Hastings im Hintergrund zu sehen, er hatte auch da kein Fahrrad dabei und sieht nicht ganz so geteert und gefedert aus wie man es von einem Pechvogel erwartet.

Die Wand mit Aufschrift und Wappen kennt man schon länger von einem kleinen Bild:
http://naturistactiongroup.org/articles/incident-involving-nudity-and-the-police/duncanheenanattheroyalcourtsofjustice_small/

Bestimmt kommen jetzt wieder die Verschwörungstheoretiker und behaupten, dieses letzte und verdächtig kleine Bild wäre während des Apolloprogramms in Hollywood und nicht in London aufgenommen worden, da könne es mangels "justice" gar keine "The Royal Courts of Justice" geben.

Beitrag 21 Januar 2014 01:41 
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Calcit






Anmeldungsdatum: 27.04.2007
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Morgen, 20140715, Schließung der e-petition für Stephen Gough

Um Stephen Gough ist es still geworden seit einiger Zeit, vielleicht liest man erst im Mai 2015 wieder etwas über ihn wenn die 16 Monate Haft für den ASBO-Verstoß abgesessen sind, zu der Haftdauer war er, wie vorher zu lesen ist, 20140106 verurteilt worden.

Erinnert sei an dieser Stelle an das klägliche Ergebnis der morgen früh zu Ende gehenden e-Petition zu seinen Gunsten. Die nur unter dem Elektronenmikroskop sichtbar werdende Beteiligung daran ist wirklich kein Ruhmesblatt für die "Subjects of Her Majesty". Kein Sturm der Entrüstung brach aus, der winzige Lufthauch derjenigen, die das Verteidigen von Exzentrikern für fördernd halten für den Fortbestand der Zivilisation, brachte nicht einmal ein müdes Rascheln in die Aktenordner der Obrigkeit. Zum Toresschluß der Petition kamen in den letzten paar Tagen zwar noch einige Unterschriften dazu, aber die Zahl der Protestierenden bleibt unumwerfend:

Calcit, 20140115, hat folgendes geschrieben::
e-Petition für Freilassung von Stephen Gough nur für UK-Unterzeichner
Wer gedacht hätte, daß diese neueste Verurteilung Stephen Goughs zu weiteren 16 Monaten Haft für seinen ASBO-Verstoß einer Internetpetition zugunsten seiner Freilassung großartigen Auftrieb gegeben hätte, der hat sich getäuscht. ...
Vincent Scheurer, 20130619, hat folgendes geschrieben::
e-petition
Stop the constant imprisonment of "Naked Rambler" Stephen Gough

Responsible department: Home Office

Stop the constant prosecution and imprisonment of former Royal Marine Stephen Gough, known as the "naked rambler", for being naked in public, and free him immediately.

This man has already spent more than six years in prison for public nudity. Many people might find nudity in public objectionable but imprisonment is totally disproportionate.

It is also absurd for the taxpayer to pay thousands of pounds for his continued incarceration when he is harming nobody. This is not how a mature and free society operates.

Number of signatures: 305 [20140115 16:56 UTC]
Number of signatures: 440 [20140714 13:23 UTC] [Nachtrag von heute]
Created by: Vincent Scheurer
Closing: 15/07/2014 08:56
http://epetitions.direct.gov.uk/petitions/51851 ...
http://fkk-freun.de/viewtopic.php?t=12456&start=258

Ist das Staatsverdrossenheit mit der Resignation, daß das Unterzeichnen einer solch harmlosen Protestschrift doch nur für die Tonne ist, oder zittert die britische Bevölkerung zu sehr vor ihrem Überwachungsstaat? Es geht einfach numerisch nicht auf mit den bisher 440 Unterschriften. Angenommen, daß von den laut zitierten Umfragen ca. 4 Millionen dem Naturismus nahestehenden Briten 99% Stephen Goughs Verhalten ablehnen und 99.9% der britischen Bevölkerung kein Problem damit haben, daß "Lebenslänglich" nicht nur gegen Mörder sondern auch gegen unzerbrechbare nackte Dickköpfe verhängt wird, wo sind die Unterschriften von ca. 40000 Naturismussympathisanten plus die ca. 63000 mit dem Lebenslänglichproblem? Das hätte gereicht, die Petition über die 100000-Unterschriften-Schwelle bis ins Parliament zu heben. Dieses bittere Thema ist für die Bevölkerung wohl nur was Skurriles und die meisten haben von dieser Petition wahrscheinlich gar nichts mitbekommen, obwohl die Benutzung von Google in UK nicht so verpönt ist wie in China.

Beitrag 14 Juli 2014 15:18 
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regenmacher



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Anmeldungsdatum: 04.10.2003
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Zitat:
Um Stephen Gough ist es still geworden seit einiger Zeit

Still – aber nur für die Öffentlichkeit, zu der dieses Forum ja auch gehört. Gerade am vergangenen Freitag war da wieder etwas, in das auch die an diesen Dingen interessierte Anwaltskanzlei Bindmans eingebunden war. Mit umfangreichen, mehrtägigen Vorbereitungen. Aber wie gesagt – das alles ist nicht für die Forums-Öffentlichkeit bestimmt – nicht nur weil ich auch immer nur mit Verzögerung über den aktuellen Stand informiert werde, sondern auch weil ich mich hier in diesem Chat-Forum nicht durch alberne Zwischenrufe irgendwelcher, nie gesehener und mit Sicherheit für den weiteren Fortgang auch unwichtiger „Super_Nackt“ oder durch Adrenalinstöße zum anhaltend, albernen Lachen gebrachter „nackt-boy“s ernsthaft aufhalten lassen will. Andernfalls hätte man es dann schnell mit Leuten zu tun, die die Sache nur zum Spaß verfolgen, und - je nach Laune - mal den Kriegstreiber ("Gebt es dem Bullenpack") und dann wieder den Friedensstifter ("Lasst uns gemeinsam eine politische Lösung finden") spielen.

"Spielen" ist das richtige Wort, denn ernst kann ich sie nicht nehmen.

In diesem Fall geht es aber wirklich und im wahrsten Sinne des Wortes "um einen Menschen". Da möchte ich mich nicht an den öffentlichen Spielchen beteiligen.

alle Grüße
michael regenmacher
.

Beitrag 14 Juli 2014 17:50 
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Calcit






Anmeldungsdatum: 27.04.2007
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Neue Haftstrafe für Stephen Gough, 20141006: Diesmal 30 Monate

Was zu befürchten war ist eingetreten: Stephen Gough bleibt so unnachgiebig wie die Justiz und so hat er vor drei Tagen, 20141006, eine neue Gefängnisstrafe bekommen, diesmal für 2 1/2 Jahre für seinen erneuten Bruch der auf Dauer bestehenden ASBO-Verfügung zur für ihn geltenden Bekleidungspflicht in der Öffentlichkeit. Da die Gefängnisstrafen in der Realität vorzeitig enden, ist mit einem Gefängnisaufenthalt von halber Dauer, also von 1 1/4 Jahren, zu rechnen.

Ursache dieser neuen Verurteilung ist Mr. Goughs vorzeitige, schon vor einigen Monaten, 20140415, stattgefundene Entlassung aus der Haft in Winchester Prison wegen ASBO-Verstoßes, begangen 20130815 beim Verlassen ebendieses Gefängnisses. Auch diesmal verließ er das Gefängnis so wie 8 Monate vorher, wie nicht anders zu erwarten war, aber die Strafe ist jetzt nicht 16 Monate, sondern 30 Monate. Bei der Gerichtsverhandlung gab es noch eine Kraftprobe, er sollte seine schändliche Gesinnung eingestehen dadurch, daß er, nackt wie er war, sich hinsetzen sollte, und seine voraussagbare Weigerung führte zu seinem Ausschluß bei der Verhandlung bis zur Urteilsverkündigung. Die Jury aus 6 Frauen und 6 Männern war in 15 Minuten mit dem Fall fertig, beim vorigen Mal brauchten sie 2 Minuten. Sonst war alles etwa wie früher, für die Staatsanwaltschaft war wieder Mr. Simon Jones aktiv und auch Polizist Mr. Rich Moody wurde in diesem Thread schon früher genannt.

Für völlig unrealistisch halte ich die Idee der Richterin, daß dieses immer wiederkehrende Problem dadurch gelöst wird, daß Stephen Gough auf einem Naturisten-Vereinsgelände sozusagen Asyl gewährt wird. Wie ich sein Denken einschätze kann er sich darauf nicht einlassen. Wenn er aus seiner Sicht nichts Verwerfliches tut, besteht für ihn kein Grund sich in Lagerhaft oder Schutzhaft zu begeben, das wäre Ungleichbehandlung wenn ca. 60 Millionen UK-Einwohner, auch nichts Verwerfliches begehend, sich überall in UK frei bewegen dürfen.

Entsetzt bin ich nicht nur über diese persönliche menschliche Katastrophe sondern auch über die Thematik der Kollektivschuld. Es sind immer neue Varianten der uralten Verhaltensweise, daß Gruppen Andersseiende ausmerzen, sei es mit Autobomben wegen Falschgläubigkeit oder wie hier die Anstoßnehmer, die den Justizapparat zu ihrem Werkzeug machen durch Anzeigenerstatten oder Beschwerden, mit der Folge, daß so ein unbeugsam Andersseiender bis zu seinem Lebensende im Gefängnis verschwindet. Enttäuschend finde ich, daß eine kleine Demonstration gegen diese kollektive Gewalttätigkeit wie Unterzeichen der früher erwähnten e-Petition bis zu ihrer Schließung 20140715 gerade mal die mickrige Anzahl von 440 Unterschriften eingesammelt hat, der Starter dieser Petition, der Rechtsanwalt Vincent Scheurer, war übrigens als Zuschauer bei dem letzten Prozeß dabei.

Sehr unwohl ist mir auch dabei, daß durch ASBO nichtstrafwürdiges Verhalten strafbar gemacht wird dadurch, daß zwar nicht das nichtstrafwürdige Verhalten bestraft wird, aber das Nichtverneigen vor dieser ASBO-Anordnung, die Nichtstrafbares verbietet. Dazu kommt bei mir die Vorstellung auf, daß, wenn ich juristisches Denken richtig verstehe, folgender konstruierter Fall möglich wäre: In einer Gemeinde mit einer Mehrheit von nationalen Wählern beschließt der demokratisch gewählte Gemeinderat, daß Personen mit mindestens einem nichtarischen Urgroßelternteil nicht auf öffentlichen Bänken sitzen dürfen, was auch mit Aufschrift auf diesen klar gemacht wird, da das in dieser speziellen Gemeinde eine unstrittige Gefährdung der Öffentlichen Ordnung darstellt. Da die Gemeinde rechtlich befugt ist, Polizeigesetze zu erlassen, würde ein solcher trotz Verbot auf einer Bank Sitzender nicht etwa bestraft weil er auf der Bank saß, sondern weil er mit seinem Sitzen den Rechtsstaat angegriffen hat durch Ignorieren der Befugnis, daß diese Gemeinde diese Bestimmung erlassen durfte. Juristerei finde ich gelegentlich alptraumhaft, und der Fall Stephen Gough ist ein bitteres Beispiel dafür.

Mein "ceterum censeo" mal wieder: Laßt ihn laufen, den Oberexzentriker Stephen Gough, das muß eine zivilisierte Gesellschaftsordnung wegstecken können. Harmlos ist er auch in dem Punkt, daß man ihm nicht vorwerfen kann, daß er einen Dammbruch auslöst und daraufhin das Land von gefährlichen Typen überschwemmt wird, gegen die gibt es schon anwendbare und anzuwendende Gesetze. Auch ist schwer vorstellbar, daß bei Nachgeben der Obrigkeit die Londoner U-Bahn täglich von Nackten überschwemmt wird, ich finde es auffallend, daß man bisher nie etwas von U-Bahnbenutzern in Badezeug liest, da besteht wohl auch kein nennenswerter Bedarf.

Eastleigh News, 20141007, hat folgendes geschrieben::
Naked Rambler gets another two[-and-a half] years
Stephen Gough, Eastleigh’s Naked Rambler, is facing a total of a decade behind bars after he was sentenced to a further two-and-a half years imprisonment today at Winchester Crown Court after breaking the terms of an ASBO. ... Gough had been arrested outside the gates of Winchester prison on the city’s’ busy Romsey Rd on April 15 just minutes after his release on the completion of a 16 month sentence for breaking an ‘indefinite’ ASBO which stipulates that he cannot appear in public naked with his buttocks and genitals exposed. ... Following his arrest he told police that he would not comply with the ASBO because he thought it was unreasonable, saying: “I want to live a reasonable life, I want my integrity’. Gough told officers he thought the ASBO was “gobbledygook” and that it “goes against my sense of what is right” adding: “I am not a robot I am a human being. Just because someone says something, no matter how big he is, you just don’t follow it.” ... Judge J Miller had Gough brought before her to ask him if he would don some clothing but Gough, who had no defence council and was representing himself, refused to sit down when requested. Gough told the judge that if he did so he would ‘incriminate himself’ “I am respectfully asking to stand. I want to be treated like a normal defendant.” “A normal defendant will sit down if asked to do so” said the judge. “You are currently in breach of the ASBO by appearing naked in public.” ... Despite repeated requests Gough re[f]used to sit and was taken back down to the cells. ... During the recess for lunch a trio of Gough’s supporters, who had been in the public gallery drafted a letter to the judge expressing their concerns in what where described as ‘exceptional circumstances.’ The supporters told Eastleigh News they were not naturists but well wishers concerned about Gough’s civil liberties. The letter noted that the jury had not been told that public nudity was not in itself a criminal offence and referred to the CPS guidance on handling cases of Naturism. ... The Prosecutor said he not said anything to suggest public nudity was illegal as it was irrelevant – the action was to consider an alleged breach of an ASBO not its validity. ... The judge suggested that some sort of ‘closed community’ should be found for Gough otherwise “he is going to continue committing offences till the end of his natural life.” ... Afterwards one of Gough’s supporters, lawyer Vincent Scheurer, described the verdict as “predictable” adding “the sentences are only going to go up.”
http://www.eastleighnews.co.uk/2014/10/naked-rambler-gets-another-two-years/
Es ist erschütternd, die Prognose der Richterin mit dem drohenden und mir unabwendbar erscheinenden "Lebenslänglich". Höhepunkt des Artikels finde ich die Äußerung des Staatsanwaltes: "the action was to consider an alleged breach of an ASBO not its validity." Da ist es, mein gespenstisches Beispiel mit dem nicht vollarischen Banksitzer, der als unbekehrbarer Wiederholungstäter lebenslänglich bekommt für Verstoß gegen das Polizeigesetz, das legales Banksitzen speziell ihm verbietet.

Independent, 20141007, hat folgendes geschrieben::
New prison term for Naked Rambler
... While sentencing Gough, Judge Jane Miller QC suggested moves should be made to find Gough a closed nudist community to live in to prevent the cycle of imprisonment which has seen him jailed for much of the past eight years. ...
http://www.independent.ie/world-news/and-finally/new-prison-term-for-naked-rambler-30645702.html
Nicht ab ins Arbeitslager, sondern ab ins Nacktenlager, out of sight, out of mind, sozusagen.

Ebenso:
BBC, 20141007, hat folgendes geschrieben::
'Naked rambler' Stephen Gough jailed for Asbo breach
A man known as the "naked rambler" has been jailed for two-and-a-half years after walking out of prison wearing only his boots and socks. ... Judge Jane Miller QC suggested moves should be made to find Gough a closed nudist community to live in to prevent the cycle of imprisonment which has seen him jailed for much of the past eight years. ... He had previously argued there was nothing intimidating about him appearing "in his natural human state".
http://www.bbc.co.uk/news/uk-england-hampshire-29528084

Interessant finde ich folgenden Kommentar von einem Mitglied von BN, British Naturism, und außerdem, wie "regenmacher" sicherlich bekannt ist, einem aktiven Nacktwanderer:
Thejusticegap, Kommentarschreiber Brian Johnson, 20141007, hat folgendes geschrieben::
... Mr Gough is questioning the indoctrination that occurs in our society, much propagated by the Churches, that there is something indecent about the human body. It is important to remember that it is not illegal to be naked in public and this was made clear when the Sexual Offences Act (2003) was being debated in Parliament when it was made clear it was not intending to criminalise Naturism or streaking. The abuse of the Public Order Act (1986) which was enacted in the follow-up to the Brixham riots was never intended to deal with eccentric behaviour such as is being shown by Mr Gough. The use by a Magistrate to issue an ASBO to make illegal something that has not been made illegal by Parliament is an abuse of our judicial system. ... Mrs May in her speech to the Conservative Party made it very clear that she thought people in Britain have a right to “wear what they like”. It appears that Muslims are allowed to wear what they like, but that privilege is not extended to Mr Gough or the estimated four million Naturists in Britain (IPSOS MORI POP). My last point is that it is a gross violation of Human Rights that Naturists don’t know when their activities are legal or criminal. At the moment it does not depend on the law, but is a lottery based on the prejudices of individual police officers, cps officials and Magistrates.
http://thejusticegap.com/2014/10/court-report-concerns-raised-naked-rambler-jailed/

Gruselig wird es im Lotterieland UK für den Nackturlauber, wo ich und später wir es immer so schön fanden, da bringen wir unsere Urlaubeuros wohl doch besser nach Spanien trotz der dortigen für uns bestehenden Sprachprobleme.

Beitrag 09 Oktober 2014 15:22 
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Maleonu



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Ekelhaft, was sich dort abspielt. Danke, Calcit, dass du an dem Thema dranbleibst.

Ein solcher aufblitzender Totalitarismus der uns regierenden Staaten ist aber letztlich nur das Spiegelbild der Bevölkerung dieser Staaten - das zeigt sich hier an dem eigentlich unglaublichen Desinteresse z. B. an der Petition.

Da hier ja offenbar auch Leute mit etwas besserem Einblick in die Vorgänge mitlesen: wurde eigentlich schon einmal erwogen, den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte mit dem Fall zu befassen?

Beitrag 10 Oktober 2014 20:30 
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Puistola



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switzerland.gif
Strassburg spricht ...

Maleonu hat folgendes geschrieben::
Ekelhaft, ...
wurde eigentlich schon einmal erwogen, den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte mit dem Fall zu befassen?

Die Ekelstory geht weiter:

Zwar nicht der Fall der übermässig und wohl auch unrecht angewendeten
englischen ASBO wurde jetzt in Strassburg behandelt, sondern frühere
Urteile gegen Steve in Schottland.

Mein Leibblatt "20min" berichtet
Steve sei in vielen Fällen wegen Exhibitionismus angeklagt
gewesen, habe sich aber auf sein Recht auf Meinungsäusserung
bezogen, nun sei das Urteil bestätigt worden, weil Steve
die guten Sitten verletzt habe.
Zitat:
Die nackten Auftritte hätten die Vorschriften über
«gute Sitten» verletzt, die in «jeder modernen demokratischen Gesellschaft»
gültig seien"

http://www.20min.ch/panorama/news/story/16640566

Das ist ja vollkommen IRRE!
Nun soll man soeben Jahre in den Knast, weil man in der Nase pult?
Oder nackig rumläuft? Wird ja beides den guten Sitten widersprechen.
Was nicht alles als den guten (bürgerlichen) Sitten widersprechen
könnte: Demonstration auf der Strasse, mit den Fingern essen,
frauen, die Hosen, Männer die Röcke tragen ( in Schottland andersrum?)


Ich fang an, zu glauben, Appenzell Innerrhoden sei avantgardistisch
und liberal, weil dort die Nacktheit lediglich als "geringfügiges
Vergehen" gebüsst wird.

Fehlt noch die EURO-Scharia: Abhacken!

Entsetzlich, dass sich Richter bis auf höchste Ebene von
Tabus statt vom Recht und Gesetz leiten lassen.

Puistola


Vorbehalt:
Ich bin unterwegs und hab das Urteil nicht vorliegen.
Petrullos Fall liegt anders. Sein Anwalt wird das Urteil prüfen,
ob es auf den Fall einfluss habe.

Beitrag 28 Oktober 2014 20:02 
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Klaus_59



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Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 5424



germany.gif

Da sprichst du mir aus dem Herzen.

Beitrag 28 Oktober 2014 22:17 
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Bummler



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Alter:62

Anmeldungsdatum: 05.12.2005
Beiträge: 2367
Wohnort: Lübben


germany.gif

Sieht nach juristischer Arschkarte für uns Nackte aus.

Zitat:
Die Strassburger Richter räumten ein, die «öffentliche Nacktheit» des Klägers könne durchaus als eine Art Meinungsäusserung angesehen werden.


Andererseits seh ich da einen Konjunktiv...

Interessant auf jeden Fall die Umfrage dazu:


Zitat:

Umfrage

Finden Sie das Urteil der Strassburger Richter richtig?

Ja, wer nackt wandert, verhält sich gegenüber seinen Mitmenschen rücksichtslos.
54 %

Nein, wer nackt rumlaufen will, soll dies dürfen, solange er es nicht aus exhibitonistischen Motiven tut.
42 %

Ich weiss nicht.
4 %

Insgesamt 1691 Teilnehmer


Da gibt es doch eine ganze Menge Sympathisanten.

Beitrag 29 Oktober 2014 10:09 
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Pan meets Lilith




Alter:81

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Beiträge: 15054
Wohnort: EUdSSR


blank.gif

@puistola:
Zitat:
Fehlt noch die EURO-Scharia: Abhacken!

Entsetzlich, dass sich Richter bis auf höchste Ebene von
Tabus statt vom Recht und Gesetz leiten lassen.

Puistola

Schön, dass DU das - als ausgewiesener Radikalliberaler - SAGST, Puistola!

Du siehst also, man muss dem Feind Grenzen gesetzt haben, wenn man nicht zulassen will, dass er einem die Gedärme aus dem Leib schneidet.

Das Wort "Feind" stört dich? Dann träum weiter!

Grüße vom Ordoliberalen (Nacktheit pragmatisch/puristisch)
zum Libertären! (Nacktheit als "Lebensklang"?)

Beitrag 29 Oktober 2014 10:21 
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Liberté 53



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luxembourg.gif
ASBO-contempt of Court

Calcit hat folgendes geschrieben::
Da ist es, mein gespenstisches Beispiel mit dem nicht vollarischen Banksitzer, der als unbekehrbarer Wiederholungstäter lebenslänglich bekommt für Verstoß gegen das Polizeigesetz, das legales Banksitzen speziell ihm verbietet.


Auch wenn ich nicht genau weiß, was eine ASBO ist, stimme ich Calcit im Prinzip zu: Es kann und darf nicht sein, für etwas zu Gefängnis- oder Geldstrafen verurteilt zu werden, was nicht im allgemeinen Strafgesetz für alle vorgesehen ist.
Dies ist aber eine angelsächsische Rechtslage, die häufig zum Tragen kommt.
Im übrigen ist sie auch in Deutschland vom Grundsatz her bekannt: Anordnungen des Gerichtsvorsitzenden ist Folge zu leisten, kann m.W. bei Verstößen auch mit Arrest bestraft werden. Bei unberechtigter Zeugnisverweigerung vor Gericht kann auch Gefängnis ("Erzwingungshaft") blühen.
Und im übrigen: Ging es dem bayerischen Siggi nicht ähnlich? Muss der nicht auch mit gerichtlich verordnetem Feigenblatt herumlaufen, und wenn er es nicht tut....?

Beitrag 29 Oktober 2014 11:37 
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Liberté 53



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luxembourg.gif
EGMR

Hallo Puistola, auf Deine Urteilsanalyse bin ich gespannt.
Ich habe diese Passage im anderen Thread von Mannix auch schon als problematisch gewertet.

Was mich noch interessieren würde: Ist Stephen auch gegen die ASPO vorgegangen (IN GB, Berufung etc.) oder gibt es dagegen keine Rechtsmittel?
Was sagt das Leibblatt dazu? Wahrscheinlich so wenig wie größere seriöse Zeitungen, nämlich nichts. Man bleibt halt immer doof.

Beitrag 29 Oktober 2014 11:59 
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Liberté 53



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luxembourg.gif
Re: ASBO-contempt of Court

Liberté 53 hat folgendes geschrieben::

Auch wenn ich nicht genau weiß, was eine ASBO ist, stimme ich Calcit im Prinzip zu: Es kann und darf nicht sein, für etwas zu Gefängnis- oder Geldstrafen verurteilt zu werden, was nicht im allgemeinen Strafgesetz für alle vorgesehen ist.


Inzwischen habe ich versucht mich schlau zu machen: Es ist die Abkürzung für
"Anti Social Behaviour Order"

Interessant ist, was die britische Regierung auf einer Internet-Seite dazu schreibt und welche Beispiele sie dazu bringt:
https://www.gov.uk/asbo

Von Nacktheit ist da keine Rede! Nur Vergesslichkeit? Absicht? oder eben nur ein mögliches, aber nicht dringliches anderes Beispiel?

Beitrag 29 Oktober 2014 12:23 
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Aria



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germany.gif
Re: Strassburg spricht ...

Puistola hat folgendes geschrieben::
Entsetzlich, dass sich Richter bis auf höchste Ebene von
Tabus statt vom Recht und Gesetz leiten lassen.

Dem war schon immer so und wird immer so bleiben. Leider. Denn „Gewohnheit, Sitte und Brauch sind stärker als die Wahrheit.“ (Voltaire)

Beitrag 29 Oktober 2014 12:55 
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Liberté 53



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luxembourg.gif
Re: Strassburg spricht ...

Aria hat folgendes geschrieben::
Puistola hat folgendes geschrieben::
Entsetzlich, dass sich Richter bis auf höchste Ebene von
Tabus statt vom Recht und Gesetz leiten lassen.

Dem war schon immer so und wird immer so bleiben. Leider. Denn „Gewohnheit, Sitte und Brauch sind stärker als die Wahrheit.“ (Voltaire)


Man beachte die Zusammensetzung des Spruchkörpers: einer befangen (UK), alle anderen aus dem Osten:

Lettland, Polen, Bosnien-Herzegovina, Georgien, Albanien: Nur Finnland fällt etwas raus.

Beitrag 29 Oktober 2014 13:06 
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Liberté 53



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Beiträge: 154
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luxembourg.gif
Re: Strassburg spricht ...

Puistola hat folgendes geschrieben::


Vorbehalt:
Ich bin unterwegs und hab das Urteil nicht vorliegen.
Petrullos Fall liegt anders. Sein Anwalt wird das Urteil prüfen,
ob es auf den Fall einfluss habe.


Um Dir die Suche zu ersparen: Voilà das Urteil auf englisch (z.Z. die einzig verfügbare Sprache).
http://hudoc.echr.coe.int/sites/eng/Pages/search.aspx#{%22languageisocode%22:[%22ENG%22],%22documentcollectionid2%22:[%22JUDGMENTS%22],%22itemid%22:[%22001-147623%22]}

Aber schon aus der Pressemitteilung ergibt sich, dass die Gerichte (von Schottland bis Straßburg) wohl versucht haben, Stephen Brücken zu bauen. Die Art, wie er seine Nacktheit ohne Rücksicht auf gesellschaftliche Konventionen und persönliche Empfindlichkeiten verwirklichen will, ist jedenfalls nicht die von Dir, P'tola, und mir und vielen anderen, sondern wird meist als provokant empfunden.

Beitrag 29 Oktober 2014 13:22 
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