Harzer Naturistenweg - nicht noch einmal

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Pianoman
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Harzer Naturistenweg - nicht noch einmal

Beitrag von Pianoman » 05 Oktober 2014 18:00

Hallo zusammen,

am 03.10.2014 (Feiertag) war ich am frühen Nachmittag für 2 Stunden bei schönem Wetter auf dem Wanderweg bei der Wippra-Talsperre unterwegs. Leider war der kleine oberhalb gelegene Parkplatz mit großen Baumstämmen belegt.

Mir kamen sehr viele Leute entgegen, Wanderer, Radfahrer, Quad-Fahrer. Zwei Großfamilien kamen mir entgegen, mit Großeltern und kleinen und größeren Kindern und Bollerwagen, so richtige Familienausflugs-Wanderer und alle, alle waren sie angezogen.

Nun schäme ich mich ja nicht, dennoch war es komisch, so einer Großfamilie nackt zu begegnen. Alle haben gegrüßt, nur einmal guckte ein Fahrradfahrer weg und grüßte nicht (macht ja nix).

Ich hätte gedacht, daß mehr Unbekleidete an diesem Tag dort unterwegs wären. Nur ein einzelner nackter Herr aus Hameln machte Picknick oben an der Bank mit dem rotem "Stempelkasten", und dieser Herr kannte noch nicht einmal dieses Forum hier (weil er keinen PC hat).

Ich hatte ja mit Ausflugsbetrieb in den Wäldern an diesem Feiertag gerechnet, deshalb fuhr ich ja extra nach Wippra, aber daß dann dort so gar niemand Nacktes wanderte, hätte ich nicht gedacht.

Und nun die Begründung, warum nicht noch mal dorthin:

Der Weg von Wippra bis zur Staumauer wird immer schlechter. Bei den vielen tiefen Schlaglöchern tat mir mein Auto leid. Diese Strecke will ich den Reifen nicht noch mal zumuten.

Und 2 Stunden Anfahrt (von Kassel aus) und zwei Stunden Rückfahrt für 2 Stunden Spazierengehen - das bringt's für mich einfach nicht. Da gehe ich lieber weiterhin in den heimischen Wäldern wandern.

So, das war mein kleiner Erfahrungsbericht,
GRüße vom Pianoman

Rüdiger
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Beitrag von Rüdiger » 05 Oktober 2014 18:25

Hallo Pianoman

oder komm doch einfach mal zum 2.offizielen Naturistenweg bei Undeloh.........lohnt sich auf jedenfall

Liebe nackige Grüße
Rüdiger

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guenni
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Beitrag von guenni » 05 Oktober 2014 20:36

hallo pianoman,

wie war denn der zustand des naturistenstieges? auch hierüber gab es ja schon kritische berichte, nicht nur wg. unzureichender beschilderung.

es stellt sich die frage, inwieweit die gemeinde noch daran interessiert ist, den naturistenstieg als besondere attraktion zu erhalten.

nacktbader
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Beitrag von nacktbader » 05 Oktober 2014 21:32

Der Brocken war an diesem Tag überfüllt, das stimmt. Zu diesem Weg kann ich nichts sagen da ich erst später davon gelesen hab, aber gehe davon aus das der gute Gedanke nicht genutzt wird weil die Anfahrtswege zu lang sind.

Zu dem gibt es Berichte über streitigkeiten der Kennzeichnung. Naja dazu kommt das viele Leute es eh nicht verstehen das es einen Weg gibt den man Nackt nutzen kann/könnte.. aber Trotzdem mit allem was fahrbar ist benutzen+Angezogen :wink:

Rüdiger
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Beitrag von Rüdiger » 05 Oktober 2014 21:37

Ich weiss leider nicht, wie weit eure Anfahrtswege sind, aber nutzt doch auch den 2.offizielen Naturistenweg......schöne 10 km durch Wald und heidelandschaft zuwandern......kann ich nur empfehlen.....und man auch vom Parkplatz gleich nackt starten....und das ist auch noch ein Vorteil.....also bis zum nächsten Mal bei Undeloh

Liebe nackige Grüße
Rüdiger

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pomic
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Naturistenweg/Naturistensteig?

Beitrag von pomic » 05 Oktober 2014 22:25

Wenn man gern allein nackt wandern möchte, ist es vielleicht von Vorteil, wenn man auf einem als solchen deklarierten Nacktwanderweg unterwegs ist, weil man glaubt, dass es hier ja ausdrücklich erlaubt ist. Aber in der Situation, wie es dir, Pianoman, passiert ist, ist es wahrscheinlich trotzdem kein Vorteil, denn ich glaube nicht, dass die vielen anderen Wanderer, Radfahrer, Quad-Fahrer, Großfamilien mit Großeltern und Kindern auch wissen, dass sie sich auf einem Naturistenweg befinden. In Undeloh kann man das nicht erkennen, da gibt es keine Hinweise. Also ich wandere dann lieber hier in unserer Gegend mit ein oder zwei anderen NaturistInnen in nicht übermäßig frequentierten Wandergebieten, erstens ist es nirgendwo verboten, zweitens macht es dann doppelt sovie Spass und drittens gibt es nach meiner bisherigen Erfahrung keine Probleme, wenn man mindestens zu zweit ist. Vorteil: kurze Anfahrt, spontan machbar, kurzfristiges Verabreden per SMS, E-Mail oder Anruf, meist hat jemand Lust und Zeit.

Natürlich sind die Nacktwanderungen in größeren Gruppen, die ja zum Glück von den sehr engagierten Initiatoren sehr gut vorbereitet immer wieder stattfinden, ein besonderes Erlebnis, für die sich auch eine weite Anreise lohnt.

toto111b
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Pianoman

Beitrag von toto111b » 05 Oktober 2014 22:38

Hallo Pianoman,

vorweg mal deine eigendlich positive Beobachtung. Du hattest bei vielen Begegnungen keine negativen, sondern eher positive Reaktionen. Und das als einzelner nackter Mann.

So ging es uns im Pfälzer Wald auch. Schon bei der Wanderung am Freitag mit einer größeren Gruppe hatten wir in einem eigentlich wenig frequentierten Waldgebiet eine ungewöhnlich größere Anzahl von Begegnungen.

Bei unserer spontanen Wanderung am Samstag, bei der wir nur noch zu dritt waren sind uns regelrecht ´´ Horden´´ von Menschengruppen über den Weg gelaufen.

Wanderpäärchen, Hundehalter, Wandergruppen, Familienausflügler mit Kind und Kegel jeder Größenordnung und mittendrin ne Frauenausflugsclique.

Wir waren selber schwer überrascht von den Menschenmassen an diesen Tage im Wald.

Und obwohl unser Wanderweg keiner der in Deutschland gelisteten Naturistenwege war, gab es keine negativen Reaktionen.

Dafür aber ne Menge netter lustiger Sprüche, Kontakte und Gespräche.

Und das ist doch mal ne richtig gute Erfahrung, das die wandernden Naturisten im Wald inzwischen fast genauso akzeptiert werden wie sich sonnenden Naturisten am See.

Im übrigen kannst du im Oktober nicht ernsthaft erwarten das noch viele von uns unterwegs sind.

In Wippra sowieso nicht. Da sind selbst im Hochsommer nur wenige Naturisten unterwegs.

Und das liegt nicht nur daran das in Wippra die Wege so schlecht sind, sondern eher daran das wir nur ne mengenmäßig sehr kleine Randgruppe in Deutschland darstellen.

LG, Torsten

felix1
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Beitrag von felix1 » 07 Oktober 2014 16:55

Wie ich bereits im Sommer geschrieben hatte, hatten meine Freundin und ich nur positive Erfahrungen auf dem Harzer Naturistenstieg. Wir hatten keine Probleme mit den Angezogenen, die wir getroffen haben. Es wurde immer freundlich von beiden Seiten gegrüßt und zum Teil auch kurz gesprochen. Es ist vielleicht positiver, da wir als Paar nackt gewandert sind. Leider gibt es doch oft Vorbehalte gegen nackte Männern, die alleine unterwegs sind. Wir empfanden es nicht unangenehm Bekleidete zu treffen. Es ist sogar besser welche zu treffen, da wir Nackte uns nicht verstecken müssen. Wir werden dort im nächsten Jahr sicher wieder nackt wandern.
P.S.: Die Schlaglöcher in der Straße sind nicht sehr schön, aber wenn man langsam fährt, geht es.

Natursportfreund
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Beitrag von Natursportfreund » 07 Oktober 2014 17:52

Ich bin im September das erste Mal auf dem Harzer Naturistenstieg gewandert. In vielen Punkten machte ich die gleiche Erfahrung wie Pianomann: Tiefe Schlaglöcher auf 5 km Anfahrtweg und ein in Teilen durch Holzarbeiten verwüsteter Weg.
Es waren aber einige Nachtwanderer anwesend, u.a. ein aus dem Forum bekanntes Paar. Fazit: Eine weite Fahrt dorthin lohnt sich nicht unbedingt, aber dieser in den Medien so weit verbreitete Nacktwanderweg hat sicher intensiv dazu beigetragen,
dass das Nacktwandern überhaupt publik wurde und Nacktwanderer / -innen in der Öffentlichkeit als "harmlose Verrückte" wahrgenommen werden.
Dass der Oktober bei gutem Wetter massenweise Leute in den Wald treibt, kennen wir auch aus dem Pfälzer Wald, der im Sommer fast menschenleer ist. Toto hat diese Erfahrung auch gemacht und oben beschrieben.
Meine Frau und ich haben in den letzten Jahren über 20 Nacktwanderungen im Pfälzer Wald organisiert und hatten erfreulicherweise nie Probleme bei Begegnungen. Wir saßen mit anderen Gruppen oder Einzelpersonen auf Aussichtsfelsen und machten zusammen Picknick oder in diesem Jahr in einer Burgruine und hatten nur freundliche Menschen um uns.
Ich wurde von Angezogenen nach dem Weg gefragt und ich zeigte ihnen den Wegverlauf auf der Karte, oder es wurde mir ausdrücklich bestätigt, dass ihnen unsere Nacktheit nichts ausmacht. Das ist alles ausgesprochen positiv. Vorteilhaft war sicher auch, dass wir stets gemischte Gruppen, also Männer und Frauen waren.
Wir sollten aber deshalb nicht glauben, dass diee Toleranz keine Grenzen hat. Man sollte mit der Nacktheit nicht zu offensiv umgehen, wie Beispiele von anderen organisierten Wanderungen schon zeigten, z.B. keine Veröffentlichung über öffentl. Medien im Vorfeld (Folge: einstweilige Verfügung initiiert durch Ordnungsämter im Saarland) oder bereit eine halbe Stunde auf dem Parkplatz nackt herumlaufen, bevor es in den Wald geht (Folge: ein Ortsvorsteher kommt und will alles verhindern; es könnte auch die Polizei auf den Plan gerufen werden).
Gesamtfazit: Selbstbewusst nackt wandern und trotzdem etwas Zurückhaltung bewahren. Dann werden wir auch im nächsten Sommer wieder viel Freude und keinen Verdruß haben.

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Pianoman
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Beitrag von Pianoman » 08 Oktober 2014 16:22

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure freundlichen Antworten und Hinweise.
Dieses Thema entwickelte sich so, wie es sein soll: ohne Gemecker wegen Tippfehler usw.

Also Undeloh ist von mir noch weiter entfernt als Wippra.
Das Wandergebiet bei Wippra ist wirklich schön und gut geeignet. Die Beschilderung ist vielleicht nicht optimal, ich sah nur einmal zwischendurch das Schild "Willst Du keine Nackten seh'n..." (also einmal am Anfang und einmal zwischendurch). Aber das gelbe "N" an den Bäumen war mehrfach vorhanden.

Da ich nur 2 - höchstens 3 - Stunden laufen kann, fahre ich nicht (mehr) zu den Gruppenwanderungen. Diese dauern meist 5 - 8 Stunden, das schaffe ich nicht. Für mich bleibt es dabei, daß ich alleine in meiner Gegend hier laufe, damit habe ich keine schlechten Erfahrungen gemacht. In diesem Jahr war ich bisher 45 mal unterwegs.

Grüße vom Pianoman

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vktech
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Beitrag von vktech » 07 November 2014 17:26

Moin.

[Hervorhebung von mir.]
Natursportfreund hat geschrieben: Es waren aber einige Nachtwanderer anwesend,
Klar, daß man dann die Schlaglöcher kaum sehen kann...

harzkowsky
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Beitrag von harzkowsky » 07 November 2014 20:44

Hallo,
Mann der leisen Töne. :)
Tja, man soll eben nicht zu viel erwarten. Wie z.B.: Gut ausgebaute Straße mit direktem Autobahnanschluss,gut ausgebauter überdachtes Parkplatz mit Pinkel- und Pommesbude, mit Stacheldraht abgesperrter und bewachter Nacktwanderweg, Verhaftung aller die nicht nacktwandern ....
- Ich höre jetzt mal lieber auf, ehe meine satirische Art mit mir durchgeht. :lol: -
Sehen wir die ganze Sache doch mal positiv. Dass du fast allein warst, lag bestimmt am Wetter, zum Nacktwandern etwas zu kühl, aber für "Normalwanderer" gerade richtig. Warum auch so weit fahren? In jedem Wald, wenn's nicht gerade der nahegelegene Stadtpark ist, kann man nackt wandern; wie ja auch von vielen berichtet wird. (Du selbst berichtest ja auch positiv davon.)
Stundenlange Gewaltmärsche mit Gruppenzwang sind auch nichts mehr für mich; ich bummele gern mit eigenem Tempo durch die Botanik.
In Wippra war ich schon vor ein paar Jahren, Undeloh werde ich mir mal ab Mai zu Gemüte führen. Alleine.

meint
harzkowsky

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guenni
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Beitrag von guenni » 07 November 2014 22:00

harzkowsky hat geschrieben:Stundenlange Gewaltmärsche mit Gruppenzwang sind auch nichts mehr für mich; ich bummele gern mit eigenem Tempo durch die Botanik.
In Wippra war ich schon vor ein paar Jahren, Undeloh werde ich mir mal ab Mai zu Gemüte führen. Alleine.

meint
harzkowsky
auch ich war auf dem naturistenstieg unterwegs, alleine! ich brauche das gruppenwandern nicht. viel lieber richte ich mir alles so ein wie ich es gerade möchte und genieße ungestört das naturerlebnis.

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