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Aktuelles Datum und Uhrzeit: 03 September 2010 12:58 |
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natury

Geschlecht: 
Alter:63
Anmeldungsdatum: 16.08.2007
Beiträge: 168
Wohnort: Beckum

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Danke für die wunderschöne Geburtstagswanderung!
Auch meinen ersten Geburtstag vor 60 Jahren durfte ich nackt verbringen: Auch damals war es ein schwül-heißer Sommertag. Ich konnte zwar noch nicht wandern, aber stehen, jedenfalls mit Festhalten am Laufstall-Geländer oder am Wohnzimmer-Stuhl (für beides gibt es nackte Beweise).
Dass ich jetzt erneut einen nackten Geburtstag erleben durfte, war eine Riesenfreude, nicht nur wegen des angestimmten Geburtstagsständchens sondern vor allem wegen der frohgestimmten Wanderbegleitung von 30 NacktwanderInnen, mit denen ich den herrlichen Tag in der gut aufgeheizten Voreifel genießen durfte!
Für alle, die den knapp ausgeschenkten Calpis oder Calpico einmal ausführlicher testen möchten: http://www.gourmondo.de/Produkt-Details/Calpis-Joghurt-Erfrischungsgetraenk-325ml-Dose/1000311601 bietet ein Fertiggetränk in Dosen an, ebenso http://www.tokoindonesia.de/catalog/advanced_search_result.php?keywords=calpico&osCsid=2bb8d80981a0cbe3ff5e14905c2d9847&x=0&y=0, das von mir bevorzugte Konzentrat gibt es bei http://www.ja-mart.de/index.php?ISO639=de&MAXI=10&CP=1&TID=10&SSTR=calpis&IMODE=DETAIL&IID=1269.
Dank dir, Michael, für die Organisation und die wanderergerechte Aufbereitung der regional bedeutsamen Historika! Es war ein unvergesslicher Tag!
Helmut _________________

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Natbiker
Geschlecht: 
Alter:65
Anmeldungsdatum: 14.03.2008
Beiträge: 14
Wohnort: Brühl

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Nacktwanderung 27.07.08
Hallo Michael,
auch ich möchte mich für die gelungene Nacktwanderung und Deine Organisation bedanken. Es war wieder einmal eine runde Sache mit den ausführlichen Hintergrundinformationen.
Nochmals vielen Dank für die geleistete Vorarbeit.
Gruß
Jürgen _________________ Jeder Meter in Textil ist aufgegebene Freiheit
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Anne

Geschlecht: 
Anmeldungsdatum: 05.06.2006
Beiträge: 170
Wohnort: Köln

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Bericht: Wanderung in der Nordeifel – mit Michael – am 27.07.2008
Nacktwanderung im Paradiesgarten
Ob meine Erzählung diesmal wahr oder unwahr ist, das musst du, der du sie gerade liest, schon selbst entscheiden, denn sie beginnt an einer Burg mit berühmten Namen; dem Namen des berüchtigtsten Lügenerzählers.
Und doch, so sagt unser bestens informierter Wanderführer, sei der Burgname wohl anderen Ursprungs. Wie dem auch sei: Mir liegt am Herzen, von nackten Tatsachen zu berichten, denn Nackt-Sein ist angesagt!
Wir stoßen mit eisgekühltem Sekt an auf einen mutigen Mann der bereits vor genau sechzig Jahren seine Nacktheit liebte. Zum Beweis dafür legt er uns das schwarz/weiß kopierte Foto des glücklich lächelnden einjährigen Nackedeis vor.
Auch dürfen wir ein köstliches weißes exotisches Getränk probieren, das Helmut eigens für diesen feierlichen Anlass aus Japan herangeschafft hat. Es schmeckt ein wenig nach einer Mischung von vergorener Kokosmilch und prickelndem Sekt.
So gestärkt und mit einem beschwingten Kribbeln im Gehirn machen wir uns auf, um unter glühender Vormittags-Sonne die Nordeifel zu erkunden.
Schon hinter der ersten Kurve des Feldweges wir überflüssige Kleidung im Rucksack verstaut, übrig bleiben luftige Sandalen und ein Käppi, das ein wenig Schatten für die Augen spendet. Es ist einfach das perfekte Wetter für Sonnenhungrige.
Michael, unser ortskundiger Wanderführer hat die heutige Route schon auf seiner Karte vorgezeichnet. Bereits einige Tage zuvor hat er hier die optimalen Wege erkundet und kennt sich bestens aus.
Die Wanderung wird eine neue Erfahrung für uns werden, denn so weit wir auch über das Hügelland der Nordeifel schauen können, nirgendwo ist Wald zu sehen. Und wir haben vormittags schon etwa dreißig Grad im Schatten, doch selbigen gibt es hier scheinbar nicht.
"Michael, heute wirst du es aber nicht schaffen, dass wir hier die Orientierung verlieren" sage ich zu ihm, denn markante Landmarken heben sich aus der Umgebung hervor: eine Überlandleitung, eine Burg und zwei Kirchtürme in verschiedenen Orten. Doch Michael lächelt dazu und biegt mit uns im rechten Winkel in einen Wiesenweg ab.
Kornfelder wechseln mit angelegten Obstgärten und einem großen Maisfeld, dessen Kolben gerade in dem Zustand von zart, jung und lecker zu sein scheinen. Michael hat uns mitten in einen Paradiesgarten geführt. Die kleinen Bäumchen hängen übervoll mit rotbackigen Äpfeln.
Aber etwas ist diesmal anders: Weise nackte Adams und Evas lassen sich von leckerem Obst nicht verlocken. Sie widerstehen der Versuchung, davon zu kosten und sich gegenseitig zu verführen. Sie ziehen es vor, den Gott nicht zu erzürnen und lieber das Paradies selbst zu erkunden, denn irgendwie sind wir alle auf die Gunst der Götter angewiesen: Es sind von den "Wetterologen" für den heutigen Tag unwetterartige Gewitter und Hagel vorausgesagt worden. Davon ist allerdings zum Glück weit und breit nichts zu sehen. Wir wandern unter blauem Himmel mit kleinen Schleierwölkchen.
Für nahtlose Rundum-Körperbräune hat Michael auf geniale Weise gesorgt: Seine Wegauswahl ist so, dass wir an nahezu jeder Kreuzung im rechten Winkel abbiegen, wir spüren die Sonne auf der Haut mal von vorn, mal von hinten und von den jeweiligen Seiten. Die Landschaft hier macht eine reiche Pfadauswahl möglich: um alle Felder sind begehbare Wege angelegt, mal Wiesenwege, mal Schotterwege, manchmal säumt ein Bachlauf das Feld.
Jedes Stückchen Acker scheint seine eigene Geschichte zu haben. Da Michael Land und Leute kennt, bekommen wir an Wegkreuzungen alle möglichen interessanten Erzählungen zu hören über Bauer Hinz und Bauer Kunz, über geologische Besonderheiten, Heimatkundliches und Althergebrachtes bis hin zu einem mysteriösen Goldfund aus der Bronzezeit im Acker von Bauer SoUndSo. Der Goldschimmer liegt noch immer über dem Feld, denn das Korn ist bereits reif für die Ernte. Im Hintergrund erblicke ich erneut die Burg, unseren Ausgangspunkt, wir sind eine weite Schleife gewandert.
Da die Sonne brennt, wünsche ich mir einen riesigen Rasensprenger für eine feucht-kalte Dusche, doch ich kann keinen entdecken. Bei genauerem Hinsehen entdecke ich in den mit Folie überspannten Spalierobstgärten, dass die Bäumchen durch am Boden liegende Leitungen bewässert werden. Kein Wunder, dass die Sträucher und Bäume so üppiges Obst tragen: Wir wandern vorbei an Plantagen mit Birnen, leuchtend roten Johannisbeeren, die in dicken Dolden am Strauch hängen, dunkelroten Kirschen, schwarzen Johannisbeeren, reifen saftigen Himbeeren und violett-blauen prallen Pflaumen, allein der Anblick ist ein wahrer Genuss! Die Felder sind umsäumt von mannshohen magentafarbenen Wildkräuterstauden, an Zäunen rankt weiß blühende Ackerwinde.
So viel üppige Fruchtbarkeit habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Erstaunlicherweise sind wir als Gruppe von einunddreißig Nackedeis beinahe die einzigen Menschen im Paradiesgarten. Vorsorglich verteilt Michael noch ein wenig Sonnenmilch, denn unser Paradies hat keine Schattenseiten: Schlangen gibt es hier scheinbar nicht, nur ein paar Hasen, die über den Weg zu ihren Verstecken huschen, als sie uns kommen sehen.
Wir wandern auf geschichtsträchtigem Boden, einer alten Heerstraße, die früher eine Verbindungslinie zwischen zwei großen Städten war.
Um ein schattiges Plätzchen für eine Rast zu finden, entscheidet Michael, ein wenig von seiner geplanten Route abzuweichen und einen Abstecher zu einer alten Windmühle zu machen. Leider hat sie keine Flügel mehr, ein wenig kalter Wind würde uns jetzt gut tun. Der heckenumsäumte gepflegte Platz scheint wie auf eine Gruppe gewartet zu haben: Biertische und Bänke stehen bereit, daneben etliche Terrassenheizstrahler. Uns hingegen ist wirklich heiß genug, wir machen es uns am Boden unter einer alten Eiche bequem die wunderbar kühlenden Schatten wirft und packen unsere Brote aus.
Anschließend umwandern wir die Mühle in einem großen Bogen, queren etwas später eine Landesgrenze und befinden uns in einer Landschaft, die mehr aus Korn- und Maisfeldern besteht.
Obwohl die meisten von uns bereits sommerlich braun gebrannt sind, zeichnen sich leichte Hautrötungen an Körperteilen ab. Die Frauen in der Gruppe erfinden eine neue Bekleidungsart, indem sie mit seidigen Tüchern ihre Brüste bedecken, da die Busen den optimalen Winkel haben, um alle Sonnenstrahlen aufzufangen.
Eine zweite Burg taucht im Hintergrund auf, sie liegt im Nachbarort des Ausgangspunktes. Der Rückweg ist kilometermäßig kürzer als der Hinweg, da wir längere Strecken geradeaus auf unser Ziel zugehen. Bald darauf nähern wir uns auch "unserer" Burg.
Jetzt weiß ich allerdings nicht, wie die Geschichten des berühmten Lügenbarons immer enden, unsere jedenfalls endet nach cirka achtzehn Kilometern Nacktwanderung durch den Paradiesgarten mit einem leckeren Essen im Biergarten: Orange-gelbe Nudeln mit Thunfisch, dazu ein üppiger bunter Blattsalat mit überbackenem Ziegenkäse, Schwarzwälder-Kirsch-Eiscreme zum Nachtisch und gegen den Durst eiskaltes alkoholfreies Hefe-Weizen in größeren Mengen, während wir draußen unter einem Dach sitzen und der Regen mit Blitz und Donner in Kübeln vom Himmel fällt… _________________ Gruß aus Köln
Anne
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Natbiker
Geschlecht: 
Alter:65
Anmeldungsdatum: 14.03.2008
Beiträge: 14
Wohnort: Brühl

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Nacktwanderung in der Eifel 27.07.08
Hallo Anne,
es ist immer wieder faszinierend Deine Wanderberichte zu lesen. An Dir ist
m.E. eine Schriftstellerin verloren gegangen.
Vielen Dank für den farbigen Bericht, den man als Teilnehmer nur unter-
streichen kann.
Gruß
Jürgen _________________ Jeder Meter in Textil ist aufgegebene Freiheit
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