So war's im Teutoburger Wald
Ein warmer, sonniger Augusttag bildete den Rahmen für unsere erste Nacktwanderung im Teutoburger Wald. Von den 7 Aufrechten, die sich schließlich am Treffpunkt einfanden - der achte war durch einen Sportunfall am Vortag gehandicapt -, waren 5 Neulinge in Sachen Nacktwandern, und am Schluss waren sich alle einig: Das wird nicht das letzte Mal gewesen sein.
Vom Parkplatz aus machten sich kurz vor uns 2 Familien mit Kindern auf, um Früchte des Waldes zu sammeln - ob es nun Pilze oder Beeren waren, wonach sie suchten, haben wir nicht herausgefunden, denn wir haben sie nur mit leeren Körbchen gesehen.
Als wir dann die Hoffnung aufgaben, dass zwei weitere gemeldete Teilnehmer noch auftauchen oder ein Lebenszeichen von sich geben würden, stiegen wir noch auf dem Parkplatz in unsere Wanderkleidung und wanderten los. Zwei oder drei der Erstwanderer hielten sich mit dem Ausziehen noch etwas zurück, aber nachdem uns auf den ersten paar hundert Metern gleich eine Familie mit 2 Kindern und ein Paar mit Hund begegneten, die uns mit fröhlichen Bemerkungen grüßten, fielen auch bei ihnen die Hüllen.
Es ging zum Warmwerden zunächst deutlich bergan, bis wir zu Füßen des Sendemastes des WDR-Senders standen und den 296 m hohen Mast mit seinen armdicken Abspannseilen bewunderten. Natürlich durfte auch ein Abstecher mit Blick au die Südansicht des Hermannsdenkmals nicht fehlen, der sein "Halt"-Signal des erhobenen Schwerts seit nun rund 130 Jahren unbeirrt gegen die Römer richtet. Von diesem Aussichtspunkt gingen wir dann aber zurück, weil wir uns andernfalls so massive Steigungsstrecken eingehandelt hätten, die die Kondition der Mitwanderer stark gefordert hätten, wie ich aus einem erlittenen, massiven Wadenkrampf bei einer der Erkundungswanderungen wusste.
Einer der Teilnehmer hatte dann das Pech, dass im Teutoburger Wald der Handy-Empfang gut genug ist, um ihn auf seinem Bereitschafts-Handy zu erreichen. Er musste seine Wanderung abbrechen und zu einem Einsatz abreisen.
17,9 km legten wir schließlich bei ca. 23°, heiterem Himmel und ganz leichter Brise zurück, genossen viele Aussichten, Barfußstrecken im Gras und auf Sand - und die Sonne auf der Rastwiese. Nach Abschluss der Wanderung stärkten wir uns mit einer unerwartet großen Portion (ein Schnitzel bestellt, zwei fanden sich dann auf dem Teller) und hielten unsere Abschlussberatung ab: Es war ein gelungener Tag, dem weitere dieser Art folgen sollen!
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