Das nenne ich christliche Nächstenliebe

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Ralf-abc

Beitrag von Ralf-abc » 04 Februar 2010 20:46

hhnude hat geschrieben:Vielleicht nicht, und ich glaube, das meinte Tim bestimmt auch nicht, aber es gibt viel Presse, bei der ich mich wirklich frage, was außer Anzeigenschaltung machen die eigentlich noch so inhaltlich. Ich sagte schon mal zu Ralf, dass ich einigen Medienhäusern sogar die Sonderrechte als Tendenzbetrieb glatt absprechen würde. Da ich aber nicht sooo viel zu sagen habe, mache ich das natürlich nicht.


Wobei ich aber auch gar nicht weiß, ob solche reinen Anzeigenblätter auch zu den Tendenzbetrieben gehören, oder ob das nur für Zeitungen gilt, die wirklich meinungsbildend tätig sind.
Ich habe hier jetzt einfach unterstellt, dass wir hier nicht von so reinen Anzeigenblättern reden.

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hhnude
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Beitrag von hhnude » 04 Februar 2010 22:36

Ralf-abc hat geschrieben:Wobei ich aber auch gar nicht weiß, ob solche reinen Anzeigenblätter auch zu den Tendenzbetrieben gehören, oder ob das nur für Zeitungen gilt, die wirklich meinungsbildend tätig sind.
Ich habe hier jetzt einfach unterstellt, dass wir hier nicht von so reinen Anzeigenblättern reden.


Ja. Eine Frage wäre bestimmt noch dazu, ob auch der Staat einfach mal hier und da so unterstellen darf, dass es nur ein Anzeigenblättchen ist. Diese ganze Content-Druchreiche-Nummer ist ja so einfach nicht gestrickt. Und zur Not haben die dann eine Klatschspalte mit PromiSülz drin. Jedenfalls wüsste ich gar nicht, wer das dann überprüfen will, könnte, müsste. Aber, ist eh ein anderes Thema.

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helmiz
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Skandal: Tendenzpresse kritisiert weiterhin Haiti-Hilfe!

Beitrag von helmiz » 06 Februar 2010 07:15

Europas »Schutztruppe« - Während die humanitäre Soforthilfe für Haiti gering bleibt, setzen die früheren Kolonialmächte 300 Polizeisoldaten in Marsch

Zitat aus dem Text:"Ein Grund dafür, daß die internationalen Hilfslieferungen nur stockend in Haiti ankommen, ist die massive Stationierung von US-Truppen in dem Karibikstaat, die unter anderem den Flughafen von Port-au-Prince und die wichtigen Seehäfen blockieren. Während dies von Hilfsorganisationen, Regierungen der Nachbarstaaten und der haitianischen Bevölkerung kritisiert wird, halten sich die Vertreter der EU mit Kommentaren zurück. Von ihnen wird Haiti längst als Protektorat betrachtet, in dem sich die internationalen Großmächte ausprobieren und aufeinander abstimmen können...... Während in Haiti Millionen Menschen unter den Folgen des Erbebens leiden, wird also auf den Brüsseler Fluren um Macht und Einfluß gefeilscht."

charly192
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Beitrag von charly192 » 06 Februar 2010 10:40

Du glaubst wohl alles was irgendwelche Leute im Internet behaupten. Es werden weder Namen genannt noch irgendwelche sonstige Beweise für diese schmutzigen Unterstellungen erbracht.

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hhnude
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Beitrag von hhnude » 06 Februar 2010 14:39

charly192 hat geschrieben:Du glaubst wohl alles was irgendwelche Leute im Internet behaupten. Es werden weder Namen genannt noch irgendwelche sonstige Beweise für diese schmutzigen Unterstellungen erbracht.


Nun, die "European Gendarmerie Force" ist keine Erfindung, die gibt es tatsächlich.
http://www.eurogendfor.eu/

Bild

Sie wurde vor 5 Jahren oder so aus dem Boden gestampft, aber da ging es um den Aufbau und die Koordination einer Polizei-Truppe (oder Berater) für Afghanistan und den Irak.

Aber, die Grätsche zum "EU Protektorat Haiti" sehe ich auch noch nicht. Mit Gerüchten aus dem Flur-Radio in Brüssel kann ich jetzt nicht soviel anfangen. Ich dachte, die verstehen sich alle eh nie. Es kann ja durchaus sein, dass einige Politiker sich da irgendwas zusammendichten, aber ist das schon vom Status EU Resolution oder sowas?

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hhnude
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30.000 Menschenleben - oder die blöden Fristen sind doch abgelaufen

Beitrag von hhnude » 06 Februar 2010 17:47

SPIEGEL, 03.02.2010

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 60,00.html

Lausanne - Die Millionen des Clans um Haitis Ex-Diktator Jean-Claude Duvalier werden die Menschen in Haiti nicht erreichen. Das auf einem Schweizer Bankkonto seit 1986 blockierte Geld sollte ursprünglich an den verarmten Karibik-Staat gehen. Das oberste Schweizer Bundesgericht hat entschieden, dass die Straftaten, die Duvalier vorgeworfen werden, verjährt sind. Die Entscheidung fiel bereits am 12. Januar - am Tag der Katastrophe - und wurde am Mittwoch veröffentlicht. Daraufhin blockierte die Schweizer Regierung die 4,6 Millionen US-Dollar, umgerechnet fast 3,3 Millionen Euro, erneut.



Nun ja, was sind schon ein paar Millionen Euros? Was ich mich aber fragte, wie kann Mord an 30.000 Menschen eigentlich verjähren?

Jean-Claude Duvalier (* 3. Juli 1951 in Port-au-Prince), genannt Baby Doc, ist ein ehemaliger haitianischer Politiker und Diktator.
http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Claude_Duvalier




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Beitrag von helmiz » 06 Februar 2010 19:32

hhnude hat geschrieben: Aber, die Grätsche zum "EU Protektorat Haiti" sehe ich auch noch nicht.


Das sehe ich auch nicht, da hätten die Amis wohl auch schwer was dagegen; allerdings behauptet der Artikel das auch gar nicht.

Im Artikel heißt es:

"Von ihnen (den EU-Staaten) wird Haiti längst als Protektorat betrachtet, in dem sich die internationalen Großmächte ausprobieren und aufeinander abstimmen können"

Diese Aussage fast ein wenig zu schwach, denn sie erwähnt nicht die Konkurrenz der "internationalen Großmächte" ums Weltordnen; aber die Behauptung dort ist nicht, dass die Europäer Haiti als ihr Protektorat ansehen oder das anstreben - das wäre ja auch absurd.

charly 192 hat geschrieben:Du glaubst wohl alles was irgendwelche Leute im Internet behaupten. Es werden weder Namen genannt noch irgendwelche sonstige Beweise für diese schmutzigen Unterstellungen erbracht.


Möglichweise hast du den Artikel nicht komplett gelesen, sondern nur den Auschnitt, den ich zitiert habe? Wenn das nachholst (auf den Link klicken), wirst du sehen, dass keiner deiner Vorwürfe richtig ist.

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Achso

Beitrag von hhnude » 06 Februar 2010 19:56

helmiz hat geschrieben:die Behauptung dort ist nicht, dass die Europäer Haiti als ihr Protektorat ansehen oder das anstreben - das wäre ja auch absurd.


Aha, gut dass du das noch mal sagst. Ich hatte da wohl etwas mehr Sportsgeist bei den Europäern hineingelesen, gerade wenn es im Teasering irgendwie heisst: "Während die humanitäre Soforthilfe für Haiti gering bleibt, setzen die früheren Kolonialmächte 300 Polizeisoldaten in Marsch" und es immerhin um das Weltenordnen geht. Da hatte mich der verblüffend offen gehaltene Text auch ein wenig irritiert. Allerdings 300 Polizeisoldaten sind ja auch etwas knapp bemessen für so einen kleine Aktion im Vorhof der USA.

Die sind ja schließlich schon da.

Bild

Also, bitte um Verständnis für das Missverständnis.

Vielleicht sollten wir uns dann Kuba schnappen, solange die Amerikaner abgelenkt sind.


hhnude

sweetpur

Beitrag von sweetpur » 03 März 2010 20:46

Liebe Deinen Nächsten,
und tue was Du willst.

(Augustinus)

Schlussendlich bedeutet Nächstenliebe anzuerkennen, sinen Freund und Liebsten

charly192
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Beitrag von charly192 » 04 März 2010 12:35

Nein, die Nächstenliebe wie sie in der Bibel gemeint ist beschränkt sich nicht auf den eigenen Freund/Freundin oder "Liebsten".

Das "tue was Du willst" ist immer dann keine Nächstenliebe wenn ich mit dem was ich tue einen anderen schädige.

sweetpur

Beitrag von sweetpur » 04 März 2010 13:25

Liebe bedeutet in diesem Zusammenhang, darauf zu achten, dass es mir selber, den Menschen um mich herum, der Natur und der gesamten Umwelt gut geht. Wenn so verstandene Liebe mein Handeln prägt, kann ich tun, was ich will – es wird gut sein.
Denn die Liebe als Grundlage meines Handelns sorgt dafür, dass das, was ich tue, meiner Umgebung und mir nützt.

Liebe verschafft mir große Freiheiten – Freiheiten, Gutes zu tun. Denn: Liebe – und dann tu, was du willst!

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Nacktfrosch2
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Beitrag von Nacktfrosch2 » 04 März 2010 13:34

sweetpur

Besser hätte ich es nicht sagen können. :rock2: :rock2: :rock2: :P :P :P

charly192
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Beitrag von charly192 » 04 März 2010 15:14

sweetpur hat geschrieben:Denn die Liebe als Grundlage meines Handelns sorgt dafür, dass das, was ich tue, meiner Umgebung und mir nützt.

Liebe verschafft mir große Freiheiten – Freiheiten, Gutes zu tun. Denn: Liebe – und dann tu, was du willst!

Richtig, dem gibt es nichts hinzuzufügen.

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