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  Autor    Thread Dieses Forum ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten. Dieses Thema ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.
Ralf-abc
Ehemaliger User










Re: Alles und Jeder ist Teil des Ganzen

hhnude hat folgendes geschrieben::
Immerhin es gibt zahlreiche Materialien für Lehrer, um entsprechend Aufklärungsarbeiten leisten zu können.


So die Lehrer sich mit solchen Themen auch beschäftigen wollen.
Was immer an einer normalen deutschen Schule alles gelernt wird - kritsches, selbstbestimmtes Denken gehört nicht dazu.

Beitrag 24 März 2010 07:17 
 
 
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Tim007



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Anmeldungsdatum: 28.11.2005
Beiträge: 7783
Wohnort: Bremen


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Das kann ich so nicht bestätigen.

Es sei denn, dass für Dich "kritisch" gleichzusetzen ist mit der Widergabe dessen, was der "humanistische" Pressedienst Einseitiges von sich gibt.

T.

Beitrag 24 März 2010 08:22 
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hhnude



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 03.02.2008
Beiträge: 5030
Wohnort: Hamburg


germany.gif
Kein Pardon für Kinderarbeit und Sklaverei per Marktregulierung

Tim007 hat folgendes geschrieben::
Dennoch halte ich die jetzige Diskussion für typisch: ein Modethema jagt das nächste, und es ändert sich nichts.


Ja, das ist das schlimmste, diese Gleichgültigkeit. Dieses Gerede von Leuten, die eh nichts tun. Klar muss man differenzieren, und glaube mir, das tue ich. Vor Leuten, die nichts tun, aber alles schlecht reden, was andere tun, mache ich auch einen großen Bogen. Es ist manchmal schauderhaft, wenn kann auf der einen Seite sich engagiert für die Kinderrechte auch in Deutschland, und mit den Menschen unterschiedlichster politischer Farbe zusammenarbeitet,ständig mit ansehen muss, wie andere sich die Erfolge aber medial auf die Fahne schreiben, und dann noch das Gerede, dass man ja nichts tun muss, weil man nichts tun kann, oder andere die was tun nicht so dolle sind. Man kann was tun, Jeden Tag. Man tut es nur nicht. Es ist eben kein Modethema sondern ein Dauerbrenner. Auch wenn du oder andere das in den Medien nicht so mitbekommen.

Mir ist das aber egal, was du und andere sich so alles erzählen, denn am Ende zählt ja für mich nur meine Entscheidung wo und wie ich mich engagieren will. Ich bin da zu einem anderen Resultat gekommen und engagiere mich eben, damit das alles endlich aufhört. Wenn man mal schon Hilfsaktionen in Kriegsgebiete gemacht hat, weiß man, das was geht. Vorher hätte ich auch gedacht, das geht nicht. Aber ich war dann doch erstaunt, dass einen die Leute auf einmal machen lassen und dass es sogar Unterstützung gibt, von den merkwürdigsten Seiten. Ich denke, es lohnt sich schon, sich für die Kinderrechte weltweit einzusetzen.

Oft ist es aber nur Mangelnder Druck der Öffentlichkeit. So konnten in der Vergangenheit nicht einmal von der CDU Gesetze vorgeschoben werden, was die Kinderrechte betrifft, weil die Lobbies einfach stärker waren. Das hat eben nichts damit zu tun, welche Partei macht was, sondern damit, dass wir viel zu starke Lobbys von den falschen Leuten haben.

Aber, die gewinnen ja nun nicht immer icon_wink.gif

Also, sehe ich keinen Grund, sich hinzustellen und einfach nichts zu tun.

Natürlich reicht die Änderung des Konsumverhaltens nicht soviel aus, wenn die Masse sich komplett konträr verhält. Bei BSE ging das, dass man mit einer Kampagne komplett den Fleischmarkt in Deutschland ruinierte. Half zwar nichts gegen BSE, war aber eine typische Paniksituation. Manches ging auch eben nur über Einfuhr oder eben Verkaufsverbot. Ich denke, das ist eher der Weg, dass man in Deutschland über alle Parteien hinaus eine Meinungsgleichheit erstreitet, die es erlaubt in großer Mehrheit solche Produkte nicht mehr auf den Markt zuzulassen oder eben teuer zu besteuern. Hier muss der Markt reguliert werden, weil eben windige Unternehmen bereit sind, auf den Rücken dieser Menschen ihr Produkt auf den Markt zu drängen, eben weil die Optionen günstig sind. Ich glaube eben nicht, dass die in der Mehrheit sind, die lieber nichts tun wollen. Aber, es fehlt eben der Druck der Öffentlichkeit. Es ist daher auch nicht zu viel in unser aller Alltagsbewusstsein gedrängt, das Thema, sondern eindeutig viel zu wenig.

@Tim
Deine Anspielungen zu terre des hommes verstehe ich jetzt nicht. Sind die in irgendwas schlimm? Ich selbst habe mit denen kaum was zu tun.


hhnude

Beitrag 24 März 2010 08:48 
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Tim007



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 28.11.2005
Beiträge: 7783
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germany.gif

Nein, hhnude, auf terre des hommes lass ich nichts kommen.

Mir war nur einmal aufgefallen, dass sogar diese Organisation "Kinderarbeit" differenzierter sieht, wobei wir sicherlich wieder ein Definitionsproblem haben.

Terre des hommes sieht auch die ARmut der Eltern und den Lerneffekt für Kinder ("Schule des Lebens"). Ist die Mithilfe von Kindern bei der Ernte schon Kinderarbeit?

Die Grenzen sind sicherlich dort zu ziehen, wo Kinder durch die Arbeit gesundheitlichen Schaden nehmen oder vom Schulbesuch abgehalten werden, von "Kindersklaven" einmal ganz zu schweigen.

Es grüßt

Tim

Beitrag 24 März 2010 08:58 
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Bummler



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Alter:62

Anmeldungsdatum: 05.12.2005
Beiträge: 2367
Wohnort: Lübben


germany.gif
Re: Kein Pardon für Kinderarbeit und Sklaverei per Marktregulierung

hhnude hat folgendes geschrieben::


Natürlich reicht die Änderung des Konsumverhaltens nicht soviel aus, wenn die Masse sich komplett konträr verhält. Bei BSE ging das, ...



Ja, wie hat Momme mal so schön formuliert:

Zitat:
Jeder ist für sich selbst verantwortlich


BSE hätte einen ja selber treffen können, Nokia hat ja nur andere getroffen.

Gruß Bummler

Beitrag 24 März 2010 09:01 
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hhnude



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 03.02.2008
Beiträge: 5030
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germany.gif
Re: Alles und Jeder ist Teil des Ganzen

Ralf-abc hat folgendes geschrieben::
Was immer an einer normalen deutschen Schule alles gelernt wird - kritsches, selbstbestimmtes Denken gehört nicht dazu.


Die Verallgemeinerung kann ich aber nicht mittragen, da ich persönlich als Schulsprecher mal durchsetzte, die ganze Schule zu besetzen und von Schülern und Lehrern ja sogar Elternrat unterstützt wurde. Die Schulbehörde und Schulleitung hingegen fand das nicht so witzig. Aber, was soll 's. Manchmal muss man eben auch mal sich für eine Sache stark machen. Bei uns ging es um den Erhalt eines Aufbaugymnasiums.

Wie lehrt man denn kritisches Denken?

Entweder hat man selbst Positionen, oder man hat keine.
Und entweder man streitet gemäß seinen Ansichten, oder lässt es.

Da können doch die Lehrer nichts für.

Und, eine Frage noch, was ist kritisch?

Wessen Kritik sollen Lehrer den Kindern beibringen?

Kritik geht ja nun nicht so ganz ohne Standpunkte, die andere sind, als die, die bei dem zu Grunde liegen, was man kritisieren will.

Was eher das Problem ist, ist die Wertediskussion, die ja noch gar nicht richtig stattfindet in diesem Land. Es gibt noch nichts, was die Kinder wirklich nehmen können, als Utopie, nur Ruinen. Dennoch auch das kann man nicht verallgemeinern. Einige Kinder haben ja klare Werte und handeln auch anders, als ihre Altersgenossen. Derzeit findet über 60% so ein Schätzwert an "Bildung" durch Massenmeiden statt und nicht an der Schule und im Eltenhaus eh nicht mehr. Massenmedien haben nicht die Absicht, das kritische Denken irgendwie aufzubauen. Ihr Sinn besteht darin, mal abzuschalten, also strikt leichte Kost ohne höhere Ansprüche. Eine Schule, die normalen Unterricht machen würde, wirkt dagegen wie ein Widerstandsnest.


hhnude

Beitrag 24 März 2010 09:14 
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hhnude



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 03.02.2008
Beiträge: 5030
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Tim007 hat folgendes geschrieben::
Nein, hhnude, auf terre des hommes lass ich nichts kommen


Ja, wie gesagt, ich kenne die gar nicht. Hab eher mit anderen zu tun. Es hätte mich jetzt auch nur gewundert.


hhnude

Beitrag 24 März 2010 09:40 
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Pan meets Lilith




Alter:81

Anmeldungsdatum: 24.02.2005
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Wohnort: EUdSSR


blank.gif

@hhnude:
Zitat:
Was eher das Problem ist, ist die Wertediskussion, die ja noch gar nicht richtig stattfindet in diesem Land. Es gibt noch nichts, was die Kinder wirklich nehmen können, als Utopie, nur Ruinen. Dennoch auch das kann man nicht verallgemeinern. Einige Kinder haben ja klare Werte und handeln auch anders, als ihre Altersgenossen. Derzeit findet über 60% so ein Schätzwert an "Bildung" durch Massenmeiden statt und nicht an der Schule und im Eltenhaus eh nicht mehr. Massenmedien haben nicht die Absicht, das kritische Denken irgendwie aufzubauen. Ihr Sinn besteht darin, mal abzuschalten, also strikt leichte Kost ohne höhere Ansprüche. Eine Schule, die normalen Unterricht machen würde, wirkt dagegen wie ein Widerstandsnest.


Ich erinnere in diesem Zusammenhang daran, wie die Regierung Helmut Kohl und sein Selbstbereicherungs-Kompagnon Christian Schwarzschilling 1984 das "Privatfernsehen" durchboxten. Die Geburtsstunde der massenmedialen Verblödung durch "RTL", den Luxemburg-Funk.

Einige Zeit später gab es ein sehr ambitioniertes und wunderbar zu schauendes Projekt "Vox". Es scheiterte am berüchtigten "Markt". Denn einerseits fehlte die Finanzierungskohle wie bei den "öffentlich-rechtlichen", andererseits fehlte die Massen-Nachfrage. Vox wurde nach kurzem Sende-Betrieb dem Sendebetrieb des meinungsmachenden Konzerns Bertelsmann einverleibt und gehört - wie bekannt - mittlerweile seit langem zur Riege der Trash-Sender RTL, RTL II, Super-RTL, weiß-der-Henker-was-mit-RTL, diverse Teleshopping- und Esoterik-Kanäle. Allenfalls in leichter Tendenz "seriöser" kommen Pro7 und Sat 1 daher.

Zum Thema Kinderarbeit:
Da geht es nicht nur um die RECHTE von Kindern, sondern auch darum, dass Kinder Erwachsenen Erwerbsgrundlagen wegnehmen, über politisch genehmigte Preisdumping-Mechanismen.

Mir scheint es wichtig, dass wir den Zusammenhang zu Mommes (stammtisch-polemisch ausgeformtem) Ausgangspunkt wieder finden.

Was mir wichtig scheint: Arbeitslosigkeit darf nicht finanziert werden von denen die arbeiten. Sie MUSS (müsste) finanziert werden von KAPITAL.

Hier kommen wir auf die Produktionsfaktoren ARBEIT, BODEN, KAPITAL zurück. Durch die jetzige (immer noch bestehende) Form der "Globalisierung" wurde die Dominanz des Produktionsfaktors Kapital über die anderen Produktionsfaktoren konstituiert, in einem Maße wie nie zuvor - allenfalls noch vergleichbar mit den auf Pump finanzierten Militäraktionen Maximilians I. und diverser "Päpste", finanziert über das frühkapitalistische Bankhaus Jakob Fugger.

Darüber hinaus:
Wichtig ist nicht Arbeit, sondern Einkommen. Und zwar deshalb, weil Arbeit eine Selbstverständlichkeit ist. Arbeit ist immer genug da. (Kaufkraftbewertetes) Einkommen aber nicht.

Zum zweiten ist wichtig, WIE Einkommen erzielt wird. Wenn wir uns in unserer Gesellschaft einigen möchten, dass es nicht ohne "Leistung" erzielbar sein darf, so müssen wir uns ZUNÄCHST dem Thema Zinsen und Erben zuwenden.

Erben lässt sich über die Höhe der Erbschaftssteuer regeln.
Komplizierter wird es mit Einkünften aus Zins- und Zinseszins-Gewinnen. Nach der Theorie der Geldwirtschaft bedeutet Sparen (Anreiz: Zins) nichts anderes als aufgeschobenen Konsum.
Begründung des Aufschubs: Vorausschauendes Denken an die Zukunft, Vorsorge. Vorratshaltung. "Spare in der Zeit, dann hast du in der Not."

Problemsituation: Viele HABEN nichts zu sparen, da Masseneinkünfte so gering geworden sind, dass alles für die zeitlich unmittelbaren Grundbedürfnisse draufgeht.

Beitrag 24 März 2010 11:41 
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Pan meets Lilith




Alter:81

Anmeldungsdatum: 24.02.2005
Beiträge: 15054
Wohnort: EUdSSR


blank.gif

Nächstes Problem: Jobbefristung.

Berechtigte Argumentation der Unternehmer-Seite:
Wir können nicht (über Lebenszeit-Anstellungen) die Verantwortung für die Familien Dritter ("Arbeitnehmer") übernehmen. Wir sind Marktschwankungen ausgesetzt. Wenn die Nachfrage wegbricht und der Umsatz einbricht bzw. die Produktionskosten höher sind als der Umsatz, dann gibt es für uns keine faktische Sachgrundlage dafür, neben unseren eigenen Familien die Familien unserer Arbeitnehmer abzusichern.

Berechtigte Argumentation der "Arbeitnehmer-Seite":
Wenn wir keine Lebenszeit-Anstellungen (unbefristet) kriegen, können wir keine Familienplanung machen. Folglich verzichten wir auf sexuelle Reproduktion.


Hier wird der wesentliche Widerspruch politisch konservativer Politik deutlich, die zwei gegengerichtete Größen gleichzeitig an die Wähler verkaufen will:

- Einerseits freies Spiel der Marktkräfte. (Marktradikalen-Einfluss in der CDU)
- Andererseits das Dogma der heiligen Familie. (Christen-Einfluss in der CDU)


Was vernünftigerweise gemacht werden müsste:

- kostenlose Verhütung für Mittellose (wird bereits diskutiert)
-> Folge wäre die Absenkung der Bevölkerung (Halte ich für richtig und wichtig im Rahmen des Ressourcenschutzes. Auch, wenn dann das Argument kommt, die Muslims vermehrten sich zwecks politischer Dominanz wie die Fliegen).
- Über die Besteuerung des Kinderzeugens (statt deren Subventionieren) lässt sich nachdenken.
- Erhöhung der Lebensarbeitszeit (wäre damit zwingend)

Im Gegenzug würde die "Arbeitgeber"-Seite restriktiert. Sie dürfte nämlich NICHT nach Wirksamwerden der abgesenkten Bevölkerung kommen dürfen und sagen "Ja, wir haben zu wenig Leute zur Produktion. Wir brauchen Zuzug aus dem Ausland". Damit wäre dann ebenfalls Schluss.

(Einschub: Unser NRW-Herz-Jesu-Sozialist icon_smile.gif und CDU-Kauf-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hatte ja damals die Wahlkampfparole "Kinder statt Inder" ausgegeben. So ein Inder ist ein Perpetuum mobile icon_smile.gif, Kinder hingegen schreien ständig nach Essen, Windelnwechseln, Unterhaltung. Tse!)

Folge: WOLLTEN die "Arbeitgeber" (vulgo: Unternehmer) produzieren, so MÜSSTEN sie höhere Löhne zahlen.

Unternehmer sein (falls nicht eh Einzelkämpfer, ohne Verantwortung für Mitarbeiter, Belegschaften) heißt (müsste heißen): Risiko tragen können und wollen. Betriebswirtschaftliche Gewinnmaximierung ist nur EIN Definitionspunkt eines (legitimen) Unternehmertums.
Unternehmer brauchen ein höchstmögliches Maß an Planungsicherheit. Eine ordoliberale Wirtschaft setzt dazu die SPIELRÄUME, innerhalb derer zu planen ist. Unternehmer sein heißt AUCH: in die Zukunft kalkulieren.

Eine Vertretung von Unternehmern (wie etwa der BDI) hätten also die Wahl:
Lieber bei möglicher hoher Marktnachfrage Arbeitskräftemangel in Kauf nehmen (als Folge flexibilierter Arbeitsverhältnisse) oder lieber das Risiko tragen, bei vereinbarten Festanstellungen auf einen künftigen Marktnachfragemangel zu treffen.


Ich verweise auch noch rasch auf das von rot-grün seinerzeit leider verworfene Bofinger-Modell, an das kürzlich im Manager-Magazin erinnert wurde. (Ich halte Peter Bofinger für einen verdammt klugen Kopf).

@elmar / @witch:
Danke, dass ihr die Editierzeiten (offenbar) verlängert habt! Die Zeit, in Word vorzuschreiben ("Schönschreibheft") ist echt nicht da. Gedankenfassung muss also beim Schreiben hier erfolgen.
Nochmals besten Dank also.

Beitrag 24 März 2010 12:22 
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Ralf-abc
Ehemaliger User










Re: Alles und Jeder ist Teil des Ganzen

hhnude hat folgendes geschrieben::
Ralf-abc hat folgendes geschrieben::
Was immer an einer normalen deutschen Schule alles gelernt wird - kritsches, selbstbestimmtes Denken gehört nicht dazu.


Die Verallgemeinerung kann ich aber nicht mittragen, da ich persönlich als Schulsprecher mal durchsetzte, die ganze Schule zu besetzen und von Schülern und Lehrern ja sogar Elternrat unterstützt wurde. Die Schulbehörde und Schulleitung hingegen fand das nicht so witzig. Aber, was soll 's. Manchmal muss man eben auch mal sich für eine Sache stark machen. Bei uns ging es um den Erhalt eines Aufbaugymnasiums.
Wie lehrt man denn kritisches Denken?
Entweder hat man selbst Positionen, oder man hat keine.
Und entweder man streitet gemäß seinen Ansichten, oder lässt es.
Da können doch die Lehrer nichts für.
Und, eine Frage noch, was ist kritisch?
Wessen Kritik sollen Lehrer den Kindern beibringen?


OK, das war jetzt unzulässig verallgemeinert. Im dunkel-schwarz-konservativen nörlichen Rheinland-Pfalz ist es zumindest so.

Ich hatte mal an einem Seminar teilgenommen, da ging es darum, selber ein Schulprojekt aufzubauen zum Thema Kinder-und-Handynutzung. Mit diesem Projekt sollte man dann an Schulen herantreten um hier z.B. im Rahmen eines Aktionstages den Kindern einen bewußten Umgang mit dem Handy beizubringen (gesundheitliche, finanzielle, soziale Aspekte etc.).
Nun bin ich ein guter Techniker, aber auf kleine Kinder kann man mich nicht so ohne weiteres loslassen. Daher habe ich dann versucht hier pädagogisch begabtere Menschen zu finden, die so etwas mit aufbauen würden. Ist natürlich viel Arbeit für kein Geld. Im Süddeutschen Raum gibt es solche Projekte in mehreren Städten. Aber hier im Westerwald - keine Chance.
Auch von den Schulen und Lehrern - keine Reaktion.


Zitat:
Wie lehrt man Kritisches Denken?

Evtl. in dem man lehrt, gehörtes kritisch zu hinterfragen, inbes. bei der Werbung und den div. Medien. Da sieht die Situation hier bei uns so aus, dass der Sohn einer Bekannten (Grundschule) in seinem Zeugnis stehen hatte "er hinterfragt zu viel". Unnötig zu erklären, dass das bei Religion stand.

Beitrag 24 März 2010 21:04 
 
 
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Pan meets Lilith




Alter:81

Anmeldungsdatum: 24.02.2005
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@tim:
Zitat:
Mir schlagen die zunehmend extremistischen Beiträge hier ganz gehörig auf den Magen.

Widerstandskämpfer im Dritten Reich werden mit mordenden Terroristen der 70er Jahre verglichen.


Wie viele "Widerstandskämpfer" gab es denn so im "Dritten Reich"? Soll ich meinem Vater posthum das Attribut "Widerstandskämpfer" verleihen, bloß weil der 33 aus seinem "christlichen Turnerbund" austrat, der Gleichschaltung der Braunen wegen? (Begründung: Rücksichtnahme auf seine alt gewordenen Eltern).

Da nehm ich doch lieber meinen Opa mütterlicherseits als Widerstandskämpfer, der seinen Töchtern im "disko-flausigen" Backfischalter immerhin den angenehmen Unfug verbat, in den "BDM" zu gehen. (Durchaus um den Preis, dass sie "von Amts wegen" in den Arbeitsdienst mussten).


Na, wollen wir erst mal gucken, wess Geistes Kind die "Widerstandskämpfer", die DU so im Sinn haben kannst, wohl waren:

Claus Schenk Graf von Stauffenberg, über Polen:
Zitat:
„Die Bevölkerung ist ein unglaublicher Pöbel, sehr viele Juden und sehr viel Mischvolk. Ein Volk, welches sich nur unter der Knute wohlfühlt. Die Tausenden von Gefangenen werden unserer Landwirtschaft recht gut tun. In Deutschland sind sie sicher gut zu gebrauchen, arbeitsam, willig und genügsam.“


http://de.wikipedia.org/wiki/Claus_Schenk_Graf_von_Stauffenberg

Nur, weil Herr von und zu Stauffenberg einen vom Größenwahn befallenen Anstreicher aus Braunau umbringen wollte, heißt das m.E. nicht, dass er nicht selbst ein größenwahnsinniger Idiot war.

http://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_August_Graf_von_Galen#Historische_Bewertung

Zitat:
Es werden insbesondere die Fragen aufgeworfen, ob die Verteidigung der kirchlichen Rechte schon als Widerstand angesehen werden kann, und was von Galen bewogen hat, nicht in der gleichen Art und Weise öffentlich gegen die Verfolgung und Vernichtung der Juden, gegen den Antisemitismus und gegen die Beseitigung von Liberalen, Demokraten und Kommunisten zu protestieren



Zitat:
Während der Kämpfe an der Ruhr im Jahr 1920 war Niemöller als Kommandant des III. Bataillons in den Freikorps-Verband „Akademische Wehr Münster“ gegen die aufständischen Ruhrarbeiter im Einsatz.

... ach SO. Tschuldigung. War ja okay. Waren ja nur "Linke", gell?

Zitat:
Bald kam es hier zu Auseinandersetzungen mit den Deutschen Christen. Zwar hatte Niemöller seit 1924 nationalsozialistisch gewählt und die Einführung des „Führerstaates“ 1933 begrüßt, aber die Vermischung von politischen Aussagen mit dem Glaubensbekenntnis lehnte er schärfstens ab.


Der einzige bekannte Widerstandskämpfer aus christlichem Umfeld, dessen Widerstand über die Verteidigung der EIGENINTERESSEN hinaus ging, scheint somit wohl Dietrich Bonhöfer gewesen zu sein.


Im übrigen, Tim, darf ich dich öffentlich wissen lassen, dass mich die Befindlichkeiten der Angehörigen des NS-Täters Hans-Martin Schleyer nicht interessieren.

Ich wollte dir nur (anscheinend vergeblich) klarmachen, dass die Worte
"Widerstandskämpfer" und "Terrorist" zwei Begriffe, zwei Seiten der gleichen Medaille sind, somit die Wortwahl eine Frage des eigenen Standpunktes, der EIGENEN Werte.
(sorry, dass ich Werte schreibe. Mir ist klar, dass ihr Christen diese Begrifflichkeit pervertiert habt).


Zuletzt bearbeitet von Pan meets Lilith am 29 März 2010 20:48, insgesamt 1-mal bearbeitet

Beitrag 29 März 2010 20:28 
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Kulturfolger



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Anmeldungsdatum: 21.11.2006
Beiträge: 589



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Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
@tim:

Na, wollen wir erst mal gucken, wess Geistes Kind die "Widerstandskämpfer", die DU so im Sinn haben kannst, wohl waren:

Claus Schenk Graf von Stauffenberg, über Polen:
Zitat:
„Die Bevölkerung ist ein unglaublicher Pöbel, sehr viele Juden und sehr viel Mischvolk. Ein Volk, welches sich nur unter der Knute wohlfühlt. Die Tausenden von Gefangenen werden unserer Landwirtschaft recht gut tun. In Deutschland sind sie sicher gut zu gebrauchen, arbeitsam, willig und genügsam.“


Der einzige bekannte Widerstandskämpfer aus christlichem Umfeld, dessen Widerstand über die Verteidigung der EIGENINTERESSEN hinaus ging, scheint somit wohl Dietrich Bonhöfer gewesen zu sein.



So ist es!

Die Frage, ob Bonhöfer dabei nicht nur an die Erlösung vor dem Fegefeuer gedacht hat, bleibt mir offen. Ich möchte nicht urteilen, denn in seiner aussichtslosen Situation mag der Wunsch nach einem Ende auch eine Rolle gespielt haben.

Dieter

Beitrag 29 März 2010 20:46 
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Tim007



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Beiträge: 7783
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Ich meine, dass es sich erübrigt, auf sowas einzugehen.

Nur eines noch: er heißt Bonhoeffer.
Test nicht bestanden.

Tim

Beitrag 29 März 2010 23:16 
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Pollux



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Beiträge: 1866
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Tim007 hat folgendes geschrieben::
Ich meine, dass es sich erübrigt, auf sowas einzugehen.


Es scheint in der Tat schwierig für Dich zu sein, einfach mal die Perspektive zu wechseln. Es ist immer eine Frage der Perspektive - und ob man in der Lage ist, diese mal - zumindest gedanklich übergangsweise zu verändern.

Rein logisch jedenfalls ist Pans Gedankengang nicht zu widerlegen, es sei denn man betrachtet ihn durch eine ideologisch gefärbte Brille.

Wenn ich Dir einfach so eine Hand abhacke, dann begehe ich schwere Körpervverletzung, wenn ich dies jedoch tue, wenn du unter Wasser mit derselben eingeklemmt bist, rette ich Dir dadurch u.U. das Leben. Es ist also immer eine Frage der jeweiligen Perspektive - zunächst einmal unabhängig davon, wie diese Perspektive hergestellt wurde....

Beitrag 29 März 2010 23:30 
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Tim007



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So, so, Pollux.

Du vergleichst also auch die Verhältnisse während der Nazi-Diktatur mit denen in der Bundesrepublik der 70er Jahre.

Zumindest ich sehe einen gravierenden Unterschied zwischen den Widerstandskämpfern in einer menschenverachtenden Diktatur und kriminellen Bombenlegern in einer Demokratie.

Es wird immer peinlicher.

T.

Beitrag 30 März 2010 08:02 
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