Diskussionsgrundlage

Hier konnte man sich über Religion austauschen. Forum geschlossen.
Gesperrt
Benutzeravatar
Pullover
Beiträge: 3501
Registriert: 27 März 2005 23:59
Wohnort: Herne in Westfalen
Kontaktdaten:

Diskussionsgrundlage

Beitrag von Pullover » 06 August 2010 00:50

Hallo, es wäre schön, wenn hier mal jeder seinen Glauben kundtun würde. Wenn ich mir die jüngste Diskussion

http://www.fkk-freun.de/viewtopic.php?t=20614

durchlese, komme ich immer wieder zu dem Schluss, dass hier gründlich aneinander vorbei geredet wird.

Sicherlich kann nicht dieses Form darin legitimiert sein, den einen oder anderen von der eigenen Sichtweise zu überzeugen oder gar bekehren zu wollen.

Schön wäre nur, wenn die Diskussionsteilnehmer ihre Glaubensgrundlage oder ihr Gottesverhältnis kund tun würden.

---

Ich mache mal den Anfang.

Ich bin evangelisch, christlich getauft und konfirmiert worden, dann war erstmal nix. In einem Altenheim unter einer frei-kirchlichen Leitung habe ich meinen Zivildienst geleistet. Dort wurde solange auf mich eingeredet, bis ich mich bekehrt habe. Ich hatte ein Bekehrungserlebnis.

Nach dem Zivildienst habe ich dann Mathematik und ev. Religion für Lehramt Sek I studiet. Dort habe ich dann begriffen, worum es beim Glauben geht. Eben das der Glaube an Gott keine aktive Tätigkeit ist, sondern dass es etwas ist, das ich nicht steuern kann.

In die Kirche gehe ich nur, wenn mir danach ist, das kommt ein- bis zweimal im Jahr vor.

Schöne Grüsse aus Herne, der Wilhelm.

Ralf-abc

Beitrag von Ralf-abc » 06 August 2010 08:42

Sollen wir Wetten darauf abschließen, wie sich dieser Thread hier nach spätestens 20 Beiträgen entwickelt? :D :wink:

Tim007
Beiträge: 7783
Registriert: 28 November 2005 23:58
Wohnort: Bremen

Beitrag von Tim007 » 06 August 2010 08:54

Da wir alle zivilisiert sind und uns wertschätzend verhalten, werden wir 20 interessante Darstellungen erleben. Das meintest Du doch sicherlich, Ralf. :)

So schlecht finde ich die Idee nicht. Nachdem Du nachdrücklich erläutert hast, woran Du nicht glaubst, bin ich nun bannig gespannt, woran Du glaubst und wie Du zu Deiner Irrmeinung gekommen bist.

Beste Grüße
Tim

Benutzeravatar
Bummler
Beiträge: 2367
Registriert: 05 Dezember 2005 10:10
Wohnort: Lübben

Beitrag von Bummler » 06 August 2010 11:07

Ähem, räusper,

Ich bin konfessionslos, niemals getauft und niemals konfirmiert worden.

Während meiner Schulzeit, meiner Berufsausbildung mit Abitur, meinem Wehrdienst und meinem Studium hatte ich nie Kontakt mit irgendwelchen kirchlichen Institutionen.
Die Begegnungen mit gläubigen Mitmenschen waren im allgemeinen positiv, aber jetzt auch nicht so, das ich irgendwie begeistert gewesen wäre.

Die Besichtigungen von Kirchen waren für mich eher bedrückend, es war meist kalt, die Größe und die Ausstattung empfand ich als unangenehm. Mit den angeschriebenen Sprüchen konnte ich nichts anfangen. Der Klang der Orgel und das Glockengeläut waren mir zu laut. Und man durfte keine Späße machen.

So bin ich dann auch Atheist geworden. :lol:

Reicht das?

Gruß
Bummler

Benutzeravatar
Pollux
Beiträge: 1866
Registriert: 17 August 2004 23:48
Wohnort: Münster

Beitrag von Pollux » 06 August 2010 23:15

Tim007 hat geschrieben:Da wir alle zivilisiert sind und uns wertschätzend verhalten, werden wir 20 interessante Darstellungen erleben. Das meintest Du doch sicherlich, Ralf. :)


Off-Topic : Ich meine, den allerersten Emoticon entdeckt zu haben, den Du je hier in einem Posting verwendet hast !!!

Benutzeravatar
Pollux
Beiträge: 1866
Registriert: 17 August 2004 23:48
Wohnort: Münster

Beitrag von Pollux » 06 August 2010 23:21

Ich bin zwar evangelisch getauft und konfirmiert worden und war auch in jungen Jahren sehr aktiv in der Gemeinde tätig. Ich hatte in der Grundschule einen Religionslehre, der mich sehr geprägt und gefördert hat (nicht nur in religiöser Hinsicht). Mein Elternhaus war aber nie besonders religiös. Mein Vater trat schon sehr früh aus der Kirche aus, weil er die Kirchensteuer sparen wollte.

Als ich dann als junger Erwachsener begann mich selbst zu entdecken und zu reflektieren und auch meine eigene Endlichkeit zu verinnerlichen, konnte ich mit dem Kram nix mehr anfangen. Speziell auch hinsichtlich meiner Sexualität (was ich hier nicht weiter ausführen möchte, weil sich dann wieder einige auf den Schlips getreten fühlen).

Heute verorte mich irgendwo zwischen Agnostizismus und Pantheismus, wobei diese Verortung für mich immer mehr an Relevanz verliert, weil sie für mein Leben immer weniger Bedeutung hat.

Tim007
Beiträge: 7783
Registriert: 28 November 2005 23:58
Wohnort: Bremen

Beitrag von Tim007 » 07 August 2010 06:25

Off-Topic:

Hallo Pollux!

Das mit dem "Emoticon" mag sogar stimmen. Eigentlich mag ich es überhaupt nicht, durch solche Zeichen anzeigen zu müssen, wie etwas gemeint ist.

Du kennst doch auch die Leute, bei denen man jedesmal dazusagen muss, dass etwas nur ein Witz sein soll. Schrecklich.

Gruß
Tim

Benutzeravatar
Pollux
Beiträge: 1866
Registriert: 17 August 2004 23:48
Wohnort: Münster

Beitrag von Pollux » 07 August 2010 08:08

Tim007 hat geschrieben:Das mit dem "Emoticon" mag sogar stimmen. Eigentlich mag ich es überhaupt nicht, durch solche Zeichen anzeigen zu müssen, wie etwas gemeint ist.


Nun, da eine der wichtigsten Bestandteile der menschlichen Kommunikation hier nicht zum Tragen kommen kann, nämlich die non-verbale, kann man dann das mit den Emoticons zumindest teilweise kompensieren. Gerade Gefühle drücken wir z.B. häufig durch ein Lächeln oder einen ängstlichen Blick aus, eine Ablehnung z.B. durch eine entsprechende Körperhaltung.

Das ist doch so häufig auch der Grund, warum durch Mißverständnisse hier manche Diskussion so arg aus dem Ruder läuft.

Daher kann ich die Nutzung dieser Nerd-Erfindung nur empfehlen ;-)

harzkowsky
Beiträge: 716
Registriert: 05 August 2009 21:24
Wohnort: Nördlich des Harzes

Beitrag von harzkowsky » 07 August 2010 13:34

Pollux hat geschrieben:
Tim007 hat geschrieben:Das mit dem "Emoticon" mag sogar stimmen. Eigentlich mag ich es überhaupt nicht, durch solche Zeichen anzeigen zu müssen, wie etwas gemeint ist.


Nun, da eine der wichtigsten Bestandteile der menschlichen Kommunikation hier nicht zum Tragen kommen kann, nämlich die non-verbale, kann man dann das mit den Emoticons zumindest teilweise kompensieren. Gerade Gefühle drücken wir z.B. häufig durch ein Lächeln oder einen ängstlichen Blick aus, eine Ablehnung z.B. durch eine entsprechende Körperhaltung.

Das ist doch so häufig auch der Grund, warum durch Mißverständnisse hier manche Diskussion so arg aus dem Ruder läuft.

Daher kann ich die Nutzung dieser Nerd-Erfindung nur empfehlen ;-)


.. manche schnallen es trotzdem nicht, auch wenn man 37 solcher Grinsköppe ( :D ) hinmalt. :(
Gruß
harzkowsky

Benutzeravatar
Nacktfrosch2
Beiträge: 151
Registriert: 27 März 2008 07:59
Wohnort: Finsterwalde
Kontaktdaten:

Beitrag von Nacktfrosch2 » 07 August 2010 16:18

Dann schreibe ich mal zum Thema hier weiter.

Ich bin christlich aufgewachsen und erzogen. Ich gehe (fast) wöchentlich zum Gottesdienst. Ich bin dagegen, auf jemanden so lange drauf einzureden, bis man ihn praktisch mit seiner Botschaft erschlagen hat. Ich verrichte lieber meine Arbeit. Ich habe dabei die Erfahrung gemacht, dass durch mein Sein bei anderen zu spüren ist (zumindest, wenn man längeren Kontakt hat), dass man irgendwie anders lebt. Zufriedener, freundlicher meistens. Das fällt eben positiv auf. Und so kommt man dann ins Gespräch. Im Gegensatz zum Themenstarter bin ich eher der Meinung, dass Christsein doch etwas aktives ist. Etwas, was man lebt. mehr oder weniger. Und so sehr ich auf friedliches Zusammenleben doch hinarbeite, das Christsein verträgt sich in der Hauptaussage nicht mit anderen Religionen. Und die Hauptaussage ist, dass Jesus Christus für alle Menschen gestorben und wieder auferstanden ist, damit alle, die an ihn glauben, das ewige leben erben. Und es gibt keine andere Religion, die diesen Anspruch besitzt. Alle Gründer von anderen Religionen sind auch tot und ihre Gräber werden verehrt.

Es tut mir leid, wenn ich jetzt eine kontroverse Diskussion hervor bringe, aber das ist der Grundsatz des Christentums.

Ralf-abc

Beitrag von Ralf-abc » 07 August 2010 17:44

Was fällt mir denn noch alles dazu ein?

Aufgewachsen in einem mehr oder weniger gläubigem evangelischen Elternhaus (mein Vater weniger, da ausgetreten ; meine Mutter mehr - Typ weichgespültes Christenschaf, das alle negativen Dinge über die Kirche von vorne herein ignoriert, um ja nicht in die Verlegenheit zu kommen, mit dem selbstständigen Denken anfangen zu müssen)
Als kleine Kinder wurden wir des öfteren mit in die Kirche geschleift, aber sonst spielte Religion praktisch keine Rolle in meiner Erziehung.
Evang. getauft und auch konfirmiert. Letzteres aber nur, weil ich auf die ganzen Geschenke von der Konfirmation nicht verzichten wollte. Geglaubt habe ich aber zum Zeitpunkt der Konfirmation schon nicht mehr an diesen ganzen Gottesquatsch. Um solche Themen wie Theodizee, Kirchenfinanzieruhg etc. habe ich mir damals natürlich noch keine Gedanken gemacht, aber alleine schon den Gedanken an einübermächtiges Wesen mit den Eigenschaften des chr. Gottes erschien mir so absurd, dass es mir unmöglich war, daran zu glauben. Ca. 1 Jahr nach der Konfirmation bin ich dann aus diesem komischen Verein ausgetreten und habe mich vom schulischen Religionsuntericht abgemeldet.

Danach habe ich mich Jahrelang um das ganze Thema gar nicht mehr gekümmert, bis ich dann selber Kinder hatte und mir zusammen mit meiner Frau überlegen musste, wie wir es diesbzgl. mit der Erziehung halten. Dadurch habe ich mich dann intensiver mit dem Thema befasst. Die Einstellung, die daraus resulierte (und die meine Frau teilt), ist hier im Forum hinlänglich bekannt :wink:

Momme

@

Beitrag von Momme » 07 August 2010 18:20

Und ich bin HSV ! :lol: :lol: :lol:

Ralf-abc

Re: @

Beitrag von Ralf-abc » 07 August 2010 18:23

Momme hat geschrieben:Und ich bin HSV ! :lol: :lol: :lol:



Aus den Smilies entnehme ich, dass das ein Witz sein soll.
Aber wie so oft bei Momme, will sich mir der tiefere Sinn einfach nicht erschließen.

Benutzeravatar
Pollux
Beiträge: 1866
Registriert: 17 August 2004 23:48
Wohnort: Münster

Beitrag von Pollux » 07 August 2010 18:34

Nacktfrosch2 hat geschrieben:Und so sehr ich auf friedliches Zusammenleben doch hinarbeite, das Christsein verträgt sich in der Hauptaussage nicht mit anderen Religionen. Und die Hauptaussage ist, dass Jesus Christus für alle Menschen gestorben und wieder auferstanden ist, damit alle, die an ihn glauben, das ewige leben erben. Und es gibt keine andere Religion, die diesen Anspruch besitzt. Alle Gründer von anderen Religionen sind auch tot und ihre Gräber werden verehrt.

Es tut mir leid, wenn ich jetzt eine kontroverse Diskussion hervor bringe, aber das ist der Grundsatz des Christentums.


Solche Aussagen sind dann eben ein Hauptgrund dafür, warum das Christentum neben dem Islam als eine höchst gefährliche Religion ansehen könnte.

Glücklicherweise ist die gesellschaftliche Bedeutung der Kirchen in Deutschland lang nicht mehr so bedeutend wie früher, so daß die aus einer solchen Einstellung folgenden Diskriminierung Andersdenkender keine besorgniserregenden Ausmaße mehr annimmt.

Gleichwohl ist der Einfluss nach wie vor (zu) groß.

Benutzeravatar
Pollux
Beiträge: 1866
Registriert: 17 August 2004 23:48
Wohnort: Münster

Re: @

Beitrag von Pollux » 07 August 2010 18:39

Momme hat geschrieben:Und ich bin HSV ! :lol: :lol: :lol:


:shock:

Nachdem, was Du in letzter Zeit hier so von Dir gegeben hast, dachte ich eher, Du seist ultraorthodoxer Jude.

:wink:

Gesperrt