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Streiflichter Nr.53

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regenmacher



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Beiträge: 3770
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germany.gif
Streiflichter Nr.53

(1) Dönekes

In den Niederlanden arbeiten die dortigen Naturisten in der NFN an einem Jubiläumsbuch. Das soll schon im April nächsten Jahres herauskommen. Denn nächstes Jahr wird die NFN 50 Jahre alt.

Wie berichtet, sollen die Niederländer zuvor über ihr liebstes FKK-Urlaubsgebiet abstimmen. Das Ergebnis wird dann im „Jubiläumsbuch“ bekannt gegeben.

Die dortigen Aktivisten haben inzwischen aber eine weitere Methode entdeckt, die zukünftigen Leser schon im Vorfeld für das Buch zu interessieren:

Nun sollen auch Fotos und lustige Geschichten – so genannte „Dönekes“ - rund um das Thema FKK eingesandt werden. Viel Erfolg.


(2) Vertagt

Eigentlich sollte gestern eine gerichtliche Verhandlung vor dem „Court in Bournemouth“ beginnen.

Dabei sollte es um eine Bussgeld (§5 des „Public Order Act“) gegen Richard Collins gehen, der im vergangenen Juni nackt durch die äußeren Bezirke von Bournemouth geradelt war - darüber wurde in „Streiflichter Nr.35“ bereits berichtet.


http://www.bournemouthecho.co.uk/resources/images/1368159/?type=display

„Regenmacher, warum „sollte“ ?“

Obwohl beide Mannschaften gestern rechtzeitig bei Gericht erschienen waren, musste die Verhandlung – wegen Erkrankung einer Zeugin – auf einen Termin Anfang Mai verschoben werden.

Im Mai nächsten Jahres nehmen wir die Sache – wegen ihrer Bedeutung für England – hier wieder auf und werden dann dazu berichteten.


(3) Teneriffa und La Gomera und ....

Auf den Kanarischen Inseln erfreuen sich Nacktwanderungen einer steigenden Beliebtheit.

Erst letzten Samstag wurde ich durch Horst, der von Nacktwanderungen auf La Gomera berichtete, daran erinnert.

Aber auch bei den einheimischen Naturisten z.B. in der „Asociación Naturista de Tenerife (NATURATEN)“ gehört das naturistische Wandern inzwischen zum Programm. Zum festen Programm.

So wurde ich kürzlich über einen ihrer nackten Ausflüge auf Teneriffa informiert.

Bei gutem Wetter.
In schwarzer, felsiger Landschaft.
Mit steilen und gebrochenen Ecken und Kanten.
Inmitten vulkanischer Vergangenheit.


http://www.naturaten.org/web/images/stories/guimar7.jpg



http://www.naturaten.org/web/images/stories/guimar3.jpg

Wer den ganzen, in Spanisch abgefassten Bericht von Ana lesen will, der muss unter

http://www.naturaten.org/web/index.php?option=com_content&view=section&layout=blog&id=4&Itemid=7

nachlesen.


(4) Las Palmas

Bekannlicherweise hat die Stadt Las Palmas (Gran Canaria) vor etlichen Monaten eine Anti-Nudity Verordnung erlassen. (siehe z.B. http://www.fkk-freun.de/viewtopic.php?t=12328 )

Um genau zu sein: Sie hat es versucht.

Nun hat Julián Santamaria vor wenigen Tagen (genauer: am 29.November diesen Jahres) ein Gerichtsurteil erstritten. Nach diesem Urteil, darf den Nackten kein Nachteil dadurch entstehen, wenn sie sich weigern, der örtlichen Anti-Nudity-Verordnung Folge zu leisten [und wenn eine weitere, hier nicht näher erläuterte Bedingung erfüllt ist]

Sachlich ging es (in den hiesigen Sprachgebrauch übersetzt) in dem Urteil um den Vorwurf des „Widerstandes gegen die Staatsgewalt“. Eine solche liegt nach Richtermeinung schon dann nicht vor, wenn der Nackte, der sich auf Unterlagen der „Federación Española de Naturismo“ (FEN in der INF) stützt, davon überzeugt ist, dass die Anti-Nudity-Verordnung rechtswidrig ist.

Damit sind allerdings noch keine endgültigen, richterlichen Aussagen zur Rechtswidrigkeit der Anti-Nudity-Verordnung in Las Palmas gemacht. Das kommt also noch.

Hier ein Video:



Und hier ein Link zum Urteilstext:
http://www.naturismo.org/docs/laspalmasabsolucion416-2010.pdf


(5) Kanada: Erfolglose Anklage gegen Nacktwanderer

Eigentlich ist es nun schon über einen Monat her. Hier wurde aber noch nicht darüber berichtet. Das will ich nun schnell tun:

Vor einem guten Jahr begegnete im Norden von Toronto ein 60-jähriger Nacktwanderer zwei Polizisten, die in ihrer Freizeit – so wie er – zur Erholung auf einem längeren Wanderweg unterwegs waren.

[skip]

Vor einem guten Monat fand nun eine Verhandlung hierüber vor dem örtlichen Gericht statt.

Das Ergebnis kam schnell:

Die Anklage war er erfolglos.

Gleb Bazov, der Anwalt des Nacktwanderers erläuterte die Entscheidung: “Einige mögen [das Nacktwandern] für unpassend halten oder sie mögen es für unmoralisch halten aber es ist nicht unanständig in dem Sinne, das es jemanden Schaden zufügen würde“

Bazov hält die Entscheidung für einen wichtigen Präzedenzfall:

"Es ist ein wegweisendes Beispiel in dem Sinne, dass das Gesetz [bisher] auf Nudisten und Naturisten angewandt wurde. Nun gibt es aber eine klare Aussage, dass FKK – für sich genommen - keine unanständigen Handlung [im Sinne des Gesetztes] ist"

Charlene Ewanchuk kann sich nicht damit abfinden. Sie ist dem Nacktwanderer – nicht weit von ihrem Haus – schon begegnet. Sie findet es beleidigend. Außerdem findet sie: „Wenn es so akzeptabel ist, warum tut er es dann nicht [auch] in der Innenstadt von Orillia?“

Es hat schon Briefe der Gemeinde gegeben, in denen sie dem Nacktwanderer verbot, den Wanderweg zu benutzen, wenn er „falsch gekleidet“ sei.

Phil Sled, einer der örtlichen Bürgermeister, regiert auf die Entscheidung: „Wenn die Gerichte ihn nicht belangen können, dann ist er [wohl] im Recht. Aber wenn sie mich fragen, ich halte es für nicht angemessen“

Auch Stephane Deschenes (Bare Oaks Family Naturist Park) hat dazu Stellung genommen:
„Naturisten geht es nur darum, ihr „natürliches Selbst“ anzunehmen und sie sollten daher nicht gefürchtet werden, wenn sie sich in der Öffentlichkeit befinden.“

„Wir - als Gesellschaft - haben eine echte Phobie bezüglich unseres eigenen Körpers. Wir fühlen uns so unglaublich unwohl, dass wir unser eigenes Bild als peinlich, beschämend und beleidigend empfinden.“

( http://www.torontosun.com/news/weird/2010/11/20/16233256.html )

Er wird unterstützt von der derzeitigen Präsidentin der „Fedration of Canadian Naturists“, Karen Grant, also seiner Nachfolgerin, die in einer vorhergehenden Sache erst vor wenigen Moanten die Entkriminalisierung einfacher Nacktheit forderte.

Ich will mich dem anschließen.
Heute ging es in 3 Unterpunkten um Gerichtsverhandlungen und um Gerichtsentscheide. Damit ich jetzt nicht ganz in eine Schieflage gerate, mache ich am besten hier jetzt Schluss.

Alle Grüße
michael regenmacher / strothjohann
.
Etwas verpasst ??
Macht nichts.
Hier geht es zu den vorherigen Streiflichtern:
http://www.fkk-freun.de/viewtopic.php?t=21795
.

Beitrag 10 Dezember 2010 00:25 
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neptun2005
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Re: Streiflichter Nr.53

regenmacher hat folgendes geschrieben::
(1) Dönekes

In den Niederlanden arbeiten die dortigen Naturisten in der NFN an einem Jubiläumsbuch. Das soll schon im April nächsten Jahres herauskommen. Denn nächstes Jahr wird die NFN 50 Jahre alt.


Das sollte natürlich groß gefeiert werden, vielleicht emittiert die niederländische Post Sondermarken, wie diese hier:



Weitere "nackte" Briefmarken gibt's im Streiflicht Nr. 18 von Regemacher:

  • http://www.fkk-freun.de/viewtopic.php?t=19073


    Viele Grüße
    neptun2005
  • Beitrag 10 Dezember 2010 02:40 
     
     
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    Puistola



    Geschlecht: Geschlecht:männlich


    Anmeldungsdatum: 16.10.2007
    Beiträge: 5271
    Wohnort: Nicht weit vom Alpstein


    switzerland.gif
    Re: Streiflichter Nr.53 - Dümmliches und Kluges

    Danke Regenmacher für die Berichte.

    Zu (5)
    Zitat:

    „Wenn es so akzeptabel ist, warum tut er es dann nicht [auch] in der Innenstadt von Orillia?“

    „Wenn die Gerichte ihn nicht belangen können, dann ist er [wohl] im Recht. Aber wenn sie mich fragen, ich halte es für nicht angemessen“


    Tja, er tut "es" wohl nicht in der Innenstadt, weil er selbst es dort nicht für angemessen hält.
    Die Frage der Angemessenheit ist stets eine persönliche Frage, die jeder für sich selbst beantworten möge.
    Das zweite Zitat ist daher sehr klug formuliert.




    Besonders gefreut hat mich der Hinweis auf La Gomera (3) (da bin ich grad wieder mal Wandern gewesen) und Las Palmas (4):

    Einmal wurde ich in aggressivem Ton beim nackt Baden zurechtgewiesen:
    Von deutschen Residenten, die glaubten, für die (einstmals zu Francos Zeiten vielleicht noch) katholische Bevölkerung sprechen zu müssen, gegen deren religiösen Gefühle ich verstosse.
    Anscheinend halten diese Immigranten die lokale Bevölkerung für so unreif, dass die nicht für sich selbst sprechen könne.
    Man stelle sich das in Deutschland vor:
    Ein Immigrant weist einen nackt Badenden zurecht, weil das mit der lokalen Bevölkerung religiös inkompatibel sei - Absurd!

    Spanische Gerichte haben da offenbar einen besseren Durchblick als diese immigrierten Besserwisser:
    Zitat:
    ... wenn der Nackte, der sich auf Unterlagen der „Federación Española de Naturismo“ (FEN in der INF) stützt, davon überzeugt ist, dass die Anti-Nudity-Verordnung rechtswidrig ist.

    Das Merkblatt der FEN ist mein stetiger Begleiter beim Wandern auf der Insel.
    Auf das Urteil kann mit Vertrauen in die unabhängige spanische Justiz und die Fähigkeit der FEN-Anwälte gewartet werden.

    Puistola

    Beitrag 10 Dezember 2010 13:09 
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    Pan meets Lilith




    Alter:81

    Anmeldungsdatum: 24.02.2005
    Beiträge: 15054
    Wohnort: EUdSSR


    blank.gif
    Der Mensch an sich ist animalisch. Das mag der gar nicht.

    @regenmacher:

    Ich destilliere für mich mal dasjenige aus deinen Ausführungen (deren Motivationsgebung darzulegen du dich nie ergnaden wolltest icon_smile.gif , was mir bemerkenswert erscheint:

    Zitat:
    „Wir - als Gesellschaft - haben eine echte Phobie bezüglich unseres eigenen Körpers. Wir fühlen uns so unglaublich unwohl, dass wir unser eigenes Bild als peinlich, beschämend und beleidigend empfinden.“


    Ich nenne das: das "Apollon-Syndrom".

    Wie tät de Rheinländer verzällen?:

    De Mensch am und pfirSICH neischt dazu, n bissjen jet beleidischt ze sinn, datt hähn kein reines Jeistwesen iss.

    Das ist - übrigens - WIEDER mal das Thema "Bilderkultur versus Bilderstürmerkultur".

    Nicht, dass die "FKK-ler" und besonders die "Naturisten" KEINE Bilderstürmer wären! Das gerade SIE solche Bilderstürmer sind, registriert man immer wieder mit Schmunzeln (und saftigem, genussvollem Spott), wenn das Thema auf die Sexualität kommt, von der man sich hier zu distanzieren befleißigt, selbst, OHNE dass es zuvor einen entsprechenden Anwurf gegeben hätte.

    M.E. heißt das: Hier wird etwas abgewehrt, dessen Formulierung von außen ANGENOMMEN wird.

    Ich fürchte, so sehr sich die "Naturisten / FKK-ler" vor einem Vorwurf der Sexualität fürchten, so sehr fürchten sich die "Nicht-Naturisten / Nicht-FKK-ler" vor der Asexualität des Naturismus / der FKK. (nebenher sicherlich auch vor einem bisweilen zur Schau getragenen märtyrerhaften Dogmatismus).

    icon_biggrin.gif

    Die Ironie dessen wäre mir sehr witzig - sollte ich richtig in der Einschätzung liegen.

    Beitrag 11 Dezember 2010 03:13 
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    hhnude



    Geschlecht: Geschlecht:männlich


    Anmeldungsdatum: 03.02.2008
    Beiträge: 5030
    Wohnort: Hamburg


    germany.gif
    Re: Der Mensch an sich ist animalisch. Das mag der gar nicht.

    Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::

    Ich fürchte, so sehr sich die "Naturisten / FKK-ler" vor einem Vorwurf der Sexualität fürchten, so sehr fürchten sich die "Nicht-Naturisten / Nicht-FKK-ler" vor der Asexualität des Naturismus / der FKK. (nebenher sicherlich auch vor einem bisweilen zur Schau getragenen märtyrerhaften Dogmatismus).

    icon_biggrin.gif

    Die Ironie dessen wäre mir sehr witzig - sollte ich richtig in der Einschätzung liegen.


    So so. Was macht dir denn da am meisten Angst?



    hhnude

    Beitrag 11 Dezember 2010 09:40 
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