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Streiflichter Nr.60

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regenmacher



Geschlecht: Geschlecht:männlich
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Anmeldungsdatum: 04.10.2003
Beiträge: 3770
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germany.gif
Streiflichter Nr.60

(1) Echo aus Frankreich

Kürzlich wurde ich über eine Veröffentlichung „Bienvenue chez les tout nus !“ von „Réponse à tout“ („Antwort auf alles“ – das nenne ich mutig) in Frankreich informiert, die sich u.a. auch mit juristischen Fragen zum Naturismus in öffentlichen Bereichen Frankreichs befasst.

Ich wurde nach der juristischen Einschätzung gefragt, was schon aus vielen Gründen schwierig ist:

(1)
verstehe ich wenig vom juristischen Frankreich

(2)
ist mir bekannt, das dies aus vielerlei Gründen dort recht schwierig ist – weitaus schwieriger als hierzulande und

(3)
will ich nicht gegen die im Artikel entstellend verkürzt dargestellte Meinung von Frédéric Picard argumentieren (Frédéric ist Anwalt, der sowohl FFN als auch APNEL schon beraten hat, und der dort in Frankreich eine der juristischen Nadeln der Nackten gegen die Jurisprudenz ist)

Ich will hier also nicht auf die juristischen Details und andere Kritikpunkte zum Artikel, der im August des vergangenen Jahres an den Kiosken in Frankreich verteilt wurde, eingehen.

Interessant aber erscheint mir eine andere Bemerkung:

Der Teil des Artikels, der sich mit dem „wilden“ Naturismus beschäftigt, ist mit einem Bild von einer der früheren Nacktwanderungen bei Bonn bebildert, das bereits vor Jahren in der gedruckten Ausgabe der „DIE ZEIT“ als Illustration eines längeren Berichtes von eben dieser Wanderung erschienen:



siehe auch http://www.fkk-freun.de/viewtopic.php?t=8242
oder : http://www.zeit.de/2006/33/Nacktwandern

Das war das Aufwärmen.

Nun kann es losgehen,
nun wird es juristisch:


(2) Berufungsgericht spricht nacktes Recht

„Nacktes“ Recht – das ist irgendwie eine alberne Bezeichnung, aber in gewisser Weise stimmt es ja.

Also schon wieder ein Gerichtsurteil?

Ja. Dieses Mal aus den USA. Aktuelles Recht. In diesem Fall sogar recht aktuell, denn erst letzten Samstag erhielt ich Information von E.E. Schuttauf (AANR, derzeit nicht in der INF. Besser gesagt: Noch nicht wieder in der INF, aber lassen wir hier jetzt die vereinsmeierischen Details).

Durch besagte Mail wurde ich erinnert an einen alten Vorgang, der aber sicherlich auch hier im Forum schon irgendwo erwähnt wurde. Allein schon deshalb, weil er sich fast passgenau in das Weltbild von den prüden Amis einfügt.

Wiederholung (für Fußgänger):
In den USA hatte die Behörde FCC (Federal Communications Commission) ein Strafgeld gegen ABC und alle angeschlossenen Lokalsender verhängt, weil in einer Episode von NYPD Blue eine „Nackt-Szene“ (einfache Nacktheit in einer Dusch- bzw. Morgentoiletten-Szene) zur Ausstrahlung kam.

Strafgeld – aber nicht zu knapp.
Es geht dabei um – sage, schreibe und staune - Millionen von Dollars.

Verständlicherweise kam es zu Gerichtsverhandlungen in dieser Sache.

Seit ein paar Tagen liegt nun das Urteil eines hohen Berufungsgerichtes („United States Court of Appeals for the Second Circuit“) vor.



In Kurz:
Ein Strafgeld ist nicht zu zahlen, der entsprechende Bescheid der FFC ist somit nichtig.

Das freut sicherlich die ABC bzw. die angeschlossenen Lokalsender.

Was mich allerdings mehr freut:
Das Berufungsgericht hat in sein Urteil mit hineingeschrieben, dass die FCC ihre Nudity-Regeln überdenken und dabei insbesondere den Unterschied zwischen einfacher Nacktheit und sexueller Nacktheit berücksichtigen muss.

Für amerikanische Verhältnisse ist das schon eine wichtige Feststellung.
Sozusagen: Ein starker Spruch.

(Anmerkung: Die deutliche Unterscheidung wurde übrigens vor gar nicht all zu langer Zeit bei YouTube noch gemacht, ist dann aber den seltsamen Videos, die sich im Grenzbereich bewegen, zum Opfer gefallen. Sie waren es irgendwann einfach Leid mit Lineal und Winkelmesser nachmessen zu müssen. Da das nur Geld kostet, werden wegen der Ersparnis einfach alle Videos mit Nacktszenen gestrichen. Das hat nichts mit der FCC zu tun)

Nach den alten Regeln der FCC würde folgendes Foto vermutlich „geschnitten“, zumal die abgelichtete Frau nicht mehr ganz jung ist :


(3) Dame Helen Mirren



Helen Mirren ist eine nicht nur in Großbritannien bekannte Schauspielerin. Weit und breit bekannt und geehrt. Das „Dame“ im Titel ist z.B. eine der ihr verliehenen Auszeichnungen. Auch die BN, in der rund 11000 Naturisten aus Großbritannien zusammen geschlossen sind, hat ihr im Jahre 2004 den Titel „Naturist of the Year“ verliehen.

Zuvor hatte schon Nicky Hoffman („The Natursits Society“) sie für ihren Werbung für sozialverträgliche Nacktheit gelobt.

Bei so viel Lob will ich nicht nachstehen und zitiere einfach die Stellungsname der BN:

Britisch Naturism BN hat folgendes geschrieben::
Naturism in this country is thriving and there are hundreds of thousands of UK people enjoying naturist beaches, clubs, swims and resorts, both here and abroad and yet it is often portrayed as an eccentric activity pursued by a tiny minority. So, when one of Britain’s best loved and successful actresses is happy to talk openly about her love of naturism, it helps our cause no end. I am delighted that we have been able to say thanks, by making this award.

worauf Dame Hellen Mirren sich bedankte mit den Worten:

Dame Hellen Mirren hat folgendes geschrieben::
Many thanks to British Naturism for this great honour. I do believe in naturism and am my happiest on a nude beach with people of all ages and races!

Es ist wichtig, das sich befreite Menschen als befreit zu erkennen geben, denn nur so können sie als Vorbild dienen. Von der Befreiung soll jetzt im nächsten Unterpunkt die Rede sein – auch weil daraus „europäische“ Überlegungen für das bereits begonnene und die darauf folgenden Jahre folgen. Dazu aber später mehr.


(4) Befreiung

Es ist nicht ganz leicht, Befreiung – hier die nackte Befreiung – im Bild darzustellen. Denn dabei geht es natürlich auch immer darum, für Befreiung zu werben :



Das Bild ist bei einer Veranstaltung entstanden, die man hierzulande irgendwo zwischen „Demo“, „Kirmes“, „Sportveranstaltung“ und „Volksfest“ anordnen würde.

Ungefähr: „politischer Anspruch trifft Lebensfreude“

Aber betrachten wir das Bild etwas genauer:
Man sieht beiden Personen ihre Freude an.
Es ist durchaus vorstellbar das diese Freude übertragen wird.

Aber obwohl die junge Frau ihre Arme leicht nach vorne gebeugt hat und keine Stöckelschuhe trägt (und damit nicht mehr mit den käuflichen aus dem Bereich „nude in public“ verwechselt werden wird) und obwohl der junge Mann einen ordentlichen Wanderschritt zu haben scheint, kann das Bild der Befreiung „blendend“ auf den Betrachter wirken.

„Blendend“ in dem Sinne, das hier eine für ihn vielleicht undenkbare Situation dargestellt wird:

Freiheit – die ihm (oder ihr) zu weit entfernt sein mag. So weit, dass sie – aus subjektiver Sicht - unerreichbar erscheinen muss.

Vielleicht ist es nicht klug, den scheinbar unerreichbaren Endzustand so deutlich als Ziel zu markieren. Vielleicht ist eine Werbung, die die „kleinen Stufen“ nutzt, erfolgreicher.

Vermutlich brauchen wir auf unterschiedliche (nicht gleiche) Menschen spezifisch abgestimmte Werbung.

Die zu vermittelnde Botschaft ist aber immer die gleiche:

„Wir können dir nicht versprechen, dass es für dich ein Gewinn ist, wenn du auf Kleidung verzichtest, aber wir wissen mit Sicherheit, dass du dies nie herausfinden wirst, wenn du es nicht versucht hast“

Jetzt habe ich noch eine gute Minute Zeit. Das recht mir für ein Beispiel zur „Werbung für FKK mit keinen Stufen“. Es stammt vom letzten Samstag bzw. vom letzten Sonntag.

FKK - mit ebenerdigem Zugang.

Oder – wie sie hier sagen – mit „barrierefreiem“ Zugang.
Das nehmen ich jetzt als Titel.


(5) FKK - mit barrierefreiem Zugang

Nelson ist eine kleine Stadt in Neuseeland, und zugleich „Oberzentrum“ einer immer noch kleinen Verwaltungseinheit. Dort ist Ernest Rutherford, einer der frühen Väter der modernen Physik geboren. („Rutherford-Atommodel“ – sicherlich schon einmal in der Schule gehört)

Man braucht Nelson aber nicht zu kennen.

Hier taucht Nelson nur deshalb auf, weil mit vorgestrigem Datum eines der dortigen FKK-Vereine vielleicht auch etwas „Geschichte geschrieben“ hat.

Na gut – das mit „Geschichte schreiben“ ist natürlich ein wenig übertrieben – aber als leuchtendes Beispiel kann es schon dienen.

Mit der Überschrift „Naturists find freedom at Nelson club“ veröffentlichte die dortige „Lokalzeitung“ „The Nelson Mail“ die Geschichte von Jenny Conlon – besser: Die Geschichte von ihrem Weg zur FKK. Es ist eine kurze Geschichte, in der von ihrem Neuanfang in Freiheit geschrieben wird. Das war erst vor 3 Jahren. Heute leben Jenny mit ihrem Mann im Sommer auf dem Gelände des dortigen FKK-Vereins, der dort nun schon rund 40 Jahre existiert.

Jenny fühlt sich wohl.

Das sieht man auch:


http://static2.stuff.co.nz/1294441210/351/4522351.jpg
( rechts: Jenny Colon )

„Regenmacher, das mag so sein – ist aber anderswo ja schließlich auch so. Wo ist nun daran das besondere ?“

Die vorgestrige Veröffentlichung diente auch zur Vorbereitung der gestrigen „offenen Tür“ des FKK-Vereins. Aber das ist auch nicht neu.

Neu ist, dass dieses Mal im „The Nelson Mail“ nicht ein anonymer Vorstand sondern Jenny Conlon zum Tag der offenen Tür einlädt.

Nun ist schon wieder Schluß.

Alle Grüße
michael regenmacher / strothjohann

Etwas verpasst ??
Macht nichts.
Hier geht es zu den vorherigen Streiflichtern:
http://www.fkk-freun.de/viewtopic.php?t=22205
.

Beitrag 10 Januar 2011 17:34 
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holgi
Ehemaliger User










Lieber Michael,

herzlichen Dank für dein neuestes (und natürlich auch für die vorhergehenden) Streiflichter !

Deine Beiträge heben sich angenehm von den Übrigen ab.

Ich war längere Zeit nicht im Forum unterwegs und bin etwas entsetzt, was manche hier für einen Sch... schreiben.

Eigentlich schade, daß diese Störenfriede und Nervensägen hier die Oberhand zu haben scheinen und man dieses Forum nur noch bedingt empfehlen kann.

Aber so ist das wohl nun mal, wenn Menschen mit zuviel Tagesfreizeit mit selbiger dann auch noch nichts anzufangen wissen.
Schade, daß diese User nicht in ihre Schranken verwiesen werden.
Es gibt Foren, in denen geht´s zivilisierter zu.

Nachdenkliche Grüße

Beitrag 11 Januar 2011 16:44 
 
 
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regenmacher



Geschlecht: Geschlecht:männlich
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Anmeldungsdatum: 04.10.2003
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Wohnort: 53498 Bad Breisig


germany.gif

Zitat:
Deine Beiträge heben sich angenehm von den Übrigen ab.

Na ja - hajo ist da ganz anderer Meinung. Wenn es nach ihm ginge, dann müsste ich etwas mehr Sorgfalt an den hellichten Tag legen. Oder "wenigstens so tun, als ob". Mach ich aber nicht.

Aber weshalb ich dieses post aus den Tiefen hervor hole ist folgendes:

Ofensichtlich leben wir wohl in einer schnelllebigen Zeit.

War ein Bild gestern noch „hier“ – so ist es heute schon „dort“.

Da wurde wieder einmal – ohne mein Zutun – etwas „verschoben“, so dass die Links nun ins fast leere Vakuum zeigen. „fast“ - weil es physikalisch kein Vakuum gibt. Jedenfalls kein „leeres“. Aber lassen wir das jetzt.

Statt dessen zwei Links.
Niet und Nagelneu.
Aber Vorsicht: Es ist verderbliche Ware.

Zu Unterpunkt (3):

http://www.i-naked.info/news/heros-of-clothes-freedom/files/page3_blog_entry35-helen-mirren-nude2.jpg

Zu Unterpunkt (4):

http://www.i-naked.info/nude-stories/files/page48_sidebar-fremont_solstice_parade_2007_-_naked_couple_01_2_2.jpg

Was nun ?

Wo ich schon gerade an der Tatstaur sitze - schiebe ich schnell ein neues Streiflicht hinterher. Genau. Das mache ich jetzt.

Beitrag 13 Januar 2011 16:38 
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