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anscheinend kann die Polizei doch willkürlich FKK (und anderes) verbieten!
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  Autor    Thread Dieses Forum ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten. Dieses Thema ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.
Rennmaus



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 13.01.2010
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germany.gif
anscheinend kann die Polizei doch willkürlich FKK (und anderes) verbieten!

Hallo!
Ich war sehr lange nicht mehr hier. Jetzt aber ergibt sich ein heftiger Anlass:


Vorgestern war ein wunderschöner Sonnentag. Es sind wohl die letzten warmen Tage dieses Jahres und daher wollte ich das tun, was mir schon seit Jahren gut tut: Einfach Nichtstun, in der Sonne liegen und die wohlige Wärme auf meiner Haut spüren... und zwar am ganzen Körper. Also unbekleidet!

Also suchte ich mein Lieblingsplätzchen auf einer großen Wiese an einem Waldrand auf. Von diesem Plätzchen aus ist ein an der Wiese entlang laufender öffentlicher Weg allseitig mindestens 100 Meter entfernt, sodass ich keine Spaziergänger durch meine Anwesenheit belästigen kann.

Und gestern geschah, was ich nicht für möglich gehalten hätte:
Eine „Nordic-Walking-Frau” hatte meine Anwesenheit aus über 250 Meter Entfernung (!!!) bemerkt, auf dem Absatz kehrt gemacht und dann per Handy die Polizei angerufen und Anzeige erstattet!

Kurz drauf erschien eine Polizeistreife und erklärte mir, die Frau fühle sich durch mich bedroht und hätte Angst, den Weg zu benutzen.
Ich erklärte in äußerst ruhigem und freundlichen Ton der Polizei die Rechtslage, worauf die Polizisten mir bestätigten, dass ich weder eine Ordnungswidrigkeit noch eine Gesetzesübertretung begangen hätte und von daher nichts zu beanstanden sei. — Aaaaaaber...

Allein schon die Tatsache, dass ich bei der Frau Ängste ausgelöst hätte und ich so eine Bedrohungssituation geschaffen hätte, zeige, dass ich ein Störer der öffentlichen Sicherheit und Ordnung gemäß Polizeigesetz Baden-Württembergs darstelle. Ich müsste doch einsehen, dass -wenn auch unberechtigter Weise (!!!)- alle Männer unter Generalverdacht stehen würden, Gewalt gegen Frauen auszuüben oder potenzielle Sexualtäter zu sein.
Deshalb würde man mir gemäß Polizeigesetz einen Platzverweis erteilen. Wenn ich dem nicht nachkommen würde, entstünde der Sachverhalt der Ordnungswidrigkeit, einer polizeilichen Anordnung nicht Folge zu leisten! Und wenn ich nicht sofort alle Sachen zusammen packen und verschwinden würde, könnten sie das auch als Widerstand gegen die Staatsgewalt auffassen und das würde erst richtig teuer!

Ich war völlig baff, dass die Polizei selbst bestätigt, dass unberechtigter Weise (!!!) alle Männer unter Generalverdacht stünden, nimmt zugleich aber diese Tatsache als Begründung für ihren Platzverweis!

Ich fragte zurück, ob es zuträfe, dass bei dieser Gesetzesauslegung jeder Mensch aufgrund seiner paranoid-ängstlichen Fantasien die Polizei um Schutz und Hilfe anrufen könne und die Polizei dann die paranoide-ängstlichen Fantasien für schutzwürdig halten und deshalb die Rechte anderer Bürger einfach einschränken könne.
Allen Ernstes: Die Polizeibeamten bestätigten mir diesen Sachverhalt!!!

Nun bin ich nicht mehr sicher, wer dringlicher einer psychotherapeutischen Behandlung bedarf, die Polizeibeamten oder eher die sich beklagende Frau!

Jedenfalls habe ich, um die Sonne weiterhin ausnutzen zu können, den Platz brav geräumt und habe mir unter großen Mühen und Zeitverlust in über 2 Kilometer einen anderen Sonnenplatz gefunden. Vom Wohnort liegt der nun über 1 Fahrstunde mit dem Fahrrad entfernt und ist daher kaum zumutbar.

Fest steht, dass ich jetzt gleich erneut auf der Wiese liegen werde!!! Natürlich wieder ohne Klamotten! Ich habe mich über das Polizeigesetz informiert und sehe Folgendes:

Polizeigesetz BW § 1 Allgemeines
(1) Die Polizei hat die Aufgabe, von dem einzelnen und dem Gemeinwesen Gefahren abzuwehren, durch die die öffentliche Sicherheit oder Ordnung bedroht wird, und Störungen der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung zu beseitigen, soweit es im öffentlichen Interesse geboten ist.

Daraus ergibt sich die spannende Frage, wie denn die Begriffe "die öffentliche Sicherheit oder Ordnung" definiert sind. Wenn sie juristisch sicher sein sollen, müssen sie hinreichend bestimmt sein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Öffentliche_Sicherheit
http://de.wikipedia.org/wiki/Öffentliche_Ordnung

Wie man sieht, ist aber genau dies nicht der Fall. Wenn in Deutschland doch jedes Fürzle durch Paragrafen 150%-ig geregelt ist, wieso wird dann dieser so wichtige Punkt in so ganz offensichtlicher Weise vernachlässigt? Die Antwort findet man durch die Frage: Cui bono / Wem nützt das?
Es nützt der Staatsmacht, die durch diese Hintertür fast unbeschränkte Macht erhält!

In der Wikipedia findet man auch den Hinweis, dass in NRW das Polizeigesetz absichtlich um den Zusatz "die öffentliche Sicherheit oder Ordnung" ergänzt worden ist und im Kommentar dazu steht, dass dies geschah, um alle weiteren und auch sehr geringfügigen Störungen, die nicht vom OWIG oder vom StGB definiert sind, ebenfalls "nach pflichtgemäßem Ermessen" der Polizei erfassen und ahnden zu können.

Pflichtgemäßes Ermessen hatten auch die beiden Beamten mir gegenüber angeführt. Und weil die Störung (durch meine Nacktheit) sofort beseitigt werden musste (nach deren Einschätzung) gab es eben den Platzverweis, dem ich auch sofort Folge leisten musste. Sonst wird eine Ordnungswidrigkeit daraus (Verstoß gegen einen ausgesprochenen Platzverweis = bis 5.000 Euro).

In dieser Detailtiefe einer spitzfindigen juristischen Argumentation habe ich die rechtliche Seite hier im Forum noch nicht gefunden. Deshalb erlaube ich mir, diesen langen Beitrag zu schreiben.

Nach viel Pech in meinem leben habe ich keine finanziellen Mittel für Urlaub und Reisen, besitze kein Auto und nur ein altes klappriges Fahrrad. Da ist mir die nackte Erholung und Freude am eigenen Körper in der Natur natürlich zig mal so wichtig! Ich lasse mir meinen Freizeitspaß und meine Erholung nicht stehlen, schon gar nicht durch übersensible Frauen, die die Bequemlichkeit, dass sie sich keine therapeutische Hilfe nehmen, zu Lasten von Männern ausleben.

Dass die von mir geschilderte Situation, die Reaktion der Frau und der Beamten absurd ist, brauchen wir nicht diskutieren, das halte ich für psychiatrie-reif.
Aber ich bin sehr gespannt, welche Meinungen Ihr zu dieser Auslegung und Anwendung des Polizeigesetzes habt!

Fröhliche Grüße
Rennmaus (männlich)

Beitrag 23 Oktober 2012 04:44 
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Ocean



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Anmeldungsdatum: 20.09.2010
Beiträge: 579
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Das mit dem Platzverweis ist so wie du es selber auch schon rausgefunden hast. Er bedeutet für die Polizei ein Mittel einen Konflikt zu lösen, der eigentlich nicht zu lösen ist, da beide Partien irgendwo Recht haben. Nimms locker, es ist halt so. Es bekommen auch Leute einen Platzverweis für ganz andere Sachen, zb musizieren in der Öffentlichkeit, auch da besteht für niemanden eine Gefahr, aber wenn sich jemand genervt fühlt wird der Musiker halt mit Platzverweis weggeschickt.

Immerhin ist so ein Platzverweis ja völlig folgenlos, das ist doch schonmal besser als wenn einem eine OWig angedichtet wird, oder ?

Gibts bei euch keinen See oder Fluß mit FKK Wiese ?
An Gewässern wird das in der Regel deutlich eher akzeptiert als auf freiem Feld.

Beitrag 23 Oktober 2012 09:11 
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Klaus_59



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Beiträge: 5424



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Re: anscheinend kann die Polizei doch willkürlich FKK (und anderes) verbieten!

Rennmaus hat folgendes geschrieben::
Nun bin ich nicht mehr sicher, wer dringlicher einer psychotherapeutischen Behandlung bedarf, die Polizeibeamten oder eher die sich beklagende Frau!

Beide, würde ich sagen.

Wenn es wirklich 250 Meter waren, dann rate ich zu folgendem:
Besorge dir einen Hautfarbenen Slip oder Badehose. Falls sich diese Situation wiederholen sollte, dann bitte die Polizei, aus dieser Entfernung noch einmal zu schauen und zweifelsfrei zu erkennen, wann du das Teil an hast und wann nicht. Wenn du auf der Wiese liegst, wird das nicht möglich sein.
Wahrscheinlich werden sie sich aber auf dieses Spielchen nicht einlassen ...

Die Frage ist, was wäre geschehen, wenn du bekleidet gewesen wärst, dazu einen Wikingerhelm mit Hörnern getragen hättest und sich die Frau davon bedroht gefühlt und die Polizei gerufen hätte. Mit gleicher Begründung hätten sie dir auch dann einen Platzverweis erteilen können. Deshalb ist dieser Verweis nicht zu dulden und ich würde Beschwerde einlegen. Und wenn ich ganz krass drauf wäre, würde ich die Frau oder die Polizei (Anwalt befragen) auf Schadenersatz verklagen, ähnlich dem Ersatz, den man für entgangene Urlaubsfreuden einklagen kann, denn dir wurde schließlich der Tag versaut. Falls du eine Rechtschutzversicherung hast und dir die Sache wichtig genug ist, dann geh doch mal zum Anwalt.

Beitrag 23 Oktober 2012 10:11 
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20°C
Ehemaliger User










grundsätzlich würde ich sehr davon abraten, einem platzverweis nicht folge zu leisten. da man so gut wie immer mindestens zwei beamten gegenüber steht, und beamten per se eine hohe glaubwürdigkeit in ihren aussagen besitzen, läuft man sehr schnell gefahr, letztendlich tatsächlich mit dem vorwurf eines starfbaren "widerstands" konfrontiert zu sein

Beitrag 23 Oktober 2012 12:44 
 
 
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Oscar



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Beiträge: 4331
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Beitrag 23 Oktober 2012 13:36 
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Mittelbayer*1980



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Anmeldungsdatum: 12.10.2012
Beiträge: 19
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Schon ein starkes Stück. Das mit dem Generalverdacht gegen alle Männer bringt mich echt auf die Palme. Fehlt nur noch "Kinderschänder bis das Gegenteil bewiesen ist".
Mein erster Gedanke war Gegenstrafantrag stellen wegen Verleumdung und übler Nachrede. Bringt natürlich nix, aber die Beamten haben wenigstens ordentlich Arbeit und überlegen sich vielleicht nächstes Mal besser ob sie deswegen ihre Befugnisse derart ausreizen.

Hier was ähnliches bei mir um die Ecke:
http://www.polizei.bayern.de/oberpfalz/news/presse/aktuell/index.html/166282

Sogar mit sofortiger Tatortbereichsfahndung nur weil einer nackt im Wald joggt. (nicht ich)

Beitrag 23 Oktober 2012 14:12 
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Ocean



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Anmeldungsdatum: 20.09.2010
Beiträge: 579
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blank.gif

Naja, Nackt mit Sturmhaube ? icon_eek.gif

Da würde ich auch die Polizei rufen icon_wink.gif

Bevor jetzt wieder auf mich eingedroscchen wird, nein würde ich nicht, DAS war jetzt ein Scherz. Erkennbar am Smiley. icon_mrgreen.gif

Aber bevor ihr weiter auf die Polizei eindrescht, was sollen die denn machen ? Das ist deren Job.
Jemand beschwert sich über einen anderen, weil dem etwas an dem was der andere da so tut nicht passt.
Ob der nun nackt in einer Wiese liegt oder Tuba spielt ist da für den Polizisten egal, er muß die Kuh vom Eis kriegen.

Was soll er anderes machen als den Nackten bitten sich etwas anzuziehen oder eben wegzuschicken ?
Er könnte natürlich auch der Walkerin einen Platzverweis erteilen, aber ich denke da würde es ziemlich sicher eine Dienstaufsichtsbeschwerde nach sich ziehen
incl. schlechter Presse. Die Walkerin hat in diesem Fall die bessere Lobby. Wenn die Frau aussagt das sie sich bedroht fühlt, muß der Polizist das leider so hinnehmen.
Da er aber nicht zweifelsfrei das Gegenteil beweisen kann und sich vermutlich auch nicht die Mühe machen würde, bleibt nur der Platzverweis.
Übrigens sind das idR nur 150 Meter wenn ich mich recht erinnere, du hättest also theoretisch auf dem Acker gleich daneben wieder blank ziehen können.

Und das mit dem Generalverdacht ist doch schon jeher so, Exhibitionisten sind ja auch per Gesetz immer männlich,
dabei suggeriert mir das Intenet das sich viel mehr Frauen in der Öffentlichkeit entblössen um dabei einen sexuellen Kick zu bekommen (oder einfach nur Geld).

Beitrag 23 Oktober 2012 15:02 
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Klaus_59



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Beiträge: 5424



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Ocean hat folgendes geschrieben::
Ob der nun nackt in einer Wiese liegt oder Tuba spielt ist da für den Polizisten egal, er muß die Kuh vom Eis kriegen.

Nein, muss er eben nicht. Er kann die Situation beurteilen und entscheiden, ob die Reaktion der Frau berechtigt war. Bei einem Abstand von 250m kann und sollte der Polizist sehr wohl anders entscheiden.

Beitrag 23 Oktober 2012 15:39 
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Rennmaus



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Anmeldungsdatum: 13.01.2010
Beiträge: 25
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Hi!
Sooo abwegig war also die Frage in dem Thread:
http://www.fkk-freun.de/viewtopic.php?t=26740
nicht, denn es ging darum, wie das Recht in Deutschland geändert werden müsste, damit man (ohne andere objektiv gesehen wirklich zu belästigen), ohne Angst vor Konsequenzen seinem nackten Naturaufenthalt nachgehen kann.

Hierzu bedarf es wohl der juristisch scharf umgrenzten Definition der Begrifflichkeiten »öffentliche Sicherheit und Ordnung«.

Leider hat das Bundesverfassungsgericht im sogenannten Brokdorf-Urteil (allerdings mit ganz anderem Hintergrund) auch diese Frage zumindest betr. der öffentlichen Ordnung geklärt:
Das Bundesverfassungsgericht versteht unter öffentlicher Ordnung die Gesamtheit der ungeschriebenen Regeln, deren Befolgung nach den jeweils herrschenden sozialen und ethischen Anschauungen als unerlässliche Voraussetzung eines geordneten menschlichen Zusammenlebens innerhalb eines bestimmten Gebiets angesehen wird.

Das aber bedeutet mal wieder nichts anderes, als dass mein und Euer Verhalten in der Öffentlichkeit vom kleinsten gemeinsamen Nenner der Durchschnittsmeinung der Bevölkerung bestimmt wird.
Wenn ich nun daran denke, dass in Deutschland ein relativ hoher Anteil von Menschen aus anderen Kulturkreisen und anderen religiösen Vorstellungen lebt, die eine viel strengere Auffassung von störender Nacktheit usw. haben, dann wird mir ganz anders!
Konkret heißt das doch, dass ich eigentlich mein Verhalten zur Volksabstimmung stellen kann und jeder Furzhansel kann mir reinreden und über meine Freiräume verfügen!!!

Verschärft wird die Situation durch die sensationsgeile Presse, die ja an der Herausbildung der „Mehrheitsmeinung” stets aktiv beteiligt ist:
Dem Schwarzwälder Boten und einem seiner Journalisten haben wir es schließlich zu „verdanken”, dass an den Riedseen bei Pfohren nicht mehr nackt gebadet werden darf (außer in dem gammeligen kleinen Fischer-See, der aus falsch verstandenem Naturschutzverständnis zunehmend vergammelt und regelmäßig im August „umkippt”).
Ausschlaggebend war ein Video-Interview, dass der Bote mit einer nacktbadenden Frau gedreht hatte und in dem diese Frau sich in unglaubwürdigster Weise darüber beklagte, wie sie ständig von Männern am See belästigt und sexuell angemacht würde (wobei ihr genau diese Äußerungen sichtlich Vergnügen bereitet haben!). Siehe hier:
http://www.youtube.com/watch?v=ZePEZxg9DTU

Ich greife nicht die Polizei an, sondern das Staatswesen bzw. die Regierenden, die derartige Regelungen bewusst wollen, um reibungsloser herrschen zu können — z.B. wie bei Stuttgart 21 usw.

Zahlreiche der unter
http://www.nacktbaden.de/25-0-baden-wuerttemberg.html aufgeführten Gelegenheiten gibt es nicht mehr. (Update nötig!) Ich sehe einen ständig schärfer werdenden Trend, Nacktheit in der Natur zu unterbinden.

Ich habe leider kein Geld für Urlaub usw. und konnte mir in den letzten 32 Jahren meines Lebens nur ein Mal für 10 Tage Lanzarote gönnen, weil ich vergünstigt in den Reisevertrag eines Bekannten einsteigen konnte.
Deshalb bin ich darauf angewiesen, mir auf andere Weise meine Erholung zu verschaffen. Und dies will ich mir nicht nehmen lassen!

Die beiden Polizeibeamten haben mir übrigens gesagt, dass ich ja nun per Platzverweis und Verwarnung informiert sei, dass ich potenziell jeden stören könnte, der mich unbekleidet sehen könne. Folglich müsste ich einen Platz wählen, der so gut wie niemals von anderen Menschen eingesehen werden kann.
So einen Platz gibt es nicht in dieser Gegend! Ich antwortete den Beamten, dass ja auch etliche Waldbesucher quer-Feld-ein unterwegs seine, z.B. zum Pilzesammeln oder um Abkürzungen zu gehen. Darauf antworteten die Beamten, dass ich spätestens jetzt einsehen müsse, dass ich das Nacktsein draußen aufgeben müsse.

Spätestens hier glaube ich, dass die Beamten zu weit mit ihren Ansichten gegangen sind und mich lediglich von weiterem Nacktsein abhalten wollten, damit sie selbst weniger Arbeit mit mir haben.

Die Rennmaus

Beitrag 23 Oktober 2012 15:49 
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Rennmaus



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Anmeldungsdatum: 13.01.2010
Beiträge: 25
Wohnort: VS-TUT-BL


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nackig auf Fahrrad — nur 40km weiter weg von hier...

Da fällt mir ein, wie lokal unterschiedlich es auch zugehen kann:

Im vergangenen Jahr hat es mich gejuckt, auf einer verkehrsruhigen, übersichtlichen Landstraße auf über 15km Länge mehrfach nackt zu radeln. Alle Menschen, die mir begegnet sind, haben es entweder gar nicht bemerkt, oder sie schauten weg. Aber die meisten lachten fröhlich zurück!

An einem Tag wurde mir ganz mulmig: Ich sah zu spät einen unauffällig-auffälligen Wagen am Straßenrand und ein Mann hantierte mit Geräten. Das war der Ordnungsdienst mit einem Blitzgerät zur Geschwindigkeitskontrolle. Zum Ankleiden war es zu spät und so fuhr ich munter drauf los. Was geschah? Wir grüßten uns freundlich und lachten beide, wobei ich noch fragte, ob er mich aufgenommen hätte. Er meinte, ich wäre dafür viel zu langsam gewesen. icon_smile.gif

An zwei anderen Tagen wurde ich einmal mit meiner Fahrtrichtung und einmal entgegen meiner Fahrtrichtung von einem Polizeifahrzeug (gar nicht mal so schnell) überholt. Die müssten eigentlich was gesehen haben! Aber NICHTS passierte! Die fuhren einfach weiter!

Vielleicht ist es ja wirklich so, dass alles gut läuft, so lange sich niemand bei der Polizei beschwert.

Die Rennmaus

Beitrag 23 Oktober 2012 15:59 
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Ocean



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Anmeldungsdatum: 20.09.2010
Beiträge: 579
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Ja du hast Recht, ein klein wenig Einschüchterung spielt da mit.
Evtl. ist der Polizist ja selber ein Nacktenhasser, oder aber er hat einfach keinen Bock auf derlei Anzeigen und versucht dich deswegen in deine eigenen 4 Wände zu verbannen.

Dabei sieht die Gegend bei euch doch nun wirklich sehr ländlich aus, ich kann mir gar nicht vorstellen, daß man da keine Wiese finden sollte wo keiner mal so eben vorbei kommt.
Sowas finde ich ja sogar in Düsseldorf und das ist ne Großstadt.

Beitrag 23 Oktober 2012 16:01 
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Pullover



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Beiträge: 3501
Wohnort: Herne in Westfalen


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Re: anscheinend kann die Polizei doch willkürlich FKK (und anderes) verbieten!

Klaus_59 hat folgendes geschrieben::
... Falls du eine Rechtschutzversicherung hast und dir die Sache wichtig genug ist, dann geh doch mal zum Anwalt.


Hallo Klaus,

nenne mir mal bitte die Rechtsschutzversicherung mit der das gehen soll?

---

Interessant wäre auch mal, wo das denn überhaupt war. Meines Wissens kann der Platzverweis nur im öffentlichen Raum oder eben mit Einverständnis des Eigentümers erteilt werden. Wenn nicht klar ist, wem die Wiese gehört, dürfte auch kein Platzverweis ausgesprochen werden.

Vielleicht weisst du (Rennmaus) ja auch, wem die Wiese gehört, dann frage den Eigentümer, ob du dich da sonnen darfst, Das würde ich mir dann schriftlich geben lassen.

---

Gab es nicht auch mal so etwas, dass wenn man sein Tun vorzeitig bei der Polizei-Dienststelle anmeldet - sich also dort namentlich vorstellt - dass man damit vermeiden kann, dass die Polizei rauskommt?

Schöne Grüsse aus Herne, der Wilhelm.

Beitrag 23 Oktober 2012 16:03 
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Ocean



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Anmeldungsdatum: 20.09.2010
Beiträge: 579
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Re: nackig auf Fahrrad — nur 40km weiter weg von hier...

Rennmaus hat folgendes geschrieben::
Vielleicht ist es ja wirklich so, dass alles gut läuft, so lange sich niemand bei der Polizei beschwert.


Das ist defintiv so. Von Amtswegen kann dir bei dem Thema Nackt in der Öffentlichkeit wie oben beschrieben keiner was, es muß sich halt jemand beschweren. Meißtens beschweren sich genau die, die sich nun wirklich am wenigstens Sorgen machen müßten Opfer sexueller Gewalt zu werden. Wichtigtuer will ich das mal nennen.

Beitrag 23 Oktober 2012 16:11 
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Marko



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Anmeldungsdatum: 27.02.2012
Beiträge: 180
Wohnort: Hamburg


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Re: anscheinend kann die Polizei doch willkürlich FKK (und anderes) verbieten!

Klaus_59 hat folgendes geschrieben::
... Die Frage ist, was wäre geschehen, wenn du bekleidet gewesen wärst, dazu einen Wikingerhelm mit Hörnern getragen hättest und sich die Frau davon bedroht gefühlt und die Polizei gerufen hätte. Mit gleicher Begründung hätten sie dir auch dann einen Platzverweis erteilen können. ...

Die Frage ist, was wäre geschehen, wenn du bekleidet gewesen wärst, dazu dunklere Hautfarbe hättest und sich die Frau davon bedroht gefühlt und die Polizei gerufen hätte. Mit gleicher Begründung hätten sie dir auch dann einen Platzverweis erteilen können.

Ich glaube man sollte darüber garnicht so genau nachdenken, ....

Beitrag 23 Oktober 2012 16:36 
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riedfritz



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Alter:70

Anmeldungsdatum: 17.03.2008
Beiträge: 1760
Wohnort: Rieden


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entgangene Urlaubsfreuden

Klaus59 hat folgendes geschrieben::
Und wenn ich ganz krass drauf wäre, würde ich die Frau oder die Polizei (Anwalt befragen) auf Schadenersatz verklagen, ähnlich dem Ersatz, den man für entgangene Urlaubsfreuden einklagen kann, denn dir wurde schließlich der Tag versaut.


Ich mach mich in die Hose!

Klaus als Rechtsberater!

Wie hoch soll denn der Schaden sein?

Du hast doch gar keinen Rechtsgrund, weil Du keinen Vertrag abgeschlossen hast. Schadenersatz wegen entgangener Urlaubsfreuden kannst Du von einem Reiseveranstalter einklagen, wenn der Urlaub nicht so ist, wie im Prospekt beschrieben.

Hätte der Polizist lieber eine Anzeige aufnehmen sollen?

Genauso wie sich einer nackt auf eine Wiese legen darf, hat ein anderer das Recht, sich gestört zu fühlen, wenn er dort nicht mit nackten Tatsachen rechen muss.


Viele Grüße,

Fritz

Beitrag 23 Oktober 2012 16:54 
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