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Die junge Generation !
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  Autor    Thread Dieses Forum ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten. Dieses Thema ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.
Aria



Geschlecht: Geschlecht:weiblich


Anmeldungsdatum: 24.01.2012
Beiträge: 2986
Wohnort: München


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simoneundwolfgang hat folgendes geschrieben::
Den Zusammenhang zwischen Religion und FKK sehe ich auch nicht.

Wie wir heute leben und uns verhalten wird nach wie vor durch unser christliches Erbe bestimmt, schließlich bestimmte hier die Kirche über anderthalb Jahrtausende, was moralisch vertretbar war und was nicht. Das galt und gilt auch für die, die nichts mit dieser Religion zu tun haben, ja vielleicht ganz anderen Kulturkreisen entstamm(t)en. Konkret: Auch ein bisher vollkommen nackt lebender Indianer aus Brasilien muss sich bei uns in der Öffentlichkeit immer was anziehen, sonst wird er - bei Wiederholung – weggesperrt.

Beitrag 01 Juni 2014 17:41 
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simoneundwolfgang






Anmeldungsdatum: 27.07.2008
Beiträge: 90



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Vor 20 oder 30 Jahren hatten wir das gleiche christliche, durch die beiden Kirchen bestimmte Erbe. Trotzdem war und ist die damalige junge Generation offensichtlich offener gegenüber Nacktheit und FKK.
Gründe für diese Ablehnung der öffentlichen Nacktheit und das peinlich finden eines nach dem Schönheitsideal nicht perfekten Körpers der überwiegenden Mehrheit der heutigen Generation unter 30 hat sicher viele Gründe, aber in diesem Fall ist weder die katholische noch die evangelische Kirche schuld.

Beitrag 01 Juni 2014 18:45 
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Aria



Geschlecht: Geschlecht:weiblich


Anmeldungsdatum: 24.01.2012
Beiträge: 2986
Wohnort: München


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simoneundwolfgang hat folgendes geschrieben::
Vor 20 oder 30 Jahren hatten wir das gleiche christliche, durch die beiden Kirchen bestimmte Erbe. Trotzdem war und ist die damalige junge Generation offensichtlich offener gegenüber Nacktheit und FKK.

Das war damals eine Ausnahme - und eine besondere Situation: Die junge Generation aufbegehrte vor 40 und mehr Jahren (und nicht vor 20 oder 30 Jahren, wie Du schreibst) generell gegen alles, was ihre Eltern für gut hielten – also auch gegen den Zwang, bekleidet zu baden. Ähnlich war es auch in den Anfängen der FKK-Bewegung: Die Prüderie des viktorianischen Zeitalter war damals einfach nicht mehr zu ertragen gewesen.

Eine Lockerung der Sitten gab es auch im 17ten und 18ten Jahrhundert: Mit der Libertinage und der Aufklärung ging auch die Macht der Kirche zurück – Säkularisation war dann nur eine Folge des befreiten Denkens. Zu dem Begriff Freigeist schreibt die Wikipedia: „Freigeist (eine Lehnübersetzung von franz. esprit libre[1]) ist eine im 18. Jahrhundert vor allem in der deutschsprachigen Literatur und Publizistik verbreitete Bezeichnung für Vertreter einer Haltung, nach der das Denken nicht von den traditionellen Sitten oder von den durch die offizielle Religion begründeten Moralnormen und Denkverboten beschränkt werden dürfe.“

Die heutige junge Generation begehrt nicht auf: Sie ist angepasst wie viele, viele Generationen vor ihnen.

Beitrag 01 Juni 2014 20:13 
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Liu Ling
Ehemaliger User










Die Diskussion, ob die weitverbreitete Körperscham mit Religion zu tun oder nicht, hat führt meines Erachtens ins Leere. Das ganze ist im Endeffekt eine Frage der Kultur, ob nun religiös unterfüttert oder nicht.

Kulturell konservative Menschen tendieren (aber bei weitem nicht notwendigerweise) dazu, religiös zu sein; Religiöse tendieren dazu (aber nicht notwendigerweise) kulturell eher konservativ zu sein. Das bedeutet aber nicht, daß das eine das andere bedingt.

Aus den christlichen Ursprüngen (Bibel) eine grundsätzliche Nacktfeindlichkeit abzuleiten, scheint mir schwierig. Nicht so aus der europäischen kulturellen Praxis (die dann freilich oft mit dem „Christentum“ gleichgesetzt wurde und auch weiterhin wird).

Daß das ganze nicht nur an „der Religion“ liegt, sieht man doch schon, betrachtet man einmal andere Kulturkreise.
In Indien gibt es wohl einige Bereiche „legitimierter“ ritueller Nacktheit, der Allgemeinbürger ist aber sicherlich um ein vielfaches prüder als der Durchschnitt hierzulande.

Gut, vielleicht der Hinduismus, mag man einwenden. Schaut man aber weiter nach China, so ist von einer einheitlichen, gesellschaftsübergreifenden Religion wenig zu sehen. Und die vorhandenen Religionen haben zum Thema Bekleidung und Nacktheit wenig zu sagen. Daß der nackte Körper dennoch stärker als bei uns tabuisiert ist, erwächst aus einer weitgehend säkularen Kulturtradition, die man heute gerne als „Konfuzianismus“ bezeichnet (obwohl sie mit dem Namensgeber relativ wenig gemein hat).

Beitrag 03 Juni 2014 01:23 
 
 
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skyfire



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:43

Anmeldungsdatum: 12.04.2009
Beiträge: 1073
Wohnort: Tief im Westen


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Abgesehen davon, Aria - Europa war christlich? Unfug, das sind genauso "Zugereiste" wie sämtliche andere Monotheisten.

Und - wenn man mal nachschaut, findet man auch Vertreter zB der christlichen Kirche, die durchaus der Nacktheit etwas positives abgewinen konnten, insbesondere der Gesundheitsaspekt spielt da eine Rolle (Man denke da zB an Sebastian Kneipp - der auch das Luftbad als der Gesundheit sehr förderlich nannte).

Ich denke, das "problem" daß gerade Jugendliche mit FKK haben, entsteht eher durch die Medien und die "Amerikanisierung" der Gesellschaft. Die Medien präsentieren ein kaum oder auch nie zu erreichendes "idealbild", was leider von der "Generation Y" agenommen wird. Die bekommen dann suggeriert, daß alles, was diesem Idealbild nicht entspricht, auch nicht "präsentiert" werden sollte, denn so empfinden sie das. Sie sind also nur durch ihre textilen Statussymbole (Markenklamotten?) so "selbstbewußt", sind diese weg, sind sie unsicher.
Bei Mädchen kommt noch dazu, daß sie nicht von irgendwelchen unterbelichteten Neandertalern (und erst recht nicht von Geilgreisen) belästigt werden wollen, was aber eben als Problem immer "im Raum" (bzw am Strand oder wo auch immer) steht. Im "Verein" finden sich vor allem dicke, alte Männer. Das entspricht ja nun so gar nicht dem "Wunschbild" der "schlanken jungen Frauen", die man (egal ob männlich oder weiblich) doch bitte sehen möchte. Die hier ggf notwendige "mir doch egal" Einstellung kommt eben erst jenseits der 30, bei vielen vielleicht noch später.

Beitrag 03 Juni 2014 07:11 
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Nackidei



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 31.07.2009
Beiträge: 2346
Wohnort: Außerhalb eines FKK-Geheges (Freigänger)


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Ich sehe die Ursache für die zunehmende Nacktfeindlichkeit in unserer Gesellschaft, hier speziell bei der jungen Generation, auch nicht bei der Kirche. Dem widerspricht schon allein die zunehmende Abwendung der Bevölkerung von der evangelischen und katholischen Kirche bei gleichzeitig zunehmender Verhüllung.
Nein, ich sehe als Grund für diese Entwicklung die derzeitige nacktfeindliche Erziehung in unserer Gesellschaft. Jeder Kindergarten, der sich mit einem „modernen“ Erziehungsstil brüstet und um die Gunst der Eltern mit ihren Zwergen wirbt, betreibt bereits bei den Allerkleinsten, kaum dass sie dem Windelalter entwachsen sind, eine massive Gehirnwäsche in Bezug auf mögliche sexuelle Übergriffe von Seiten irgendwelcher Männer auf Spielplätzen, Parkanlagen, Schwimmbädern oder im häuslich-familiären Bereich. Dahinter steht der Gedanke, Kinder frühzeitig erkennen zu lassen, wenn es Männern darum geht, sie in irgendeiner Form sexuell anzugehen. Kinder sollen lernen, nein sagen zu können, wenn beispielsweise der liebe Onkel aus der Nachbarschaft ihnen seine Kaninchen zeigen oder ein fremder Mann sie mit dem Auto nach Hause fahren möchte.
Da nun die Erzieher/innen mit dieser Aufklärungsarbeit nicht selten überfordert sind werden für diesen Zweck professionelle Institutionen um Hilfe gebeten, die sich u.a. diese Aufklärungsarbeit auf die Fahne geschrieben haben. Das sind dann meist Vereine wie Wildwasser, Zartbitter, Dunkelziffer und andere. Und natürlich sind das grundsätzlich Frauen, die den Kindern das Feindbild vermitteln.
Nur nebenbei: Ein solch mir sehr gut bekannter gemeinnütziger Verein beschäftigt sieben fest angestellte Frauen, von denen nicht eine verheiratet ist. Soviel ich weiß, sind zwei von ihnen geschieden.
Interessant bei der Aufklärungsarbeit und „Starkmachung“ der Kinder ist die Tatsache, dass dabei insbesondere männliche Nacktheit stets im Fokus steht und den Kindern als etwas vollkommen Negatives suggeriert wird. Nacktheit bei Erwachsenen ist so etwas wie das Erkennungsmerkmal eines pädophil veranlagten Menschen. Wer sich einmal das Bildmaterial dieser schwadronierenden „Männerhasser“ angeschaut hat weiß, was ich meine.
Diese Form der „Aufklärungsarbeit“ wird an den Grundschulen konsequent weitergeführt. Kinder lernen so über Jahre und verinnerlichen, dass Nacktheit etwas Unanständiges, Böses ist. Dies geht so weit, dass selbst Kinder im Grundschulalter nicht mehr bereit sind, eine Badehose in Slipform zu tragen, weil sich da ja die Genitalien abzeichnen. Das ist natürlich unanständig. Also muss Muttern ihrem Zwerg eine weite Bermuda-Schlabbershorts besorgen, die den jungen Mann quasi geschlechtslos erscheinen lässt.

Frage: Wie sollen diese, seit ihrem dritten Lebensjahr derart erzogene Kinder in ihrem späteren Leben zum FKK finden oder Nacktheit als etwas Natürliches empfinden? Ist es da nicht nur natürlich, dass die junge Generation, um die es in diesem Thread ja geht, von FKK nichts mehr wissen will (bis auf Ausnahmen natürlich)?
Vielleicht versteht es jetzt der eine oder andere, wenn ich mich nur darüber lustig machen kann, wenn über die Möglichkeit von nacktem Schulschimmen oder sogar nacktem Schulunterricht in diesem Forum ernsthaft diskutiert wird bzw. wurde. Ich denke, dass da ganz anders angesetzt werden muss. Wir Menschen neigen alle zum Übertreiben. Die Form der derzeitigen männerfeindlichen Aufklärung in Kindergärten und Schulen finde ich zum Kotzen. Die revolutionäre Forderung nach nacktem Schulschwimmen, Schulsport oder Unterricht aber auch, da kontraproduktiv.

Eule hat folgendes geschrieben::

Es werden über die Nacktheit verschiedene Botschaften übermittelt und diese Jugendlichen müssen noch lernen, diese unterschiedliche Botschaften zu erkennen und zu bewerten.

Es ist aber sehr schwierig für Jugendliche, die seit ihrer frühesten Kindheit von öffentlichen Institutionen derartig nacktfeindlich erzogen und ihnen das Bild des nackten Pädophilen vermittelt wurde diese „Botschaften“ richtig zu erkennen und zu bewerten bzw. interpretieren.

Beitrag 03 Juni 2014 10:37 
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Klaus_59



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 5424



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Nackidei hat folgendes geschrieben::
... Jugendliche, die seit ihrer frühesten Kindheit von öffentlichen Institutionen derartig nacktfeindlich erzogen und ihnen das Bild des nackten Pädophilen vermittelt wurde ...

Wie, wo und wer erzieht denn nacktfeindlich und wie, wo und durch wen wird denn das Bild des nackten Pädophilen vermittelt? Oder ist das nur Stammtischwissen?

Beitrag 03 Juni 2014 16:17 
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Uli1



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Anmeldungsdatum: 27.07.2012
Beiträge: 17
Wohnort: NRW


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Eigenartig: Wenn ich mal unterwegs bin, besuche ich auch gerne Bäder mit Saunaanlagen. Es scheint bei Jugendlichen stark regionale Unterschiede zu geben. In vielen Bädern duscht die Mehrheit auch nackt, in anderen wiederum scheint BBadebekleidungspflicht zu bestehen. In einigen sind relativ viele an Nackttagen dabei, in anderen verlassen sie fluchtartig zu Beginn das Bad. In etlichen nutzen sie das Saunaangebot, in anderen sieht man sie nicht in der Sauna. Aber immer örtlich gleich.

Und wir dürfen uns nicht wundern. Da kommen Jugendliche zum ersten Mal in die Sauna. Unsicher, verschämt, ohne genaue Kenntnisse der Verhaltensregeln. Ich habe schon oft erlebt, wie diese aufgrund ddr unter dem andtuch versteckten Badebekleidung von den älteren Stammgästen unfreundlich zurechtgewiesen wurden oder aufgrund ihres nicht richtigen Verhaltens angemotzt wurden. Sie verlassen dann in der Regel ganz schnell die Sauna und kommen nie wieder.

Erklärt man ihnen aber freundlich die Verfahren, das Verhalten, die Gründe, auch ggf. mithilfe des Personals, sieht es schon ganz anders aus.

Beitrag 03 Juni 2014 17:23 
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Nackidei



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 31.07.2009
Beiträge: 2346
Wohnort: Außerhalb eines FKK-Geheges (Freigänger)


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Klaus_59 hat folgendes geschrieben::
Nackidei hat folgendes geschrieben::
... Jugendliche, die seit ihrer frühesten Kindheit von öffentlichen Institutionen derartig nacktfeindlich erzogen und ihnen das Bild des nackten Pädophilen vermittelt wurde ...

Wie, wo und wer erzieht denn nacktfeindlich und wie, wo und durch wen wird denn das Bild des nackten Pädophilen vermittelt? Oder ist das nur Stammtischwissen?

Das ist keinesfalls Stammtischwissen. Ob du es nun glaubst oder nicht, aber ich weiß aus meiner Tätigkeit in der Kinder- und Jugendarbeit, was wie in den Kindergärten läuft. Die Aufklärungsarbeit in Bezug auf mögliche sexuelle Übergriffe Fremder läuft stets nach demselben Schema ab. Zunächst werden die Kinder darüber aufgeklärt, was darf und was nicht, dann werden die möglichen Täter genannt und dann mögliche Abwehrmaßnahmen besprochen. Ja und was sollen nun Kinder tun, wenn ihnen beispielsweise beim Spielen in der Natur ein nackter Mann begegnet?
1. Auf keinen Fall auf ein Gespräch mit ihm einlassen
2. Keinesfalls der Aufforderung folgen, ihn zu begleiten
3. So schnell es irgend geht weglaufen und dabei so laut wie nur irgend möglich schreien und um Hilfe rufen. Das lautstarke Schreien wurde dabei sogar geübt.
Ich habe einmal einer derartigen Aufklärungsreihe in einem Kindergarten beigewohnt und war zutiefst erschrocken, wie hier Männer in Bausch und Bogen als Sexmonster dargestellt wurden, zumindest, wenn sie nackt sind. Ich habe danach mit den beiden Pädagoginnen gesprochen und versucht ihnen darzulegen, dass es auch eine natürliche Nacktheit gibt, von denen sicherlich keine Gefahr für die Kinder ausgeht (Nacktwanderer, FKKler…) und die Kinder hier vollkommen eingleisig zu nacktfeindlichen Menschen erzogen werden. Die beiden Frauen waren geradezu entrüstet darüber, wie ich als Pädagoge eine derartige Meinung vertreten könne. Als ich dann auch noch erwähnte, dass Frauen als mögliche Täter überhaupt nicht genannt wurden und lt. versch. amerikanischer Studien bis zu 40 Prozent aller Sexualdelikte mit Minderjährigen von Frauen ausgehen, war es ganz aus. Ich sei eben ein Mann und könne die Wahrheit nicht akzeptieren. Punktum.
Ich gebe zu, dass es nicht einfach wenn sogar unmöglich ist, Kinder im Kindergartenalter zu vermitteln, ob sie es mit einem möglichen Sexualstraftäter oder einem harmlosen Nacktwanderer zu tun haben. Die zweite Möglichkeit aber völlig auszuschließen und jeden nackten Mann als Sexmonster darzustellen ist schon schlimm. Man stelle sich folgende Situation vor: Ein Mann entledigt sich in einer etwas endlegenden Ecke der Liegewiese eines Schwimmbades seiner nassen Badehose um sich abzutrocknen und anzukleiden. Etwas abseits liegen ein paar Kinder und beobachten das. Da sie ja gerade frisch über solch einen Typ Mann aufgeklärt wurden springen die Kinder laut schreiend auf und rennen hilfesuchend zum Schwimmeister. Keine Minute später ist der arme Kerl von dem Schwimmeister und einigen Männern umringt, die schon ihre Fäuste geballt haben. Da kommt der Mann nun in echte Erklärungsnot. Ein Platzverweis auf Dauer wäre da wohl noch eine milde Strafe.

Beitrag 03 Juni 2014 18:18 
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Klaus_59



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 5424



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Nackidei hat folgendes geschrieben::

1. Auf keinen Fall auf ein Gespräch mit ihm einlassen
2. Keinesfalls der Aufforderung folgen, ihn zu begleiten
3. So schnell es irgend geht weglaufen und dabei so laut wie nur irgend möglich schreien und um Hilfe rufen.

Ich schätze mal es war so, dass 3. als Reaktion auf 1. und 2. zu sehen war und dann wäre das nachvollziehbar. Denk noch mal nach, ob es nicht eher so war. Und falls nicht hättest du vielleicht mal das Jugendamt aufsuchen und das mit denen besprechen sollen. Im Zweifelsfall könnte man sogar auf Unterlassung klagen, denke ich.

Nackidei hat folgendes geschrieben::
Ich gebe zu, dass es nicht einfach wenn sogar unmöglich ist, Kinder im Kindergartenalter zu vermitteln, ob sie es mit einem möglichen Sexualstraftäter oder einem harmlosen Nacktwanderer zu tun haben.

Doch, das ist sogar ganz einfach. Sexualstraftäter sind bei der Kontaktanbahnung NIE nackt. Oder hast du jemals von einem Fall gehört, bei dem das so war? Nacktheit ist deshalb fast schon ein GARANT dafür, dass es kein Sexualstraftäter ist.

Beitrag 03 Juni 2014 19:51 
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Aria



Geschlecht: Geschlecht:weiblich


Anmeldungsdatum: 24.01.2012
Beiträge: 2986
Wohnort: München


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skyfire hat folgendes geschrieben::
Abgesehen davon, Aria - Europa war christlich? Unfug, das sind genauso "Zugereiste" wie sämtliche andere Monotheisten.

Absolut gesehen hast Du recht, aber Du weißt schon, was bzw. welches Europa ich meinte: Sicher nicht das der Neandertaler oder der Kelten, aber bei den Römern sieht es schon anders aus. Und auch da waren die wenigsten „Zugereiste“, sondern die autochthone Bevölkerung, seien es die Gallier, Germanen oder andere, haben die (damals) neue Religion freiwillig übernommen oder mit Feuer und Schwert eingetrichtert bekommen.


skyfire hat folgendes geschrieben::
Ich denke, das "problem" daß gerade Jugendliche mit FKK haben, entsteht eher durch die Medien und die "Amerikanisierung" der Gesellschaft.

Amerikanisierung der Gesellschaft findet bereits seit den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts statt. Und die Medien spielen in diesem Bereich kaum eine Rolle, denn sie sind nur Spiegel der Gesellschaft: Sie verbreiten Trends, die es in der Gesellschaft bereits gibt, täten sie das nicht bzw. schrieben sie dagegen, würden sie mangels Käufer eingehen.


Nackidei hat folgendes geschrieben::
Diese Form der „Aufklärungsarbeit“ wird an den Grundschulen konsequent weitergeführt. Kinder lernen so über Jahre und verinnerlichen, dass Nacktheit etwas Unanständiges, Böses ist. Dies geht so weit, dass selbst Kinder im Grundschulalter nicht mehr bereit sind, eine Badehose in Slipform zu tragen, weil sich da ja die Genitalien abzeichnen.

Das ist natürlich unanständig.

Das ist keine neue Form, wie Du uns hier weiß zu machen versuchst, sonder auch vor 100 Jahren und mehr war Nacktheit etwas Unanständiges und Böses. Dieses Denken war tief in der Gesellschaft verankert und wurde auch weit rigoroser gelebt als jetzt, so dass es gegen Ende des 19ten Jahrhunderts den frei denkenden Menschen zu viel wurde und als Konsequenz daraus Vereine gründeten, auf deren Gelände ganz nackt gelebt werden konnte. So entstand die FKK-Bewegung.


Nackidei hat folgendes geschrieben::
Wie sollen diese, seit ihrem dritten Lebensjahr derart erzogene Kinder in ihrem späteren Leben zum FKK finden oder Nacktheit als etwas Natürliches empfinden?

Die Antwort darauf ist einfach: Sie können zur FKK finden wie die Pioniere der FKK-Bewegung bzw. deren Wiederbeleber in den 50er und 60er Jahren, die ebenso nacktfeindlich erzogen wurden wie angeblich die heutige Jugend.

Beitrag 03 Juni 2014 20:21 
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slash



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:22

Anmeldungsdatum: 07.03.2014
Beiträge: 16



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Also das heute von den jüngeren Generationen noch viele bewusst etwas machen bzw. nicht machen, weil es die Kirche predigt glaub ich nicht. Die meisten machen Sachen eher, weil sie so aufgewachsen sind / erzogen wurden bzw. es halt in der Gesellschaft normal ist. Da mag zwar ursprünglich noch vieles von der Kirche herrühren aber bewusst wegen der Kirche / dem Glauben denk ich nicht. Das mag vielleicht bei Muslimen so sein, und einigen wenigen wirklich gläubigen Christen. Die meisten Kinder werden aber schon nicht mehr so gläubig erzogen und die etwas ältere Generation hat sich vielleicht als Kind noch an das ein oder andere gehalten aber pfeift mittlerweile auf die Kirche. Ich will nicht wissen, wie viele überhaupt nur noch in der Kirche drinne sind, weil sie mal kirchlich romantisch heiraten wollen.

Die meisten rennen halt als Kinder vielleicht noch ab und zu nackig rum, aber ab der Pubertät ist es den meisten zu peinlich und danach ändert sich das auch nicht mehr extrem. Ich musste mich auch erst mal langsam drann gewöhnen.

Beitrag 03 Juni 2014 21:05 
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Liu Ling
Ehemaliger User










Aria hat folgendes geschrieben::
Amerikanisierung der Gesellschaft findet bereits seit den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts statt. Und die Medien spielen in diesem Bereich kaum eine Rolle, denn sie sind nur Spiegel der Gesellschaft: Sie verbreiten Trends, die es in der Gesellschaft bereits gibt, täten sie das nicht bzw. schrieben sie dagegen, würden sie mangels Käufer eingehen.


Das stimmt. Ich möchte nur zu Bedenken geben, daß in den USA selbst ab den späten 70ern eine konservative Wende einsetzte (und hoffentlich allmählich endet), die etwas zeitversetzt eben auch bei uns einlief. Zudem kommt die amerikanische Kultur heute auf mehr Wegen und viel direkter bei uns an als noch vor 40 oder 50 Jahren - eben auch durch die Medien.
Und letztere mögen zwar nur Trends aufgreifen, die schon vorhanden sind, als Verstärker dienen sie aber allemal.

Beitrag 04 Juni 2014 00:03 
 
 
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Eule



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:71

Anmeldungsdatum: 08.07.2009
Beiträge: 1711
Wohnort: Wegberg


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@ Aria
Zitat:
Die melden sich immer, wenn die religiöse Erziehung und die daraus abstammende Moralvorstellung als möglicher Grund dieser Abstinenz genannt werden.
Der Einfluss der Kirchen auf die Erziehung der heutigen Jugend muss als äußerst gering bezeichnet werden. Dieses Argument, dass die religiöse Erziehung maßgeblich an einer körperfeindlichen Erziehung beteiligt sei, klingt zwar einleuchtend und nachvollziehbar. Ist jedoch auf die heutigen Verhältnisse nicht mehr zutreffend.

@ simoneundwolfgang
Die bürgerliche Moral wird nicht von den Kirchen gesteuert. Vielmehr ist es so, dass die Kirche die bürgerliche Moral verspätet übernommen hat. Die Wellenbewegung von mehr zu weniger Freizügigkeit wird in der Tat außerhalb der Kirchen und der kirchlichen Einflusssphären gebildet. Der Begriff der Nacktheit wird häufiger außerhalb der Frage Kleidung ja oder nein? genutzt und auch so verstanden. Diese Fremddeutung des Begriffes, also seine Loslösung von der Frage der Umhüllung eines Körpers, ist das wesentliche Problem.

@ Aria
Dein Geschichtsbild von der moralisierenden Kirche setzt erst nach der Aufklärung an. Dir scheinen hier insbesondere die moralischen Apostolate der wilhelminischen Zeit im Vordergrund zu stehen. Wenn du weiter in die Geschichte zurück gehst, dann wirst du ein völlig anderes Bild von der moralisierenden Kirche erhalten. Du wirst dann feststellen, dass es der Kirche immer darauf ankam, die Kleidung richtig zu nutzen. Es ging also nicht um die Nacktheit, sondern um den unmoralischen Umgang mit der Kleidung. Wenn von der Nacktheit gesprochen wird, dann ist stets die unfreiwillige Nacktheit, nämlich das Fehlen der Kleidung aus Armut, Ziel der Betrachtung. Die Nacktheit an sich ist also kein Thema der Kirche. Sie wird erst dann zu einem Thema der Kirche, wenn der Nacktheit eine moralisch verwerfliche Funktion (Pornographie, Unzucht) beigegeben wird.

@ Liu Ling
Deinen Beitrag finde ich toll. Nur deine Einschränkung im Hinduismus kann ich so nicht verstehen. Nach meinem Wissen wird in der hinduistischen Mythologie der Liebesakt nicht nur als ein Zeugungsakt für ein neues Leben angesehen, sondern auch als ein Zeugungsakt der Weltschöpfung durch die Götter. Dieses wird durch einen mittelalterlichen Tempel in Indien belegt, der voller Abbildungen des geschlechtlichen Verkehrs zwischen Mann und Frau ist und von uns erst mal als reine Pornographie empfunden wird. Hier geht es also nicht mehr nur um die Nacktheit, also das So-Sein des Menschen ohne Umhüllung, sondern um die sexuelle Vereinigung von Frau und Mann als einen religiösen Dienst.

@ Nackidei
Zitat:
Es ist aber sehr schwierig für Jugendliche, die seit ihrer frühesten Kindheit von öffentlichen Institutionen derartig nacktfeindlich erzogen und ihnen das Bild des nackten Pädophilen vermittelt wurde diese „Botschaften“ richtig zu erkennen und zu bewerten bzw. interpretieren.
Das ist richtig. Begrenze diese Problemstellung nicht nur auf „nackte Pädophile“. Das Problem ist umfassend.

Beitrag 04 Juni 2014 00:04 
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Aria



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Anmeldungsdatum: 24.01.2012
Beiträge: 2986
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Liu Ling hat folgendes geschrieben::
Zudem kommt die amerikanische Kultur heute auf mehr Wegen und viel direkter bei uns an als noch vor 40 oder 50 Jahren - eben auch durch die Medien.
Und letztere mögen zwar nur Trends aufgreifen, die schon vorhanden sind, als Verstärker dienen sie aber allemal.

Das mit der Verstärkerrolle der Medien, das könnte stimmen, wenn auch: So willenlos sind junge Leute nicht, dass sie jeden Trend mitmachen würden. Aber der Drang nach Veränderungen ist groß. Es steckt anscheinend etwas in Menschen, das danach giert. Das war schon im Mittelalter so, als es noch gar keine Medien im heutigen Sinn gab.

Jedenfalls hat ein Bischof im 13ten oder 14ten Jahrhundert sinngemäß geschrieben (das Buch liegt mir gerade nicht zur Hand), dass er im Laufe seines Lebens so viele Moden hat kommen und gehen sehen, dass man allein mit dem für die Stoffe benötigten Geld in jeder Stadt eine Kathedrale hätte bauen können.

Und in der Tat war der Verbrauch an Wolle, Seide, Brokat und Pelzen so groß, dass zeitweise Verbote ausgesprochen wurden: In England durfte sich nur derjenige mehr als 2 Mal im Jahr neu einkleiden, der ein bestimmtes Einkommen vorweisen konnte. Der Grund war: Man befürchtete Abfluss des Geldes in Länder, aus denen die begehrte und in der Regel sehr teure Ware stammte. Natürlich war diesen Verboten kein Erfolg beschieden.

Übrigens war Paris schon im Mittelalter in Sachen Mode maßgebend. icon_biggrin.gif


Eule hat folgendes geschrieben::
Dein Geschichtsbild von der moralisierenden Kirche setzt erst nach der Aufklärung an. Dir scheinen hier insbesondere die moralischen Apostolate der wilhelminischen Zeit im Vordergrund zu stehen. Wenn du weiter in die Geschichte zurück gehst, dann wirst du ein völlig anderes Bild von der moralisierenden Kirche erhalten. Du wirst dann feststellen, dass es der Kirche immer darauf ankam, die Kleidung richtig zu nutzen. Es ging also nicht um die Nacktheit, sondern um den unmoralischen Umgang mit der Kleidung.
(…)
Die Nacktheit an sich ist also kein Thema der Kirche. Sie wird erst dann zu einem Thema der Kirche, wenn der Nacktheit eine moralisch verwerfliche Funktion (Pornographie, Unzucht) beigegeben wird.

Du irrst hier. Seit der Vertreibung aus dem Paradies wird Nacktheit „an sich“ mit Sünde gleichgesetzt, ja die Nacktheit symbolisiert geradezu die Sünde (natürlich auch die paradisische Unschuld). Und wenn Du an die Geschichte der von Michelangelo gemalten nackten Menschen in der Sixtinischen Kapelle denkst, die ja kaum 20 Jahre nackt sein durften (für mehr als 400 Jahre verschwanden deren Geschlechtsteile unter Übermalungen), so zeigt das eindeutig, wie die katholische Kirche über die Nacktheit in dieser Zeit dachte und teilweise immer noch denkt. Und das mit den Übermalungen war lange vor der Aufklärung.

Beitrag 04 Juni 2014 15:27 
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