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FKK in der DDR - warum so viel aufgegeben?
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  Autor    Thread Dieses Forum ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten. Dieses Thema ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.
Aria



Geschlecht: Geschlecht:weiblich


Anmeldungsdatum: 24.01.2012
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germany.gif

Bummler hat folgendes geschrieben::
Aber dieses:
Zitat:
sondern der Grund war der Staatsbankrott

stellte sich nach genauerer Betrachtung als Propaganda heraus. Diese falsche Behauptung wird vor allem deshalb bemüht, weil es dem wirtschaftlichen und politischen System der BRD nicht gelingt im Osten eine funktionierende Wirtschaft auf dem Niveau des Westens zu installieren. Die Arbeitslosenquoten verharren auf einem hohen Niveau und die Arbeitsproduktivität erreicht die Werte von Westdeutschland nicht annähernd.
Und das trotz enormer Investitionen. Die Infrastruktur in Ostdeutschland dürfte weltweit die Beste sein, Fördermittel sprudeln ohne Ende und trotzdem gibt es wirtschaftlich eine Stagnation.

Wenn das, wie Du sagst, trotz der hohen Investitionen nicht gelingt, dann muss das an etwas Anderem liegen. Hohe Arbeitsproduktivität, das sind moderne Maschinen, gute Organisation, gute Infrastruktur und gut ausgebildete und motivierte Menschen. Da alle anderen Kriterien auch nach Deiner Meinung erfüllt sind, bleiben nur noch die dort arbeitenden Menschen. Die Ausbildung war dort schon vorher gut und ist auch jetzt nicht schlechter geworden, also bleibt nur noch die Motivation als nicht ausreichend zu bezeichnen. Warum dem so ist, das muss ich nicht beantworten, aber Du, Bummler, könntest das, weil Du da lebst und einen besseren Einblick in die Stimmung dort hast.


Bummler hat folgendes geschrieben::
Soso, der gesamte Osten hatte Wirtschaftsprobleme.

Ja, der gesamte frühere Ostblock hatte Wirtschaftsprobleme – und hat sie auch heute noch. Solange die „Brüder“ im Osten die DDR-Produkte gern abnahmen – weil sie westliche Produkte nicht bekommen (z.B. Computer) oder nicht bezahlen konnten -, solange ging es der DDR verhältnismäßig noch gut. Aber als der gesamte Ostblock eine Art von Demokratie bekam, bekam er auch westliche Waren – und wollte sich nicht mehr mit minderwertigen und aufgrund des falschen Umtauschkurses (Mark gegen D-Mark) plötzlich auch viel zu teuer gewordenen Ex-DDR-Waren begnügen. Als Folge brachen die Märkte im Osten weg, den Rest kann man sich denken.

Oder auch nicht. Heute will ja keiner im Osten mehr davon wissen, dass sie unbedingt und sofort die D-Mark zu genau dem Umtauschkurs haben wollten. Jedenfalls wurden die Gehälter am 1. Juli 1990 zum Kurs von 1:1 umgetauscht, was natürlich die dort produzierten Waren auf einen Schlag sehr, sehr teuer machte, die aufgrund dessen keiner mehr kaufte, weder im Inland, noch im Ausland.

Dieser Umtauschkurs 1:1 war ein Werbegeschenk der Kohlregierung, der im Spätherbst auch prompt wiedergewählt wurde, mit überproportional hohem Stimmenanteil im Osten. Es war aber ein Danaergeschenk für uns alle: Die West- wie Ost-Deutschen.


Bummler hat folgendes geschrieben::
Wenn ich mich auch recht erinnere hatte auch Stalin (ganz früher) nichts gegen eine Vereinigung Deutschlands, aber unter der Bedingung der Neutralität. Die wollte Adenauer aber auf gar keinen Fall, er wollte die Westbindung und so nahm das Schicksal seinen Lauf.

Das ist wahr – siehe hier.


Bummler hat folgendes geschrieben::
Und zu einer seriösen Geschichtsaufarbeitung gehört nicht das was schlecht war, sondern das was wirklich war. Und da sehe ich wesentliche Defizite in eurem Geschichtsbild. Leider kommt man auch mit Fakten nicht dagegen an.

Das beruht auf Gegenseitigkeit: Wirklich objektiv ist hier wohl niemand.


Bummler hat folgendes geschrieben::
Letztendlich ist es ja egal, ob der Rückgang der FKK in der DDR Zeitgeist war oder ökonomisch bedingt.

Wenn dem so wäre, hätten wir hier diese seitenlange Diskussion nicht geführt. icon_biggrin.gif

Beitrag 20 August 2014 18:27 
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Tim007



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 29.11.2005
Beiträge: 7783
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germany.gif

Da mag durchaus was dran sein, fkk'ler und Ralf.
Die Republik hat sich geändert, keine Frage.

Worauf ich hinweisen wollte, ist eigentlich nur folgendes:
Der FKK-Rückgang lässt sich mit Sicherheit nicht damit erklären, dass die heimeligen Kleingarten-Verhältnisse in der stolzen DDR durch den knallharten Raubtier-Kapitalismus des Westens überrollt worden sind. Das ist für einige hier nur der plumpe Versuch, das menschenverachtende DDR-Regime schönzureden.

Auch die Freizeit hat eher zu- denn abgenommen. Wie guenni schon erwähnt hatte: die Seen sind nicht leerer geworden. Wobei der FKK-Abschnitt an meinem Lieblingssee in Bremen so voll wie eh und je ist. Bei "schlechtem" Wetter ist dort sogar mehr los als am Textilstrand, was darauf zurückzuführen sein mag, dass FKK-Anhänger oft auch naturverbundener sind.

Ich glaube schon, dass es Modeerscheinungen gibt. Junge Leute wollen es anders machen als ihre Eltern. Das wird immer so sein und ist auch letztlich zu begrüßen. Die Modeindustrie mag ein Wörtchen mitzureden haben, erklärt jedoch nicht den Einbruch.

Trotzdem sehe ich das alles nicht so negativ. Was gut ist, kommt wieder.

Beitrag 20 August 2014 18:32 
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Pan meets Lilith




Alter:81

Anmeldungsdatum: 24.02.2005
Beiträge: 15054
Wohnort: EUdSSR


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"FKK in der DDR - warum so viel aufgegeben?"

Weil es schlichterdings zu viele Dinge gab, die nunmehr einer Mehrzahl Menschen attraktiver erschienen. Die "kleine Freiheit in Nacktheit" wurde durch die "große Freiheit in Konsum" ausgetauscht. Man kann das werten, muss es aber nicht.

Dass der (ehem.) "Westen", mit seinem kapitalistischen System seine Schwäche habe ("Wachstum" als Wirtschaftsdoktrin, auf einem endlichen Planeten) steht außer Frage. Zwar: "Nachhaltig", ressourcenschonend war die "DDR" ebenso nicht im allergeringsten.

Für MICH, als einem "tiefen Westler", war es jedenfalls sehr deutlich zu spüren, dass - bzgl. "unseres" "FKK" im WESTEN der Wendepunkt da war mit dem Mauerfall, als dem Symbol des Endes des "Kalten Krieges". Ich wage die Behauptung: Der Fall der innerdeutschen Mauer war das Ende der GESAMTdeutschen "FKK". Möglicherweise war das "Nacktraumlaufen" eine Idylle, eine ILLUSION von Idylle, einer sehr spezifischen politischen Zeitspanne geschuldet.

@tim:
Zitat:
Auch die Freizeit hat eher zu- denn abgenommen.

Hm, wessen? Auf der einen Seite wirken Menschen, die "von Beruf Privatier" zu sein scheinen. Z.B. die unbezahlbare Horde frühpensionierter Beamter.
Auf der anderen Seite arbeiten andere ohne Pause.
Dritte wiederum, vor allem die sog. alleinerziehenden Mütter, scheinen sich mit "Hartz IV" (Heißt das noch so?) vergleichsweise komod eingerichtet zu haben (Viele Menschen, die vollzeit abhängig arbeiten, des Stolzes gegenüber der Gemeinschaft halber, verdienen weniger).

@aria:
Zitat:
Dieser Umtauschkurs 1:1 war ein Werbegeschenk der Kohlregierung, der im Spätherbst auch prompt wiedergewählt wurde, mit überproportional hohem Stimmenanteil im Osten. Es war aber ein Danaergeschenk für uns alle: Die West- wie Ost-Deutschen.

An dieser Stelle dir, meinerseits, volle Zustimmung.
Wir dürften uns einig sein, dass der (geistig extrem schwache) Kohl ein ebenso wuchtiger Mann an Statur wie grenzdebiler, dabei selbstgefälliger Zwerg im Geiste war. In so einem extraordinären geschichtlichen Ausnahmefall wie dem dt. Mauerfall hätte es gegenüber Thatcher wie - vor allem - gegenüber Mitterand eines erheblich anderen Kalibers an politischer Cleverness bedurft.

Die Hauptschuld der Ossis liegt selbstredend darin, auf solch einen rumpelnden Blender wie den fetten Elefanten Kohl hereingefallen zu sein. Die waren sooo ahnungslos, diese himmelschreienden Naivlinge. Fast zum Reinschlagen, sorry. Dabei hätten sie in ihrer Kleinbürger-Diktatur vierzig Jahre Gelegenheit gehabt, über die Mechanismen der Macht nachzusinnen. Erkennbare Blender hatten sie mit Honnecker und Co. ja genug. Aber offensichtlich hat das nix genützt.

@aria:
Was deine dauernden "Frauenforderungen" betrifft: Die Mehrzahl deiner Geschlechtsgenossen will das nicht. Und ich sag dir auch, warum: Es würde Arbeit machen. Kinderkriegen ist da bei der herrschenden dt. Rechtslage erheblich lebenskomfortabler.

Du weißt ja, wie man eine Prostituierte AUCH nennt?
Frau mit Restanstand. - Andere heiraten.

Beitrag 20 August 2014 21:45 
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Tim007



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Anmeldungsdatum: 29.11.2005
Beiträge: 7783
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Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::

Hm, wessen? Auf der einen Seite wirken Menschen, die "von Beruf Privatier" zu sein scheinen. Z.B. die unbezahlbare Horde frühpensionierter Beamter.


Stört es Dich, dass wir frühestens mit 67 Jahren Rente bekommen werden, während Lehrer mit 60 oder 63 Jahren eine mehr als doppelt so hohe Altersversorgung erhalten, weil ihr Beruf so stressig ist und sie unter Tinnitus leiden?

Verstehe ich nicht ...

Beitrag 20 August 2014 22:14 
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Aria



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Anmeldungsdatum: 24.01.2012
Beiträge: 2986
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Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Für MICH, als einem "tiefen Westler", war es jedenfalls sehr deutlich zu spüren, dass - bzgl. "unseres" "FKK" im WESTEN der Wendepunkt da war mit dem Mauerfall, als dem Symbol des Endes des "Kalten Krieges". Ich wage die Behauptung: Der Fall der innerdeutschen Mauer war das Ende der GESAMTdeutschen "FKK".

Das gerade glaube ich nicht. Das Umdenken begann schon in den 80er Jahren, mit oder bald nach dem Antritt der Kohlregierung. Als eine der ersten Handlungen gab es für das Volk Privatfernsehen frei Haus. Deren unsäglichen Schmuddel-Sex-Sendungen haben mit dazu beigetragen, dass Nacktheit fortan nur noch in diesem Sinn wahrgenommen wird. Solche gesellschaftliche Prozesse laufen langsam ab und sind daher für die Zeitgenossen kaum zu bemerken. Nur wer lange genug lebt, gutes Gedächtnis hat oder sich damit aus Interesse oder professionell beschäftigt, kann das bewusst registrieren.

Auch die steten Verschärfungen der Pornografie-, Jugendschutz- und Medienparagraphen samt den vielen Selbstkontrollen, die sich alle mehr oder weniger mit veröffentlichtem Sex beschäftigen, haben da ihren Anfang genommen. Mittlerweile haben diese Dinge eine solche Eigendynamik entwickelt, dass kaum ein Jahr vergeht, in dem an keiner dieser Schrauben gedreht wird.


Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Die Hauptschuld der Ossis liegt selbstredend darin, auf solch einen rumpelnden Blender wie den fetten Elefanten Kohl hereingefallen zu sein.

Na ja, wenn mir der eine blühende Landschaften verspricht, und der andere 25-jähringen Dornenweg, da fehlt die Wahl jedem leicht. Dabei wusste Oskar Lafontaine, wovon er sprach, schließlich kam sein Land, Saarland, mit 10-jährigen Verspätung zur Bundesrepublik, und hat den Rückstand 25 Jahre danach immer noch nicht aufgeholt.


Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Was deine dauernden "Frauenforderungen" betrifft: Die Mehrzahl deiner Geschlechtsgenossen will das nicht. Und ich sag dir auch, warum: Es würde Arbeit machen. Kinderkriegen ist da bei der herrschenden dt. Rechtslage erheblich lebenskomfortabler.

Wenn Kinderkriegen für Frauen tatsächlich lebenskomfortabler wäre, hätten wir kein Problem mit der Überalterung der Gesellschaft samt der Sorge, wer in Zukunft unsere Renten bezahlen soll. Dass wir derzeit noch einigermaßen über die Runden kommen, haben wir Migranten zu verdanken. Noch, wohlgemerkt.


Tim007 hat folgendes geschrieben::
Stört es Dich, dass wir frühestens mit 67 Jahren Rente bekommen werden, während Lehrer mit 60 oder 63 Jahren eine mehr als doppelt so hohe Altersversorgung erhalten, weil ihr Beruf so stressig ist und sie unter Tinnitus leiden?

Nicht alle Lehrer sind Beamte, Tim. Es gibt für die angestellten Lehrer zunehmend nur Zeitverträge über 11 Monate, damit die Ferienzeit nicht mit bezahlt werden muss. Die Lehrer melden sich dann für diesen einen Monat arbeitslos, obwohl allen Beteiligten klar ist, dass es im neuen Schuljahr wieder einen Vertrag über 11 Monate bekommen werden. Weil sie so eben billiger sind als die mit unbefristeten Verträgen oder gar Beamte.

Beitrag 20 August 2014 23:04 
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natourist



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Beiträge: 120
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Interessant, dass sich das Ausgangsthema in historische Betrachtungen, philosophische, ideologische, hedonistische, persönliche Erkenntnisse aus der eigenen Erlebniswelt und reine Spekulationen ausfächerte. Das hatte ich nie erwartet, ist aber sehr interessant, da sehr viele Zugänge die Thematik befeuern.
Der Rückgang der FKK ist nach bisheriger Auswertung vieler Stellungnahmen ein gesamtdeutsches und nur ein deutsches Thema. Letzteres glaube ich nicht!
Auch haben einige Beiträge Zuversicht angedeutet, dass Nacktheit als eine Facette des Lebens in Freiheit keineswegs auf dem Abstellgleis gelandet ist.
Vielleicht geht der Weg eher in die individuelle Freiheit (zuhause oder mit Freunden) denn in die kollektive Protestbewegung, die einige hier herausdeklinieren.
Auch diesen Rückzug führe ich jedoch nur auf Mitläufertum im Mainstream zurück.
Open Your minds and change the trend!
Regenmacher zeigt, wie andere das machen. Unsere Nacktwanderungen, Naturistenwege und -events zeigen Ansätze in Deutschland und mindestens 20% aller Aktivitäten des Jahres lassen sich nackt bewältigen.
Gar nichts zu suchen haben hier Burka-Ideologien und Mittelalter-Verherrlichungen.
So weit lassen wir uns wohl nicht ausbremsen.
Der Kernbegriff heißt Freiheit. Keine Buxe, um dem Nachbarn zu gefallen, keine Verleugnung, um der Obrigkeit zu imponieren, kein Rückzug, um uns in einer aufgezwungener Gesellschaftsform nicht mehr selbst wider zu erkennen. O.K., keine Verhaltenshinweise!, aber Aufrichtigkeit und Authentizität sind doch anstrebenswerte Ziele.

Natourist

Beitrag 20 August 2014 23:16 
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Pan meets Lilith




Alter:81

Anmeldungsdatum: 24.02.2005
Beiträge: 15054
Wohnort: EUdSSR


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Aria hat folgendes geschrieben::
Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Für MICH, als einem "tiefen Westler", war es jedenfalls sehr deutlich zu spüren, dass - bzgl. "unseres" "FKK" im WESTEN der Wendepunkt da war mit dem Mauerfall, als dem Symbol des Endes des "Kalten Krieges". Ich wage die Behauptung: Der Fall der innerdeutschen Mauer war das Ende der GESAMTdeutschen "FKK".

Das gerade glaube ich nicht. Das Umdenken begann schon in den 80er Jahren, mit oder bald nach dem Antritt der Kohlregierung. Als eine der ersten Handlungen gab es für das Volk Privatfernsehen frei Haus. Deren unsäglichen Schmuddel-Sex-Sendungen haben mit dazu beigetragen, dass Nacktheit fortan nur noch in diesem Sinn wahrgenommen wird.

Jou, und zwar aus "Luxemburg". Einem kleinen Faulenzer-Land, wo schon immer irgendwie Scheiße her kam. Nicht, dass mir die Waldeseinsamkeit an der Prüm oder Our nicht gefiele ...
Okay, du meinst (es wurde schon erwähnt) "Tutti-Frutti". WÄRE das denn aber wenigsten "schmuddelig" geWESEN! Davon abgesehen, dass es keinen SINN ergab - als ich das ein, zweimal gesehen hatte, war ich entsetzt und fasziniert davon, wie man "weibliche Reize" DERART sterilisiert, keimfrei, sakrotiniert darzustellen vermag. Wie wohl schon erwähnt: Es hatte den Charme und den "Geruch" einer Barbie-Puppe. Nämlich: GAR keinen.

Zitat:
Solche gesellschaftliche Prozesse laufen langsam ab und sind daher für die Zeitgenossen kaum zu bemerken. Nur wer lange genug lebt, gutes Gedächtnis hat oder sich damit aus Interesse oder professionell beschäftigt, kann das bewusst registrieren.


Mach dir keine Bange, Aria. Ich kann mich bestens an die damaligen Aktivitäten des werten Herrn Christian Schwarz-Schilling erinnern.


Zitat:
Auch die steten Verschärfungen der Pornografie-, Jugendschutz- und Medienparagraphen samt den vielen Selbstkontrollen, die sich alle mehr oder weniger mit veröffentlichtem Sex beschäftigen, haben da ihren Anfang genommen. Mittlerweile haben diese Dinge eine solche Eigendynamik entwickelt, dass kaum ein Jahr vergeht, in dem an keiner dieser Schrauben gedreht wird.

M.E. war das ein Effekt der "Globalisierung", also des zwangsweise zunehmenden Einflusses externer Kulturen auf unsere (zum damaligen Zeitpunkt) sehr liberale (west-)deutsche Kultur. Der wesentliche Wendepunkt für Deutschland scheint mir bis heute "9/11", also der 11. September 2001. Mit Bush kamen die Evangelikalen an die Schalthebel der Macht (und hatten die Kohle, in Europa zu missionieren). Aus dem Ex-Ostblock kommend fanden sich die Jünger, die eine abgelegte Stalin-Diktatur zu ihrer Gottesdiktatur wandelten. Zum EINEN. In Deutschland gab es zusätzlich den Effekt der Political correctness: Feigheit vor dem (kulturellen) Feind (Säkularkultur versus monotheistische Gotteskultur), dem man sich in fremdscham-haftem "Verständnis" andiente. Säkularpraxis eingeknickt nach BEIDEN Extremismus-Seiten: a) Fundamental-Christen, b) Fundamental-Muslime.

Zitat:

Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Die Hauptschuld der Ossis liegt selbstredend darin, auf solch einen rumpelnden Blender wie den fetten Elefanten Kohl hereingefallen zu sein.

Na ja, wenn mir der eine blühende Landschaften verspricht, und der andere 25-jähringen Dornenweg, da fehlt die Wahl jedem leicht. Dabei wusste Oskar Lafontaine, wovon er sprach ...

Wir sind in diesem Punkt einig, Aria. (Tim möge es mir nachsehen. icon_wink.gif ) Ich sehe den Politiker Oskar Lafontaine differenzierter, seine Stärken - wie seine (von DIR betonten) Schwächen.

Zitat:

Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Was deine dauernden "Frauenforderungen" betrifft: Die Mehrzahl deiner Geschlechtsgenossen will das nicht. Und ich sag dir auch, warum: Es würde Arbeit machen. Kinderkriegen ist da bei der herrschenden dt. Rechtslage erheblich lebenskomfortabler.

Wenn Kinderkriegen für Frauen tatsächlich lebenskomfortabler wäre, hätten wir kein Problem mit der Überalterung der Gesellschaft samt der Sorge, wer in Zukunft unsere Renten bezahlen soll. Dass wir derzeit noch einigermaßen über die Runden kommen, haben wir Migranten zu verdanken. Noch, wohlgemerkt.

Du lenkst ab mit den Migranten, Aria.
Wir sprechen von den Türken, richtig? - Dass es bei DENEN "funktioniert", liegt vor allem daran, dass sie (bewusst) keine "Feminismus-Kultur" verinnerlichten, folglich auch nicht deren Preis zu zahlen haben. Auf sexuelle Libertinage stehen scharfe Strafen. In Deutschland hingegen wurde mit der 76-er Refom des Eherechts m.W. die Schuldfrage in Scheidungssachen abgeschafft. Soziale Kontrolle individuellen sexuellen Verhaltens unterblieb seit diesem Zeitpunkt. Dass die heute gängige "Patchwolk-Family" eine tragfähige Basis für Kinder bilde, ist m.W. noch nicht soziologisch untersucht worden, sondern ausschließlich Gegenstand ideologischer Behauptungen.

Jedenfalls haben wir dank des "Feminismus" lernen dürfen: Die Frauen sind nicht besser als die Männer, von denen es so lange hieß, sie seien "Schweine". Im Gegenteil wird immer deutlicher: MÄNNER sind die Romantiker. FRAUEN - sind die Pragmatiker der Macht.

Zitat:

Tim007 hat folgendes geschrieben::
Stört es Dich, dass wir frühestens mit 67 Jahren Rente bekommen werden, während Lehrer mit 60 oder 63 Jahren eine mehr als doppelt so hohe Altersversorgung erhalten, weil ihr Beruf so stressig ist und sie unter Tinnitus leiden?

Nicht alle Lehrer sind Beamte, Tim. Es gibt für die angestellten Lehrer zunehmend nur Zeitverträge über 11 Monate, damit die Ferienzeit nicht mit bezahlt werden muss. Die Lehrer melden sich dann für diesen einen Monat arbeitslos, obwohl allen Beteiligten klar ist, dass es im neuen Schuljahr wieder einen Vertrag über 11 Monate bekommen werden. Weil sie so eben billiger sind als die mit unbefristeten Verträgen oder gar Beamte.

Gab es denn nicht mal dieses Verbot von "Kettenarbeitsverträgen", von diesem Fliesenleger, diesem ... Riester? War das nicht damals, so 2002 rum, ausgehebelt worden von Arbeitgeberseite, indem eben genau SO vorgegangen wurde: entlassen. Nach einer Weile neueingestellt.

Hoffentlich und möglicherweise hat sich das seit spätestens Bismarck bestehende Beamtenproblem eh bald (im Schulsektor) erledigt, weil den öffentlichen Schulen (politisch gewollt) die Finanzmittel ausgetrocknet wurden, folglich der Trend weiterhin zu den Privatschulen geht. DAS ist zwar mit einem ganz anderen Problem verbunden. Zahlende Eltern sind zahlende KUNDEN. Kunden verprellt man nicht durch schlechte Noten (ihrer Kinder). -> Folge: gute Noten trotz schlechter Leistung. -> Konterkarierung der Wettbewerbsgesellschaft durch eine Pfründen-Gesellschaft.
(Auslese der Schlechtesten für die privilegiertesten Stellungen in der Gesellschaft).

.....

Was ganz ANDERES mal, nebenher:

Hab eigentlich nur ICH den Eindruck, dass dieser August 2014 eher so rüberkommt wie ein handfester (regendichter) November? Eine Spätsommer-Lichtausbeute wie im tiefen Winter. Bin ich der einzige, der da Depri schiebt?
Gäbe es nicht die Finnen als lebenden Gegenbeweis, ich hätte gesagt: Kein WUNDER, dass es kein "FKK" mehr gibt! icon_wink.gif

Beitrag 20 August 2014 23:41 
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Bummler



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Anmeldungsdatum: 05.12.2005
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Aria hat folgendes geschrieben::


Wenn das, wie Du sagst, trotz der hohen Investitionen nicht gelingt, dann muss das an etwas Anderem liegen.
....
Da alle anderen Kriterien auch nach Deiner Meinung erfüllt sind, bleiben nur noch die dort arbeitenden Menschen.
...., also bleibt nur noch die Motivation als nicht ausreichend zu bezeichnen. Warum dem so ist, das muss ich nicht beantworten, aber Du, Bummler, könntest das, weil Du da lebst und einen besseren Einblick in die Stimmung dort hast.



Natürlich weißt Du das. Jeder, der halbwegs etwas auf der Kirsche hat, geht in den Westen. Das ist bei offenen Systemen nun einmal so. Da wo Spitzenleistungen sind, sind die Arbeitsbedingungen attraktiver als da wo keine sind.

Das ist in der Wirtschaft nicht anders als im Fußball. Während Bayern München immer noch die beste deutsche Fußballmannschaft ist, ist Energie Cottbus jetzt in die 3.Liga abgestiegen. Dabei hatten die ja mal gute Fußballer wie z.B. den Nils Petersen. Aber der ist dann zu den Bayern gegangen, auf die Ersatzbank und jetzt bei Werder Bremen.

Wem kann man da etwas vorwerfen?

Zitat:
Heute will ja keiner im Osten mehr davon wissen, dass sie unbedingt und sofort die D-Mark zu genau dem Umtauschkurs haben wollten.


Wir haben echt gedacht, ihr habt das drüber. Natürlich war jedem klar, dass dieser Wechselkurs idiotisch war, aber wenn einem das angeboten wird, dann wäre man ja blöd es nicht anzunehmen. Wobei ein wenig Druck schon dahinter war. Ich erinnere mich an den Slogan: "Kommt die D-Mark nicht zu uns, dann kommen wir zur D-Mark". Also eine ganz unverhüllte Drohung an den Westen.

Klar das Kohl bei der Vorstellung von 15 Millionen Asylantragstellern eingeknickt ist.
Das war gewissermaßen der letzte große Streich der Ossis. Danach gelang kein Coup mehr.


Tim007 hat folgendes geschrieben::
Worauf ich hinweisen wollte, ist eigentlich nur folgendes:
Der FKK-Rückgang lässt sich mit Sicherheit nicht damit erklären, dass die heimeligen Kleingarten-Verhältnisse in der stolzen DDR durch den knallharten Raubtier-Kapitalismus des Westens überrollt worden sind.


Doch, genau damit lässt sich das erklären. Nicht nur, aber auch.

Zitat:
Trotzdem sehe ich das alles nicht so negativ. Was gut ist, kommt wieder.


Naja, da bin ich eher skeptisch. So schön waren die Verhältnisse in der DDR dann doch nicht. icon_lol.gif

Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Die Hauptschuld der Ossis liegt selbstredend darin, auf solch einen rumpelnden Blender wie den fetten Elefanten Kohl hereingefallen zu sein. Die waren sooo ahnungslos, diese himmelschreienden Naivlinge. Fast zum Reinschlagen, sorry. Dabei hätten sie in ihrer Kleinbürger-Diktatur vierzig Jahre Gelegenheit gehabt, über die Mechanismen der Macht nachzusinnen. Erkennbare Blender hatten sie mit Honnecker und Co. ja genug. Aber offensichtlich hat das nix genützt.



Von Schuld würde ich nicht reden. Naiv ist treffend. Und Medien haben nun einmal die Macht den Leuten etwas einzureden. Dazu kamen noch die ganzen Rentner und die Westpakete und die Westbesuche, dann die schönen Dinge die die mitbrachten...
Da erliegt man seinen Emotionen, der Verstand hat dann keine Chance mehr.
Wir sind auch bloß Menschen gewesen. icon_sad.gif

Zitat:
Hab eigentlich nur ICH den Eindruck, dass dieser August 2014 eher so rüberkommt wie ein handfester (regendichter) November? Eine Spätsommer-Lichtausbeute wie im tiefen Winter. Bin ich der einzige, der da Depri schiebt?


Das wäre natürlich auch noch ein Aspekt! Hat denn schon mal jemand geguckt, ob die Wetterveränderung auch einen Anteil am Rückgang der FKK hat?
Das Thema sollte man doch nicht so einengen und andere Aspekte auch mit einbeziehen.
Wenn ich mir die deutsche Wetterkarte gelegentlich so angucke, dann stelle ich fest, dass das Wetter im Osten tatsächlich meist anders ist als im Westen.
Ist das jetzt nur so, oder war das früher auch schon so oder hat sich das gar geändert?
icon_eek.gif

Gruß
Bummler

Beitrag 21 August 2014 09:05 
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Aria



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Anmeldungsdatum: 24.01.2012
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Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Okay, du meinst (es wurde schon erwähnt) "Tutti-Frutti".

Nein, Tuttu-Frutti war harmlos, weil humorvoll. Ich meine viel mehr diverse Sex- und Porno-Filme, die entweder gleich in Soft- und Hardcore-Versionen gedreht bzw. geschnitten oder später von Pornoelemente befreit wurden, um gesendet werden zu können. Das war gleichwohl quotensteigernd, denn es galt Zuschauer von den vermeintlich linken öffentlich-rechtlichen Sendern wegzulocken – Zitat aus einem Brief oder Notiz Stoibers an den damaligen bayrischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß:
Zitat:
"unsere Politik bezüglich RTL-plus war immer darauf ausgerichtet, eine Anbindung von RTL an das konservative Lager zu sichern beziehungsweise ein Abgleiten nach links zu verhindern"

Dazu war Stoiber offenbar jedes Mittel recht (er wollte gar die ARD abschaffen). Gut, später bedauerte er die Entwicklung bei den Privaten, aber die Geister, die er rief, wird er nicht mehr los.


Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
In Deutschland gab es zusätzlich den Effekt der Political correctness: Feigheit vor dem (kulturellen) Feind (Säkularkultur versus monotheistische Gotteskultur), dem man sich in fremdscham-haftem "Verständnis" andiente. Säkularpraxis eingeknickt nach BEIDEN Extremismus-Seiten: a) Fundamental-Christen, b) Fundamental-Muslime.

Ich sehe das nicht so. PC kam aus den USA. Dort ist PC viel stärker präsent als bei uns. Weil dort christlichen Fundamentalisten größeren Einfluss haben als bei uns. PC ist im Grunde: Probleme unter den Teppich kehren. Wenn die Dinge nicht ausgesprochen werden (dürfen), dann sind sie wie nicht vorhanden. Gestern habe ich ein Zitat von Truman gebracht, der unverblümt sagte, was er meinte. Das war zwar in einem Privatbrief geschrieben, aber damals konnte man seinen Rassismus auch öffentlich äußern. Heute dagegen kommt der Rassismus versteckt. Darauf angesprochen gibt er sich unschuldig, so nach dem Motto: Andere sind schuld, dass ich ein Rassist geworden bin.


Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Aria hat folgendes geschrieben::
Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Was deine dauernden "Frauenforderungen" betrifft: Die Mehrzahl deiner Geschlechtsgenossen will das nicht. Und ich sag dir auch, warum: Es würde Arbeit machen. Kinderkriegen ist da bei der herrschenden dt. Rechtslage erheblich lebenskomfortabler.
Wenn Kinderkriegen für Frauen tatsächlich lebenskomfortabler wäre, hätten wir kein Problem mit der Überalterung der Gesellschaft samt der Sorge, wer in Zukunft unsere Renten bezahlen soll. Dass wir derzeit noch einigermaßen über die Runden kommen, haben wir Migranten zu verdanken. Noch, wohlgemerkt.
Du lenkst ab mit den Migranten, Aria.
Wir sprechen von den Türken, richtig? - Dass es bei DENEN "funktioniert", liegt vor allem daran, dass sie (bewusst) keine "Feminismus-Kultur" verinnerlichten, folglich auch nicht deren Preis zu zahlen haben.

Nichts da! Du hast gesagt, dass die Mehrzahl der Frauen in Deutschland nichts mit „Frauenforderungen“ zu tun haben wollen, weil sie das Kinderkriegen bevorzugen. Die Geburtenstatistik zeigt ein anderes Bild – bitte nehme das endlich zu Kenntnis.


Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Dass die heute gängige "Patchwolk-Family" eine tragfähige Basis für Kinder bilde, ist m.W. noch nicht soziologisch untersucht worden, sondern ausschließlich Gegenstand ideologischer Behauptungen.

Patchwolk-Familien hat es schon immer gegeben, nur waren die auf Künstler und reiche Leute beschränkt. Heute ist das auch für Normalverdiener machbar. Kinder brauchen stabile Verhältnisse im Alltag, was bei solchen Familien gegeben ist. Dass da Kinder von mehreren Vätern/Müttern zusammen leben stört die Kinder nicht, sondern nur bestimmte Leute, die meistens von Treue reden, privat sich aber heimlich anders orientieren.


Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
MÄNNER sind die Romantiker. FRAUEN - sind die Pragmatiker der Macht.

Ein wahres Wort von dir. Wenn ich mir so unsere Politikerriege anschaue, kann keiner von denen Merkel das Wasser reichen.


Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Gab es denn nicht mal dieses Verbot von "Kettenarbeitsverträgen", von diesem Fliesenleger, diesem ... Riester? War das nicht damals, so 2002 rum, ausgehebelt worden von Arbeitgeberseite, indem eben genau SO vorgegangen wurde: entlassen. Nach einer Weile neueingestellt.

Die werden ja nicht entlassen, ihr Arbeitsvertrag endet nur nach 11 Monaten. Danach bekommen sie einen neuen Vertrag, womöglich für eine andere Schule.


Pan meets Lilith hat folgendes geschrieben::
Hoffentlich und möglicherweise hat sich das seit spätestens Bismarck bestehende Beamtenproblem eh bald (im Schulsektor) erledigt, weil den öffentlichen Schulen (politisch gewollt) die Finanzmittel ausgetrocknet wurden, folglich der Trend weiterhin zu den Privatschulen geht.

Ich hoffe nicht, dass wir dadurch Zustände wie in USA und England bekommen, wo sich bekanntlich nur die Vermögenden gute Ausbildung ihrer Kinder leisten können.

Beitrag 21 August 2014 15:26 
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Aria



Geschlecht: Geschlecht:weiblich


Anmeldungsdatum: 24.01.2012
Beiträge: 2986
Wohnort: München


germany.gif

Bummler hat folgendes geschrieben::
Jeder, der halbwegs etwas auf der Kirsche hat, geht in den Westen. Das ist bei offenen Systemen nun einmal so. Da wo Spitzenleistungen sind, sind die Arbeitsbedingungen attraktiver als da wo keine sind.

Du meinst, nur die, die wenig auf der Kirsche haben, blieben? Ist das wirklich so einfach? Ich meine, Du bist doch da geblieben … icon_biggrin.gif


Bummler hat folgendes geschrieben::
Natürlich war jedem klar, dass dieser Wechselkurs idiotisch war, aber wenn einem das angeboten wird, dann wäre man ja blöd es nicht anzunehmen.
(…)
Das war gewissermaßen der letzte große Streich der Ossis. Danach gelang kein Coup mehr.

Nein, danach gab es innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne Lohnerhöhungen um mehr als 50%, ohne dass dem eine ebenso gesteigerte Produktivität entgegenstünde. Das kann keine Wirtschaft verkraften. Und trotzdem heißt es jetzt von Dir: Die westlichen Firmen haben sich im Osten nur engagiert, um die unliebsame Konkurrenz liquidieren zu können. Dazu sage ich nur: Konkurrenz, die zu teuer produziert, ist keine.


Bummler hat folgendes geschrieben::
Tim007 hat folgendes geschrieben::
Worauf ich hinweisen wollte, ist eigentlich nur folgendes:
Der FKK-Rückgang lässt sich mit Sicherheit nicht damit erklären, dass die heimeligen Kleingarten-Verhältnisse in der stolzen DDR durch den knallharten Raubtier-Kapitalismus des Westens überrollt worden sind.
Doch, genau damit lässt sich das erklären. Nicht nur, aber auch.

Träume weiter!


Bummler hat folgendes geschrieben::
Von Schuld würde ich nicht reden. Naiv ist treffend. Und Medien haben nun einmal die Macht den Leuten etwas einzureden. Dazu kamen noch die ganzen Rentner und die Westpakete und die Westbesuche, dann die schönen Dinge die die mitbrachten...
Da erliegt man seinen Emotionen, der Verstand hat dann keine Chance mehr.
Wir sind auch bloß Menschen gewesen. icon_sad.gif

Es ist immer das gleiche: Die anderen waren und sind schuld - zumindest in diesen Punkt sind sich Wessis und Ossis einig. icon_biggrin.gif

Beitrag 21 August 2014 15:44 
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guenni



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Bummler hat folgendes geschrieben::


Wobei ein wenig Druck schon dahinter war. Ich erinnere mich an den Slogan: "Kommt die D-Mark nicht zu uns, dann kommen wir zur D-Mark". Also eine ganz unverhüllte Drohung an den Westen.

Klar das Kohl bei der Vorstellung von 15 Millionen Asylantragstellern eingeknickt ist.
Das war gewissermaßen der letzte große Streich der Ossis. Danach gelang kein Coup mehr.



doch, ein großer coup waren im anschluß notwendige horrende transferssummen als hilfsmaßnahmen.

der völlig falsche wechelskurs hat zusammen mit den weitgehendst maroden industrieanlagen dann i.w. den untergang verursacht.

für diese misere kann man nun wirklich nicht das kapitalistische "west"system verantwortlich machen. sicher hat die treuhand oft versagt, aber sie war nicht immer ursache dafür, dass viele, vor allem großbetriebe den bach runtergingen.

was hätte 1989/1990 anders laufen können? eine unter poltikern und ökonomen diskutierte temporäre sonderwirtschaftszone zur allmählichen anpassung hatte wegen der - verständlichen - ungeduld der ddr-bürger keine chance.

Beitrag 21 August 2014 20:11 
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Tim007



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Bummler, Deine Argumentation ist zynisch.

Beitrag 21 August 2014 21:40 
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Rubens



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Beiträge: 2
Wohnort: Itzehoe


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Guten Tag,

ich bin neu hier und lese hier im ersten Chat und bin schon ein wenig erstaunt, das auch hier noch Mauern existent sind.

Dabei sind alle Nacktfans und sehen alle gleichaus.
Ich komme auch aus der ehemaligen DDR und da gab es auch FKK-Bereiche in Freibädern. Man musste nur zum Schwimmen zumindest ein Höschen anziehen. Das hat Niemanden gestört.

FKK = Freie - Körper - Kultur vielleicht ist die heute nur nicht mehr so trendy wie vor 20-30 Jahren. Dafür gibt es heute die FTK = Freie - Tätowierungs - Kultur ....und auch die wird vergehen.

Tut was Euch gefällt und reibt Euch nicht an prüden Leuten, die Probleme mit ihrem Körper haben.

Ich lass mich nicht abhalten..... icon_biggrin.gif

Beitrag 22 August 2014 10:39 
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Zett



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Anmeldungsdatum: 29.03.2010
Beiträge: 1357
Wohnort: Osterland, Sachsen


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Du wirst schnell merken, dass hier vor allem Mauern existieren vor den Köpfen derer, die glauben, hier eine Meinungsdiktatur errichten zu müssen und Andersdenkende mit mitunter recht unfeinen Mitteln zum Schweigen bringen wollen.

Also, wenn Dir einer doof kommt, einfach nicht drauf antworten. Diskussion bringt dann nichts.

Formen von FKK:
Eine Einteilung in Hauptrichtungen innerhalb des Begriffs FKK könnte zum Beispiel so aussehen:
I) stark an die historischen Wurzeln der FKK angelehnt, Selbstdisziplinierung und bewusste Lebensweise zum Wohle der eigenen Gesundheit, der Gesellschaft und der Natur
II) Naturismus: Natur ist das Wichtigste (Verbundenheit mit und Freude an der Natur, oft mit viel Nacktsein im Freien)
III) Nudismus: Nacktheit ist das Wichtigste (z.B. für streifenfreie Bräune, psychische Befreiung, erotische Wirkung)
IV) Geschützter Nudismus: möglichst alles nackt, vor allem zu Hause
V) experimentierfreudiger, forschender und/oder rebellischer Nacktivismus
VI) Mainstream, vereinsungebunden: Nacktheit als befreiendes Gefühl aber strenge Einhaltung von behördlichen Anordnungen und allgemeinen Gepflogenheiten.
VII) Mainstream, vereinsgebunden: Nacktheit als befreiendes Gefühl aber unbedingt im Schutz von Verein, Vereinsgelände und Vereinsstatuten. Strenge Einhaltung von behördlichen Anordnungen und allgemeinen Gepflogenheiten.
VIII) einfach nur als Synonym zu »nackt« bzw. »unbekleidet«, ohne die Bedeutung von Regeln beim Nacktsein
IX) rein kommerziell, sprich Rotlichtmilieu
X) Swinger und andere, Nacktheit vorwiegend zum Zweck der sexuellen Luststeigerung nutzend

Beitrag 24 August 2014 10:43 
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Tim007



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 29.11.2005
Beiträge: 7783
Wohnort: Bremen


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Zett hat folgendes geschrieben::

Formen von FKK:
IX) rein kommerziell, sprich Rotlichtmilieu
X) Swinger und andere, Nacktheit vorwiegend zum Zweck der sexuellen Luststeigerung nutzend


Alles klar.

Beitrag 24 August 2014 11:40 
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