Malaysia: Justiz gegen Teilnehmer an Nacktveranstaltung in Naturpark

In diesem Forum werden Rechtsfragen bezüglich der FKK diskutiert. Bitte beachtet, daß dies absolut unverbindlich ist.
Benutzeravatar
Nackidei
Beiträge: 2346
Registriert: 31 Juli 2009 22:27
Wohnort: Außerhalb eines FKK-Geheges (Freigänger)

Beitrag von Nackidei » 10 September 2014 12:18

Es gibt einige Länder, mit deren Gesetzen, Verordnungen und Gewohnheiten ich mich nicht anfreunden kann. In früheren Jahren bin ich viel auf der Welt herumgekommen und habe dabei auch viel gesehen, was mich nachdenklich gemacht hat. Ich habe meine Schlüsse daraus gezogen und würde einige Länder bestimmt nicht mehr besuchen. Dazu gehören z.B. islamisch geprägte Länder. So ist für mich z.B. heute die Türkei tabu, dies insbesondere, seitdem Erdoğan zum Präsidenten aufgestiegen ist und das Land zu einem religiösen Gottessstaat machen will. Für mich ist dieser Mann der schlimmste Diktator nach Kim Jong-un. Sein wahres Gesicht hat er nur noch nicht gezeigt. Das Land wird es aber zu spüren bekommen. Worüber Erdoğan im vergangenen Jahr als Ministerpräsident lediglich seinen Unmut äußerte, wird er in den kommenden Jahren durchsetzen. So z.B. die Trennung von Studentenwohnheimen nach Geschlechtern. Aber das ist nur der Anfang. Ich bin jedenfalls nicht bereit mich mit neureichen Russen am Bufett eines AI-Hotels in Alanya zu kloppen und dabei noch ein diktatorisches Regime zu unterstützen.
Aber zurück zu Malaysia: Ich finde die Nacktsportaktion, die dort an einem einsamen Strand stattgefunden hat ja auch nicht verwerflich. Nur mußten sich die Beteiligten darüber im Klaren sein, welche Konsequenzen dies u.U. für sie hat.
Ich frage mich nur, ob ich mich über derlei Pillepalle aufregen soll, währenddessen beispielsweise lt. UNICEF weltweit jährlich ca. 3,5 Mill. Kinder unter fünf Jahren an Mangel- oder Unterernährung sterben, die meisten davon in Schwarzafrika. Und es gibt noch mehr Elend auf der Welt.
Da mache ich mich doch nicht für ein paar Nacktaktivisten in Malaysia stark. So wichtig ist nun FKK auch nicht!

riedfritz
Beiträge: 1760
Registriert: 17 März 2008 14:40
Wohnort: Rieden

Freiheit einschränken?

Beitrag von riedfritz » 10 September 2014 12:55

Klaus59 hat geschrieben:Religion, auch, wenn ihr die Bevölkerungsmehrheit angehört, ist für mich(!) dennoch kein hinreichender Grund, die Freiheit Anders- oder Nichtgläubiger einzuschränken.
Religion und Verfassungs-/Rechtssystem werden sich aber kaum trennen lassen, weil auch die Verfassungen weltanschaulich geprägt sind. Ich bin überzeugt, dass sich auch die protestanische Reformation in unserem liberalen Verfassungssystem niederschlägt.

Hier (in Malaysia und vielen anderen Staaten) geht es noch gar nicht um "einschränken". Diese Freiheit hat dort noch nie bestanden! Es ginge allenfalls darum, zusätzliche Freiheiten zu gewähren.

Momentan habe ich den Eindruck, dass "nichtislamische" Rechtssysteme in islamischen Ländern wieder den Rückwärtsgang eingeschaltet haben.


Viele Grüsse,

Fritz

Klaus_59
Beiträge: 5424
Registriert: 05 März 2007 18:04

Beitrag von Klaus_59 » 10 September 2014 16:54

Nackidei hat geschrieben:Ich frage mich nur, ob ich mich über derlei Pillepalle aufregen soll, währenddessen beispielsweise lt. UNICEF weltweit jährlich ca. 3,5 Mill. Kinder unter fünf Jahren an Mangel- oder Unterernährung sterben, die meisten davon in Schwarzafrika. Und es gibt noch mehr Elend auf der Welt.
Da mache ich mich doch nicht für ein paar Nacktaktivisten in Malaysia stark. So wichtig ist nun FKK auch nicht!
Das ist ein ausgesprochen doofes Argument. Erinnere dich bitte noch einmal an diese deine Aussage, wenn du dich mal über irgendwelches Pillepalle aufregst, welches dich selbst oder deine Familie betrifft. Dann denkst du sicherlich anders darüber.

Benutzeravatar
Nackidei
Beiträge: 2346
Registriert: 31 Juli 2009 22:27
Wohnort: Außerhalb eines FKK-Geheges (Freigänger)

Beitrag von Nackidei » 10 September 2014 17:14

Nö. Als meine Kinder noch die Schule besuchten hatte ich niemals erwartet, dass sich beispielsweise die Finnen für ein vernünftiges Bildungssystem in Deutschland einsetzen. Mit meinem Statement will ich ja auch nur verdeutlichen, wie unwichtig die Geschichte mit den malayischen Nacktsportlern ist gemessen an anderen Ungerechtigkeiten auf dieser Welt. Zudem haben wir es hier mit den Auswirkungen der Staatsreligion, dem Islam, zu tun. Willst du dich für die Nacktaktivisten einsetzen, mußt du dich mit dem Islam anlegen. Viel Spaß!

Klaus_59
Beiträge: 5424
Registriert: 05 März 2007 18:04

Beitrag von Klaus_59 » 10 September 2014 18:54

Nackidei hat geschrieben:Mit meinem Statement will ich ja auch nur verdeutlichen, wie unwichtig die Geschichte mit den malayischen Nacktsportlern ist gemessen an anderen Ungerechtigkeiten auf dieser Welt.
Gemessen daran ist es auch völlig unwichtig, wenn dich heute jemand abknallt.
Überhaupt ist ALLES auf dieser Welt unwichtig. Ein Atomkrieg bei uns berührt niemanden sonst in dieser oder einer anderen Galaxie.
MIR sind nicht nur die ganz großen Dinge wichtig, auf die ich meist sowieso keinen Einfluss habe, sondern oft gerade auch die kleinen. Wenn jemand zu mir kommt, um mir sein Herz auszuschütten, dann sage ich nicht, er soll mich mit seinem unwichtigen Pillepalle verschonen, solange täglich tausende Menschen verhungern. Deshalb finde ich, war das ein dummes Statement.

Benutzeravatar
Nackidei
Beiträge: 2346
Registriert: 31 Juli 2009 22:27
Wohnort: Außerhalb eines FKK-Geheges (Freigänger)

Beitrag von Nackidei » 10 September 2014 21:59

Gut Klaus. dann sage ich es noch einmal anders, ohne weitere Begründung: Ob in Malaysia sich eine Gruppe Nacktsportler vor Gericht verantworten muss oder in Peking ein Sack Reis umfällt, ist mir ziemlich Schnuppe. Ich finde es nicht in Ordnung, was da in Malaysia passiert ist, keine Frage. Wir können darüber diskutieren, werden aber nichts ändern (können). Aber jeder setzt nun einmal Prioritäten. Meine liegen da woanders.
Ein Beispiel: Ich setze mich z.B. für den Tierschutz und für die Arbeit von Greenpeace ein. Darüber machen sich vielleicht andere hier im Forum keine Gedanken. Ich gehe schon gern der FKK nach. Nur ist das für mich eben nicht alles. Ich sage mir: Es gibt Wichtigeres im Leben.

toto111b
Beiträge: 391
Registriert: 17 Dezember 2009 14:45
Wohnort: bei Mannheim

Vorurteile

Beitrag von toto111b » 12 September 2014 10:20

Ich bin immer wieder erstaunt, wie man in diesem Forum anderen Menschen anderen Ländern und anderen Religionen generell die Unfähigkeit zur Entwicklung unterstellt. He, auch in diesem Land gab es mal eine vorherrschende religiöse Ausrichtung und die war nicht weniger FKK feindlich als wie der Islam.
Und auch bei uns wurde der FKK Gedanke erst in sogenannten Geheimlogen ausgelebt und hat sich gegen erheblichen Widerstand der Gesellschaft behaupten müssen.

Und heute gehört es zum Alltag unserer Gesellschaft.

Und allein, das es in diesen Länder, wie Malaysia, China ,der Türkei und vieleicht vielen anderen mehr von denen wir hier gar nichts erfahren, Menschen gibt die sich ihre nackte Lebensweise nicht so einfach verbieten lassen zeigt doch, das dort Entwicklungen stattfinden.

Das meine ich im übrigen nicht nur in Bezug auf den FKK-Gedanken. Und ja, es wir auch da immer Rückschläge und Widerstände geben und sich doch entwwickeln.

Um so wichtiger wäre die Unterstützung durch uns andere Naturisten. Denn es kann Menschen in diesen Länder moralisch sehr unterstützen in ihrem Kampf für ihre Lebensweise wenn sie wissen das sie nicht allein sind auf dieser Welt mit ihrer Einstellung zur unbekleideten Lebensweise.

Und daher würde ich mir sehr eine solidarische Einstellung zu anderen Menschen in anderen Ländern wünschen die sich für menschliche Werte und wertefreie Lebensweisen einsetzen.

Im übrigen, lieber N., wenn du das Verbot der nackten Lebensweise dort bedingungslos akzeptierst, weil das dort von der religiosen oder traditionellen Ausrichtung ebend dort schon immer so war und ja auch verboten ist, wieso kannst du dann den Walfang der Japaner, das abziehen der Fälle an lebendigen Hunden in China und die vielen anderen Grausamkeiten an Tieren nicht akzeptieren, wo sie doch in diesen Ländern weder vom Staat, noch von der Religion verboten wird und zudem zu der Tradition der dortigen Bevölkerung gehört?

LG, T.4

Benutzeravatar
Nackidei
Beiträge: 2346
Registriert: 31 Juli 2009 22:27
Wohnort: Außerhalb eines FKK-Geheges (Freigänger)

Re: Vorurteile

Beitrag von Nackidei » 12 September 2014 12:18

toto111b hat geschrieben: Im übrigen, lieber N., wenn du das Verbot der nackten Lebensweise dort bedingungslos akzeptierst, weil das dort von der religiosen oder traditionellen Ausrichtung ebend dort schon immer so war und ja auch verboten ist, wieso kannst du dann den Walfang der Japaner, das abziehen der Fälle an lebendigen Hunden in China und die vielen anderen Grausamkeiten an Tieren nicht akzeptieren, wo sie doch in diesen Ländern weder vom Staat, noch von der Religion verboten wird und zudem zu der Tradition der dortigen Bevölkerung gehört?

LG, T.4
Der Vergleich hinkt gewaltig. Wenn FKK in einem Land verboten ist, geht es deshalb keinem Menschen schlecht. Niemand fühlt sich deshalb gequält oder leidet große Not und hat Schmerzen, als das beispielsweise Amnesty International da einen Handlungsbedarf sieht. Wem die Möglichkeit des Nacktseins in der Öffentlichkeit (FKK) nicht gegeben wird, hat einfach nur eines von vielen möglichen Hobbys weniger. Willst du dies mit dem in der westlichen Welt geforderten Tierschutz in asiatischen Ländern gleichsetzen? Ich bitte dich!
Jedes Land hat seine eigenen Gesetze und Verordnungen. Das ist auch gut so. Sich aber über eine Gesetzgebung eines Landes wie Malaysia aufzuregen, die nackte Aktivitäten in der Öffentlichkeit verbietet, während dort für andere Delikte noch die Todesstrafe verhängt wird finde ich befremdlich.

Tim007
Beiträge: 7783
Registriert: 28 November 2005 23:58
Wohnort: Bremen

Beitrag von Tim007 » 12 September 2014 12:43

Grds. ist Deine Überlegung, die Menschen dort zu unterstützen, gar nicht einmal so schlecht, Torsten.

Ich habe dazu nur folgende (noch nicht abgeschlossene) Überlegungen:

Was ist Fortschritt?
(Es gibt Menschen, die halten unsere Gesellschaft für rückschrittlich, für dekadent.)

Wie könnte eine Unterstützung aussehen?

Steht es uns zu, andere Leute zur FKK zu "missionieren"?
(Wobei ich durchaus der Auffassung bin, dass Mission als solche nicht schlecht sein muss. Entscheidend ist das "wie", s.o.)

Viele Grüße
Tim

toto111b
Beiträge: 391
Registriert: 17 Dezember 2009 14:45
Wohnort: bei Mannheim

Vergleich

Beitrag von toto111b » 12 September 2014 14:19

Hallo N.,
es geht mir überhaupt nicht darum das Recht auf textilfreies Leben mit dem Schutz der Tiere auf augengleiche Höhe zu setzen. Es ärgert mich vielmehr wenn Menschen mit anderen religiosen Konfessionen, Menschen anderer Länder von anderen Menschen mit Vorurteilen verallgemeinert und verunglimpft werden. Ganz nach dem Motto: Die da unten sind so, weil dort die Religion da so ist, das wird sich auch niemals ändern und wer da unten nach deren Gesetzen nicht spurt, ist halt selber schuld und hat Pech gehabt.
Wenn wir Ossi' so gedacht hätten würden wir heute noch hinter der Mauer sitzen und den Staatsrat der DDR zujubeln.
Zudem ärgert es mich wie du hier die Wichtigkeiten menschlicher Bedürfnisse wertest. Für dich mag der Schutz der Tiere besonders wichtig sein. Für die Frauen in vielen Ländern ist es vieleicht die Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Gesellschaft. Für andere das Recht auf Anerkennung ihrer Religion. Für viele Menschen einfach nur die Möglichkeit von der Arbeit ihrer Hände sich angemessen zu ernähren und ihren Kindern eine Ausbildung ermöglichen zu können. Den letzteren ist dein Kampf für die rechte der Tiere wahrscheinlich ziemlich unverständlich und schnuppe.
Wer will da werten und richten was Menschen wichtig zu sein hat und in welchen '' unwichtigen Dingen'' sie sich einfach den Gesetzen fügen sollten.

Vieleicht verstehst du jetzt was ich meine.

LG,T.

PS. Und ja, es würde mir scheisse gehen wenn ich bei 30 Grad nicht nackich an meinem See liegen könnte. Mein Dank an all die Generationen vor mir in diesem Land, die diese Unwuchtigkeit erkämpft haben.

toto111b
Beiträge: 391
Registriert: 17 Dezember 2009 14:45
Wohnort: bei Mannheim

Neuer Thread

Beitrag von toto111b » 12 September 2014 15:00

Hallo Tim,

ich glaube wenn wir hier erörten wollen was Fortschritt ist brauchen wir einen neuen Thread. Und der wird ellenlang, schnell nicht mehr beim eigenen Thema, doch dafür ein Fest für alle, die sich gern in der virtuellen Welt fetzen oder für Liebhaber geistreicher Monologe werden.

Das ist mir zu anstrengend :wink: .

Und missionarisch sind wir Menschen doch alle ein bisschen unterwegs. Wenn gleich auch meistens ohne Erfolg. Denn wer will sich schon von einem anderen einweisen lassen wie die Welt zu sein hat, wenn doch jeder selber am besten weiss, wie die Welt sein sollte und was das beste für uns alle wäre :twisted: .

Und was die Unterstützung unserer malaysischen Glaubensbruderschaften angeht, da weiss ich auch nicht wie das gehen sollte. Vieleicht wird das Thema dort in englischer Sprache diskutiert unddann würden schon paar bekennende Zeilen aus unsere Lebenseinstellung eine Unterstützung darstellen. Wobei, wenn ich an die Diskussionen hier denke, geht das wohl eher nach hinten los.

Am besten fand ich mal die Reaktion englischer Soldaten, die ihrem besoffnen bekifften Prinzlein nach dessen ''Nacktivität'' in Schutz nahmen und mit Nacktarschselvis die englische Presse und den Rest der Welt bombardierten.

Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ein nacktes Prinzlein und enlische nackte Soldatenärsche sind mir scheissegal. Aber das Bekenntniss, das ist einer von uns und ansonsten kann uns mal der Rest der Welt. Dieses Bekenntniss auf diese Weise fand ich echt cool.

Lg,T.

Tim007
Beiträge: 7783
Registriert: 28 November 2005 23:58
Wohnort: Bremen

Beitrag von Tim007 » 12 September 2014 17:11

Hi Torsten,

überaus treffend (und ebenso traurig wie komisch) Deine Darstellung, warum Diskussionen hier oft nach hinten losgehen.
So ist es tatsächlich. In einem Parallel-Thread geht jetzt wieder die Religionsdebatte los.

Trotzdem wäre es schon ein tolles Thema, was überhaupt "Fortschritt" ist.

Meine Hoffnung ruht u.a. auf dem Internet. Leider gibt es zunehmend auch insoweit Restriktionsmöglichkeiten, siehe Türkei. Sonst könnte man Solidaritätsbekundungen abgeben.
Dass ein gewisser Missionseifer in uns allen ruht, finde ich voll in Ordnung.

Und von der Sache her ist bereits viel getan, wenn man seine Lebensweise "vorlebt".
(Aber nicht in Malaysia. Besser nicht.)

Beste Grüße
Tim

Klaus_59
Beiträge: 5424
Registriert: 05 März 2007 18:04

Re: Vergleich

Beitrag von Klaus_59 » 12 September 2014 18:47

toto111b hat geschrieben:Vieleicht verstehst du jetzt was ich meine.
Ich verstehe es jedenfalls und stimme mit dir überein.

Das Missionieren betreffend widerspreche ich dir aber. Das ist eine unglückliche Wortwahl. Mir liegt es fern, andere zum Nacktsein zu bekehren. Ich würde es zurückhaltender ausdrücken und so handle ich auch. Ich zeige einen möglichen Weg, ohne zu sagen, dass ihn jemand einschlagen soll. Darauf müssen sie selber kommen.

Benutzeravatar
hajo
Beiträge: 3444
Registriert: 19 November 2002 01:05
Wohnort: Paderborn
Kontaktdaten:

Re: Neuer Thread

Beitrag von hajo » 12 September 2014 20:59

toto111b hat geschrieben:Und missionarisch sind wir Menschen doch alle ein bisschen unterwegs.
Echt?

Sehe ich bei mir nun wirklich nicht so. Nie und nimmer.

Ich lebe MEIN Leben.

Wenn das jemand nachmachen möchte. Nun denn. GUT fände ich das nicht. Weiterentwicklung geschieht nicht durch Nachahmen.
Eher durch Aufgreifen, Ausbauen, Ändern vor allem, Verbessern allemal.

Wer missionieren will, glaubt(!), er sei besser als der zu Missionierende, sei "weiter", womöglich "erleuchteter", "weiser" oder was noch so alles.

Ich kann anleiten, meine eigenen Erfahrungen anderen darlegen.
ABER: Lernen muss immer das mir gegenüberstehende ICH. Das ist IMMER ein individueller Prozess.

Klar, ich kann sehr subtil vorgehen, kann durch alle möglichen Methoden - sofern ich in der Lage bin, auch nur ein wenig die Psyche des anderen einzuschätzen - ihn zu beeinflussen suchen.
Das machen GUTE Ideologen. Falls es die gibt.
Die anderen kommen mit Strafen, KZ, Berufsverbot oder Hölle.

Wie dem auch sei: BEISPIEL zu sein: Jederzeit.

GUTES Beispiel. Ein Beispiel, das andere achtet, denen nicht schadet oder zu schaden trachtet des eigenen Vorteils wegen-

Indoktrinieren.
NEIN.

Rechtsfinder
Beiträge: 152
Registriert: 13 Oktober 2006 01:43
Wohnort: Konstanz

Wie komme ich dazu Idioten zu tolerieren?

Beitrag von Rechtsfinder » 26 September 2014 00:57

Klaus_59 hat geschrieben: . Es geht ja nicht nur um gesetzestreues Verhalten sondern auch darum, nicht die einheimischen in der Regel recht gläubigen Menschen in ihren Empfindungen nicht zu verletzen.
Wenn mir das nicht gefällt, muss ich solche Reiseziele meiden.
Ich verzichte islamische Länder zu besuchen! Genau! Aber warum soll man eighentlich diesen infantilen, mittelalterlichen Gottesglauben über alles stellen. Ich verbiete niemandem infantil zu sein, erwarte aber auch Toleranz mir gegenüber!!! Es gibt keinen Gott und daher kann es auch keinen Grund geben, sich nach irgendwelchen schwachsinnigen Regeln zu richten, die einzig und alleine dazu dienen die Menschen zu unterdrücken und dumm zu halten! Der Gotteslästerungsparagraph bei uns ist ja auch ein Skandal ohne gleichen: da wird eine Tat unter Strafe gestellt, die gar nicht begangen werden kann!! :D

Gesperrt