Verschwendung von Lebenszeit, oder Faulheit ?

Alles was nichts mit FKK zu tun hat, aber trotzdem von Bedeutung ist ;)
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Ralf-abc

Re: gesetzliche Krankenversicherung

Beitrag von Ralf-abc » 30 Oktober 2014 14:37

riedfritz hat geschrieben:Die gibt es nicht, solange er die Beiträge pünktlich zahlt, aber umgekehrt: ein Selbständiger hat keinen Anspruch, in die gesetzliche Krankenkasse aufgenommen zu werden. Wer in der gesetzl. KV ist, kann drin bleiben, aber er wird neu eingestuft und muss in regelmäßigen Abständen Verdienstnachweise vorlegen.

Zur Präzisierung von Nackideis Aussage: "ggf. als freiwilliges Mitglied" vielleicht besser: ausschließlich als freiwilliges Mitglied.
Das ist auch mein Kenntnisstand. Insofern unterscheidet sich die gesetzl. Krankenkasse sich für den Selbstständigen nicht von der Privaten. Es ergibt sich hier meines wissens allerdings den Vorteil, dass eine gesetzl. Krankenkasse die Aufnahme nicht von einer Gesundheitsprüfung abhängig macht.
Von daher verstehe ich Tims kritische Bemerkung zu dem Thema nicht so ganz.

Tim007
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Beitrag von Tim007 » 30 Oktober 2014 14:44

Die kritische Bemerkung ergibt sich eigentlich aus dem, was Fritz angemerkt hat.

Mir ist gesagt worden, dass eine Rückkehr nicht möglich sei. Und dabei hatte ich die Krankenversicherung keinesfalls aus den Gründen gewechselt, wechseln müssen, die immer wieder kolportiert werden. In der privaten KV sehe ich nur Nachteile. Trotz der vielleicht schnelleren Termine als Privatpatient.

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Aria
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Beitrag von Aria » 30 Oktober 2014 14:55

Ab dem 55. Lebensjahr ist ein Wechsel in die gesetzlichen KK nicht mehr möglich, es sei denn, der Einkommen sinkt in einem Jahr wieder unter die Beitragsbemessungsgrenze. Um mit dem Alter immer höheren Beiträgen bei den privaten zu entgehen, wählen vor allem die Einzelkämpfer diesen Weg: Sind sie einmal in der gesetzlichen KK, können sie drin bleiben, selbst wenn sie wieder mehr verdienen, denn die Beiträge in den gesetzlichen KK sind, anders als in den privaten, nach oben begrenzt.

Grundsätzlich plädiere ich dafür, die privaten Krankenkassen- und Rentenversicherungen per Gesetz abzuschaffen oder sie langfristig so mit Auflagen zu belasten, dass sie unattraktiv werden. Es darf in diesem Bereich keine 2-Klassen-Gesellschaft mehr geben, d.h. alle müssen - einkommensabhängig! - in die gesetzlichen Versicherungen einzahlen.

Ralf-abc

Beitrag von Ralf-abc » 30 Oktober 2014 15:04

Tim007 hat geschrieben:Die kritische Bemerkung ergibt sich eigentlich aus dem, was Fritz angemerkt hat.

Mir ist gesagt worden, dass eine Rückkehr nicht möglich sei. Und dabei hatte ich die Krankenversicherung keinesfalls aus den Gründen gewechselt, wechseln müssen, die immer wieder kolportiert werden. In der privaten KV sehe ich nur Nachteile. Trotz der vielleicht schnelleren Termine als Privatpatient.
Ja, klar, wenn man einmal bei den Privaten ist, kann man nicht mehr so ohne weiteres in die Gesetzliche zurückwechseln.
Damit soll verhindert werden, dass sich z.B. ein junger Mensch billig pivat versichert und sobald der älter wird und die Beiträge steigen, wechselt der dann zurück in die dann billigere gesetzliche Vers.
Diese Regelung finde ich absolut nachvollziehbar. Und da dies auch allgemein bekannt ist, sehe ich hier überhaupt keine Benachteiligung von Selbstständigen.
Dass ein Selbstständiger direkt als solcher in sein Berufleben startet, ist doch wohl die absolute Ausnahme. Zu Angfang steht meistens eine Ausbildung und ein Arbeits- bzw. Angestelltenverhältnis - somit auch die Mitgliedschaft als Pflichtmitglied in der gesetzl. KV. Und wenn man sich dann selbstständig macht, dann ist es eigentlich überhaupt kein Problem, wenn man bei der gesetzl. KV bleibt und lediglich seinen Status von Pflicht- auf frewilliges Mitglied ändert.
So habe ich das zumindest gemacht und hatte dabei auch beim Wechsel zwischen gesetzl. Ersatzkassen noch nie auch nur ansatzweise Probleme. Und das, obwohl ich derzeit eine Frau und zwei Kinder kostenlos mitversichert habe. Ich bezahle zwar einkommensabhängig den Höchstsatz, aber umgerechnet auf vier Personen, bin ich eher nicht das "Traummitglied" jeder Krankenkasse.

Ralf-abc

Beitrag von Ralf-abc » 30 Oktober 2014 15:07

Aria hat geschrieben:Grundsätzlich plädiere ich dafür, die privaten Krankenkassen- und Rentenversicherungen per Gesetz abzuschaffen oder sie langfristig so mit Auflagen zu belasten, dass sie unattraktiv werden. Es darf in diesem Bereich keine 2-Klassen-Gesellschaft mehr geben, d.h. alle müssen - einkommensabhängig! - in die gesetzlichen Versicherungen einzahlen.
Das wird aber nicht so kommen. Dass der Staat die Bürger zu immer mehr privater Vorsorge zwingt, dient doch einzig und alleine dazu, die privaten Versicherungen am Leben zu halten. Was meinst Du, was mit denen passiert, wenn der Staat diese Verischerungszweige abschaffen würde.

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Aria
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Beitrag von Aria » 30 Oktober 2014 15:29

Ralf-abc hat geschrieben:
Aria hat geschrieben:Grundsätzlich plädiere ich dafür, die privaten Krankenkassen- und Rentenversicherungen per Gesetz abzuschaffen oder sie langfristig so mit Auflagen zu belasten, dass sie unattraktiv werden. Es darf in diesem Bereich keine 2-Klassen-Gesellschaft mehr geben, d.h. alle müssen - einkommensabhängig! - in die gesetzlichen Versicherungen einzahlen.
Das wird aber nicht so kommen. Dass der Staat die Bürger zu immer mehr privater Vorsorge zwingt, dient doch einzig und alleine dazu, die privaten Versicherungen am Leben zu halten. Was meinst Du, was mit denen passiert, wenn der Staat diese Verischerungszweige abschaffen würde.
Das muss ja nicht von heute auf morgen geschehen, sondern nach und nach. Man könnte sich auch Übergangsregelungen überlegen, die den Wechsel zu den Gesetzlichen attraktiv gestalten, so dass die angehäuften Besitzstände – für die Wechselwilligen! - weitgehend bewahrt werden. Die anderen würden dann aus Angst, diese in Zukunft möglicherweise zu verlieren, folgen.

Es ist aber klar, dass das mit einer Regierung, in der CDU/CSU das Sagen hat, nicht zu verwirklichen wäre. Auch so Parteien wie ehemals die FDP – und jetzt AfD -, werden ihre eigene Klientel nicht verprellen wollen. Aber wenn ich so an die letzten Wahlen denke, sind Menschen hierzulande mit Panikparolen leicht zu verunsichern, selbst wenn sie persönlich von solchen Umstrukturierungen gar nicht betroffen wären - und wählen dann doch wieder CDU/CSU.

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Beitrag von Eule » 30 Oktober 2014 15:30

@ Ralf
Dass der Staat die Bürger zu immer mehr privater Vorsorge zwingt, dient doch einzig und alleine dazu, die privaten Versicherungen am Leben zu halten.
Dieser deiner Meinung kann ich mich nicht anschließen. Dir sollte es nicht entgangen sein, dass staatliche Großorganisationen nicht so kostengünstig arbeiten können, wie private.
Was meinst Du, was mit denen passiert, wenn der Staat diese Verischerungszweige abschaffen würde.
Es würde alles viel teuerer werden und dabei wäre es noch nicht einmal sicher, ob der Ertrag am Ende wirklich dem entspricht, was man sich erhofft. Der Staat ist nicht das Allheilmittel. Er war es nicht, er ist es nicht und er wird es auch niemals werden.

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Beitrag von Eule » 30 Oktober 2014 15:33

@ Aria
Es ist aber klar, dass das mit einer Regierung, in der CDU/CSU das Sagen hat, nicht zu verwirklichen wäre.
Mit einer Regierung, in der die SPD das Sagen hat, wird dieses auch nicht kommen. Du musst, um solch ein unrentables Ziel erreichen zu können, dann schon die Linke wählen.

Ralf-abc

Beitrag von Ralf-abc » 30 Oktober 2014 16:01

Eule hat geschrieben:Dir sollte es nicht entgangen sein, dass staatliche Großorganisationen nicht so kostengünstig arbeiten können, wie private
Leider ist Dir offensichtlich entgangen, dass Private Organisationen zwar kostengünstiger arbeiten können, dieses aber nicht als Kostenvorteil an Ihre Kunden weitergeben, sondern ausschließlich zur Maximierung des eigenen Gewinns einsetzen.

Vor kurzem kam doch erst eine Studie heraus, die sich mit dem Bau von Autonahnen durch private Firmen im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft beschäftigt hat. Ergebnis: die vorhergesagten Kosteneinsparungen sind nicht eingetroffen; ganz im Gegenteil wurde der Bau der Autobahnen deutlich teurer, als bei der bisherigen Ausführung, bei der der Staat als Bauherr auftritt und die Arbeiten in Einzelaufträgen an private Baufirmen vergibt. Dieses Ergebnis der von ihr selbst in Auftrag gegebenen Studie, interessiert die Regierung aber gar nicht, sondern die will an diesem Konzept weiter festhalten (schließlich werden noch für viele viele Politiker Aufsichtsratsposten benötigt).
Beim Verkauf städtischer Inrastruktur, z.B. der Wasserversorung an Private Firmen das gleiche: Obwohl die Privaten angeblich viel kostengünstiger arbeiten können, steigt der Wasserpreis und das Wassernetz verfällt. Nach wenigen Jahren ist das gesamte Netz infolge unzureichender Wartung und Istandhaltung komplett marode. Die öffentliche Hand kauft das dann zurück und muss alles erst mal sanieren. Dem Investor ist das egal, denn der hat in der Zeit einen ausreichenden Gewinn gemacht.

Von daher Eule - das ist einfach nur falsch, was Du hier erzählst.
Nenne mir ein einziges konkretes Beispiel (gerne auch aus dem europäischen Ausland) wo eine Privatisierung von öffentlichen Aufgaben mittel- bzw. langfristig zu einem Vorteil für den Staat bzw. die Bürger geführt hat.

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Beitrag von Aria » 30 Oktober 2014 16:12

Ralf-abc hat geschrieben:Von daher Eule - das ist einfach nur falsch, was Du hier erzählst.
Nenne mir ein einziges konkretes Beispiel (gerne auch aus dem europäischen Ausland) wo eine Privatisierung von öffentlichen Aufgaben mittel- bzw. langfristig zu einem Vorteil für den Staat bzw. die Bürger geführt hat.
Darauf wird Eule nicht antworten oder die Antwort für später versprechen, wobei dieses Versprechen dann in Vergessenheit gerät bzw. nie eingelöst wird. :D

Ralf-abc

Beitrag von Ralf-abc » 30 Oktober 2014 16:30

Aria hat geschrieben:Darauf wird Eule nicht antworten oder die Antwort für später versprechen, wobei dieses Versprechen dann in Vergessenheit gerät bzw. nie eingelöst wird. :D
Stimmt, genau so ist es.
Bei jedem anderen hätte ich die Frage als ernsthafte Aufforderung zu einer Diskussion gemeint.
Bei Eule sehe ich das selber als eine rhetorische Frage an, weil sich das mit der Antwort genau so verhalten wird, wie von Dir beschrieben.

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Beitrag von Eule » 30 Oktober 2014 23:42

@ Ralf + Aria
Da ihr beide euch ja so einig seid, wsie ich mich verhalte und ihr beiden auch schon wisst, was ich denke, bevor ich den entsprechenden Text erst einmal gelesen habe, macht es in der Tat wenig Sinn, diese eure vorgefertigte feste Meinung, also euer Vorurteil, mit einer entsprechenden Antwort zu erschüttern. Denn diese meine Antwort an euch wäre jetzt in der Tat eine
Verschwendung von Lebenszeit
, und zwar von meiner.

Ralf-abc

Beitrag von Ralf-abc » 31 Oktober 2014 06:19

Eule hat geschrieben:@ Ralf + Aria
Da ihr beide euch ja so einig seid, wsie ich mich verhalte und ihr beiden auch schon wisst, was ich denke, bevor ich den entsprechenden Text erst einmal gelesen habe, macht es in der Tat wenig Sinn, diese eure vorgefertigte feste Meinung, also euer Vorurteil, mit einer entsprechenden Antwort zu erschüttern. Denn diese meine Antwort an euch wäre jetzt in der Tat eine
Verschwendung von Lebenszeit
, und zwar von meiner.
Chapeau
Für diese Art, sich aus der Affäre zu ziehen und nicht zugeben zu müssen, dass Du nur irgend welches dummes Zeug nachgeplappert hast, dass Du nicht mit einem einzigen Beispiel belegen kannst, meine volle Anerkennung.

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Zett
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Beitrag von Zett » 31 Oktober 2014 06:47

Puistola hat geschrieben:
Nackidei hat geschrieben: "Zum gewünschten Lebensende fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker".
Das "gewünschte Lebensende" ist ein Postulat, das dringend durchgesetzt
werden muss. Nicht um Sozial- und Krankenversicherungs-Leistungen
einzusparen, sondern um Menschen ein würdiges Lebensende zu
ermöglichen, wenn sie dies denn wünschen.

Hier ist das möglich, und die Suizidrate bleibt dennoch gleich.
Es werden aber immer weniger Gewaltsuizide ausgeführt und auch
weniger scheitern mit ihrem einsamen Vorhaben. Und um diesen
Anteil steigt die Rate von begleitetem Suizid. Krebskranke leben
leichter, wenn sie wissen, dass sie dem Leiden das bevorsteht ein
Ende setzen können.

Das ist dann keine Verschwendung von Lebenszeit, sondern
Erhöhung der Lebensqualität, weil die Möglichkeit des sicheren und
würdigen Suizids die Angst nimmt vor einem qualvollen Tod.
Ob man das dann brauche, ist wiederum eine ganz andere Frage.
Find ich gut die Regelung in der Schweiz.

Eule
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Beitrag von Eule » 01 November 2014 02:01

@ Ralf
Für diese Art, sich aus der Affäre zu ziehen und nicht zugeben zu müssen, dass Du nur irgend welches dummes Zeug nachgeplappert hast, dass Du nicht mit einem einzigen Beispiel belegen kannst, meine volle Anerkennung.
Oh, ich danke dir für die Annerkennung! :P Aber diese deine Anerkennung zeigt doch deutlich, dass du mir etwas unterstellst, was in deinen Augen ich gemacht haben soll, ohne zu wissen, ob dieses wirklich so ist. So etwas nennt man ein Vorurteil. Und da du dieses Vorurteil fleißig pflegst, bleibt meine Aussage,
Denn diese meine Antwort an euch wäre jetzt in der Tat eine
Verschwendung von Lebenszeit
, und zwar von meiner.
weiter zutreffend. Ralf, ich unterstelle dir und Aria, in gewissen Punkten nicht bereit zu sein, ergebnisoffen zu diskutieren. Ich empfinde dieses zwar zum :cry: , kann aber daran wirklich nichts ändern.

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