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Gran Canaria - FKK-Urlauber und Ebola verdächtige Flüchtlinge am Strand

  Autor    Thread Dieses Forum ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten. Dieses Thema ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.
Andreas u. Uta






Anmeldungsdatum: 14.06.2004
Beiträge: 1452
Wohnort: München


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Gran Canaria - FKK-Urlauber und Ebola verdächtige Flüchtlinge am Strand

http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article134067211/Ebola-Verdacht-Fluechtlinge-in-Muellwagen-gestopft.html

Andreas

Beitrag 06 November 2014 16:52 
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Puistola



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 16.10.2007
Beiträge: 5271
Wohnort: Nicht weit vom Alpstein


switzerland.gif
Re: Gran Canaria - FKK-Urlauber und Ebola verdächtige Flüchtlinge am Strand

Andreas u. Uta hat folgendes geschrieben::
http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article134067211/Ebola-Verdacht-Fluechtlinge-in-Muellwagen-gestopft.html


Keine Antworten?

Irgendwie verhalten wir uns hier wie diese Touristen auf GC.

Erschüttert schaut man weg.
Aber was könnte man denn tun?
Wir haben ja auch keinen strandgängigen Bus,
der nächste steht wohl in Skagen.
Und 23 schattenspendende Strandmuscheln kann
das Forum auch nicht per sofort an den Strand von GC
zaubern. Das wäre vielleicht eine Form der Hilfe gewesen,
die die Badegäste leisten hätten können, indem sie ihre
Muscheln, so denn vorhanden, dorthingebracht hätten.

Im Hafen von Los Christianos auf Tenerife hab ich mal
zugeschaut - was denn sonst? -, wie das Rote Kreuz
innert Minuten aufpumpbare Zelte hinstellte. Aber
wenn die Angst vor Ebola, fehlende Schutzausrüstung
und die Unmöglichkeit, Hilfsgüter hinterher zu desinfizieren,
die Helfer lähmt, brechen für Bootsflüchtlinge schreckliche
Zeiten an. Die Pest ist zurück, in den Köpfen!

Erschüttert, hilflos und schulterzuckend

Puistola

Beitrag 10 November 2014 13:38 
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Aria



Geschlecht: Geschlecht:weiblich


Anmeldungsdatum: 24.01.2012
Beiträge: 2986
Wohnort: München


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Re: Gran Canaria - FKK-Urlauber und Ebola verdächtige Flüchtlinge am Strand

Puistola hat folgendes geschrieben::
Die Pest ist zurück, in den Köpfen!

Nicht nur in den Köpfen: Ebola ist die neue Pest – so wie damals gegen Pest haben auch wir keine andere Mittel gegen Ebola, außer der zeitweisen Isolierung der (auch nur potentiell) erkrankten Menschen.

Außerdem: Was soll man dazu schreiben? Die Behörden handelten wohl im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Noch viel größer wäre der Geschrei, wenn die Behörden sorgloser agiert hätten und unter diesen Flüchtlingen wäre tatsächlich jemand aus den gefährdeten Staaten dabei und an Ebola erkrankt.

Sich hinterher zu echauffieren ist immer leicht.

Beitrag 10 November 2014 14:14 
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riedfritz



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Alter:70

Anmeldungsdatum: 17.03.2008
Beiträge: 1760
Wohnort: Rieden


germany.gif
Ebola-Angst

Aus der sicheren Entfernung kann man leicht (ver-)urteilen.

In Deutschland gehen wir wie selbstverständlich davon aus, dass Erkrankte über die Flughäfen mit Direktverbindung nach Westafrika einreisen!


Viele Grüsse,

Fritz

Beitrag 10 November 2014 15:14 
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Puistola



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 16.10.2007
Beiträge: 5271
Wohnort: Nicht weit vom Alpstein


switzerland.gif
Re: Ebola-Angst

riedfritz hat folgendes geschrieben::

In Deutschland gehen wir wie selbstverständlich davon aus, dass Erkrankte über die Flughäfen mit Direktverbindung nach Westafrika einreisen!


Und wenn sie mittels Müllkipper oder sonstwie von Schleppern
über die Grenze bei Pasewalk oder Rielasingen anngeliefert würden,
wären Hilfskräfte und Behörden genauso überfordert, wie jene am Strand von GC.

Man hat mit konsequenter lokaler Arbeit Ebola schon manches
Mal niedergerungen. So bleibt wohl der beste Weg, dies mit
Hilfe an die betroffenen Länder auch diesmal zu tun, dass derart
hässliche, unmenschliche Szenen nicht zum Alltag werden und in
letzter Konsequenz Ebolaerkrankte nur noch ohne Hilfe interniert
würden.

Puistola

PS: Waren denn nun Ebola-Erkrankte auf dem Boot, oder ist das der
Anfang einer neuen Hexenjagd auf unserem Kontinent?

Beitrag 10 November 2014 15:50 
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Tim007



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 28.11.2005
Beiträge: 7783
Wohnort: Bremen


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Eigentlich hat es Puistola auf den Punkt gebracht:

"Erschüttert, hilflos und schulterzuckend"

"Schulterzuckend" trifft es vielleicht noch am wenigstens, ist jedoch auch nicht ganz falsch.
Eine Stimme flüstert mir ständig zu: "Was passiert erst, wenn wir alle Pforten öffnen ..."
Die andere, beschämt, gewinnt jedoch die Oberhand: "So geht man mit Menschen nicht um."

Gerade auf GC hätte garantiert auch ein Bus zur Verfügung gestanden.
Was bleibt: ein Zustand der Erschütterung und Hilflosigkeit.

Gruß
Tim

Beitrag 10 November 2014 16:52 
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Puistola



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 16.10.2007
Beiträge: 5271
Wohnort: Nicht weit vom Alpstein


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Tim007 hat folgendes geschrieben::

Gerade auf GC hätte garantiert auch ein Bus zur Verfügung gestanden.
Was bleibt: ein Zustand der Erschütterung und Hilflosigkeit.


Ein geländegängiiger Bus, mit dem man Kilometer am Strand langfahren kann?
Wie schon oben gesagt: Das nächste derartige Vehikel steht in Skagen und
wird von einem Traktor gezogen, was die Isolation der Neuankömmlinge
ermöglicht hätte, wie nun eben das uns menschenunwürdig erscheinende
Muldenfahrzeug. Die Afrikaner hatten wohl nicht mal bemerkt, dass dies
ein unpassendes Vehikel sei.

Puistola

Beitrag 10 November 2014 18:06 
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oheja



Geschlecht: Geschlecht:männlich


Anmeldungsdatum: 21.08.2005
Beiträge: 264
Wohnort: Moers


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Ich habe den Abtransport live und vor Ort verfolgt. Es war in Ermangelung von greifbaren Alternativen ein praktikabler und rascher Transport über eine Entfernung von ca. 1 1/2 km. Die Afrikaner hat es sichtlich nicht gestört, denn während der Fahrt winkten sie vom LKW den Touris zu. Sie wurden zu einer Strandbar kurz vor dem FKK-Strand verfrachtet. Auch wurden sie mit ausreichend Trinkwasser versorgt. Die Anreise in ihrer Nussschale, die am Nachmittag des Tages verbrannt wurde, war für die Flüchtlinge wesentlich unangenehmer. Von der Strandbar aus bildeten sie eine Menschenkette und gingen so die letzten ca. 300 m von der Polizei eskortiert bis Maspalomas. Dort stiegen sie in einen Bus.

Das einzige was wirklich störte, waren die Gaffer, die meinten alles per Handy filmen zu müssen, um sich an deren Schicksal zu weiden. Sie drängelten sich sogar zwischen die Polizeikräfte und mussten unter Androhung des Schlagstockeinsatzes zurückgedrängt werden.

Beitrag 10 November 2014 22:23 
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