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FKK Forum Foren-Übersicht -> FKK & Recht

Naturismus in Spanien - jetzt offiziell erlaubt?
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  Autor    Thread Dieses Forum ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren, schreiben oder beantworten. Dieses Thema ist gesperrt, Du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten.
hexe
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Re: SM de la Mèe

Rechtsfinder hat folgendes geschrieben::


Also 1978 konnte man in SMdlM sehr schön nackig baden - sogar die schweizer Mädels auf unserem Campingplatz wollte mit uns germnischen Jungs unbedingt mal mitkommen an den FKK-Stand - leider war an em Tag so kalt, daß wir uns für die Besichtigung Les Beaux entscheiden musste icon_smile.gif)
Ation


Also 2007 waren da keine Nackten, nur ein relativ stark verschmutzter Strand.

Beitrag 02 April 2009 10:50 
 
 
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PundV






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Beiträge: 887
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germany.gif
Re: Spanischen rechtslage

Berto hat folgendes geschrieben::
In Spanien ist es uberal erlaubt nackt zu sein.
Hier (http://www.casadecincohermanos.com/Spainnaturism.pdf) finden Sie das, auf English.


Vielleicht theoretisch. In der Praxis wohl nicht. Auf einem mehr oder
weniger offiziellen FKK-Strand: kein Problem. Auf einem mehr oder weniger
offiziellen Textil-Strand: es wird vielleicht eine Beschwerde geben, aber
relativ bald wird die Rechtslage klar. Auf öffentlichen Plätzen in der
Stadt: wenn man sich länger und/oder wiederholt nackt aufhält, wird jemand
irgend einen Grund finden, dies zu verbieten, und dies wird auch
durchgesetzt. Ob dies in Spanien rechtlich in Ordnung ist, ist eine andere
Frage, aber in der Praxis kann man nicht "überall in Spanien [zumindest
in öffentlichen Plätzen] nackt sein".

Beitrag 09 April 2009 07:46 
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Puistola



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Beiträge: 5271
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Re: Spanischen rechtslage

PundV hat folgendes geschrieben::
in der Praxis kann man nicht "überall in Spanien [zumindest
in öffentlichen Plätzen] nackt sein".


Leider hast Du recht: Dürfen und Können sind zweierlei.

Die Durchsetzung des "Dürfens" vor den Gerichten wäre gegebenenfalls kaum durch Feriengäste zu erreichen, da müssen wohl die Spanier selbst ran. Immerhin haben sie dazu die erforderliche Anleitung ihres Verbandes, die ich bei Nacktwanderungen in Spanien immer in Spanisch und Englisch bei mir trage.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Guardia Civil und die Ortspolizeien zwar recht bestimmt und gelegentlich auch drastisch auftreten (siehe Bericht weiter oben), aber von Bussen und Verhaftungen selbstverständlich absehen. Es ist diesen Leuten wohl klar, dass sie zwar unter dem Druck konservativer Bürgermeister stehen, Nackte abzuschrecken (wo Sozialisten regieren gibt es diesen Druck kaum), aber dass sie über keine Rechtsgrundlage dazu verfügen.

Unser Aufgabe als "Nordlichter" ist es, in unseren eigenen Ländern die Rechtslage zu klären und eine entsprechende Praxis herbeizuführen. Da ist es wenig hilfreich, wenn die Verbände DFK in D und SNU in CH sperren.
Wie wohltuend, dass der ONS sich auf freundliche Weise in Appenzell für uns verwendet hat.

Puistola

Beitrag 09 April 2009 08:37 
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PundV






Anmeldungsdatum: 19.09.2006
Beiträge: 887
Wohnort: Großraum Frankfurt am Main


germany.gif
Re: Spanischen rechtslage

Puistola hat folgendes geschrieben::
PundV hat folgendes geschrieben::
in der Praxis kann man nicht "überall in Spanien [zumindest
in öffentlichen Plätzen] nackt sein".


Leider hast Du recht: Dürfen und Können sind zweierlei.


Genau. Auf dem Papier sind Staat und Religion in der Türkei getrennt;
bis vor kurzem gab es in Schweden auf dem Papier eine Staatskirche.
Aber in welchem Land ist die Trennung von Kirche und Staat wirklich in
der Praxis vorhanden?

Idealerweise hat man natürlich beides---Praxis und Theorie.

Puistola hat folgendes geschrieben::

Die Durchsetzung des "Dürfens" vor den Gerichten wäre gegebenenfalls kaum durch Feriengäste zu erreichen, da müssen wohl die Spanier selbst ran. Immerhin haben sie dazu die erforderliche Anleitung ihres Verbandes, die ich bei Nacktwanderungen in Spanien immer in Spanisch und Englisch bei mir trage.


Versucht jemand ernsthaft, das Recht, in Spanien in der Öffentlichkeit
nackt zu sein, zu erkämpfen?

Puistola hat folgendes geschrieben::

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Guardia Civil und die Ortspolizeien zwar recht bestimmt und gelegentlich auch drastisch auftreten (siehe Bericht weiter oben), aber von Bussen und Verhaftungen selbstverständlich absehen. Es ist diesen Leuten wohl klar, dass sie zwar unter dem Druck konservativer Bürgermeister stehen, Nackte abzuschrecken (wo Sozialisten regieren gibt es diesen Druck kaum), aber dass sie über keine Rechtsgrundlage dazu verfügen.


Stimmt es, dass Zapatero ein Haus in Vera Playa hat und selber
FKK mag?

Puistola hat folgendes geschrieben::

Unser Aufgabe als "Nordlichter" ist es, in unseren eigenen Ländern die Rechtslage zu klären und eine entsprechende Praxis herbeizuführen. Da ist es wenig hilfreich, wenn die Verbände DFK in D und SNU in CH sperren.
Wie wohltuend, dass der ONS sich auf freundliche Weise in Appenzell für uns verwendet hat.


Die Frage ist, was etwas bringt. Wenn die Meinung der Bevölkerung
längst umgeschwungen ist und die Gesetze veraltet sind, dann können
öffentlichkeitswirksame Aktionen dazu führen, dass die Gesetze so
angepaßt werden, wie die meisten Leute sie haben wollen, auch wenn
die Aktionen technisch illegal sind. Man denke z.B. an die Schüler in
Arkansas, an Gandhi usw.

Wenn aber die Gesetzeslage tatsächlich nicht dem entspricht, was die
meisten Leute glauben, können solche Aktionen nach Hinten losgehen.
(In Bezug auf FKK sage ich bewußt nicht "in die Hose gehen".) Sie können
dazu führen, dass die Gesetze geändert werden, und zwar so, dass etwas
explizit verboten wird, was vorher erlaubt war. Einen Ausweg gibt es nur
dann, wenn die Meinung der Bevölkerung---wie auch immer---geändert
wird, oder aber wenn ein solches Verbot für verfassungswidrig erklärt wird
(was ich im Falle von einem Verbot von Nacktheit in der Öffentlichkeit für
ausgeschlossen halte, obwohl ich persönlich der Meinung bin, dass
Nacktheit in der Öffentlichkeit durchaus Ausdruck der freien Entfaltung
der Pesönlichkeit ist---schließlich kann nicht jeder sich auf die freie
Entfaltung seiner Persönlichkeit berufen, um was auch immer zu
rechtfertigen).

Beitrag 09 April 2009 11:09 
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Puistola



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Beiträge: 5271
Wohnort: Nicht weit vom Alpstein


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Re: Spanischen rechtslage

PundV hat folgendes geschrieben::

... wenn ein solches Verbot für verfassungswidrig erklärt wird
(was ich im Falle von einem Verbot von Nacktheit in der Öffentlichkeit für
ausgeschlossen halte, obwohl ich persönlich der Meinung bin, dass
Nacktheit in der Öffentlichkeit durchaus Ausdruck der freien Entfaltung
der Pesönlichkeit ist---schließlich kann nicht jeder sich auf die freie
Entfaltung seiner Persönlichkeit berufen, um was auch immer zu
rechtfertigen).



Wenn ich richtig orientiert bin, steht in keinem deutschen Gesetz, dass man nicht nackt sein dürfe, ein Verbot bzw. ein Bussgeld ist somit verfassungswidrig, weil ohne explizite Gesetzesgrundlage. Wurde OWiG §118 vor Jahren noch gegen Nackte aller Art eingesetzt, scheint es nun einigermassen etabliert, dass Nacktheit beim Baden nicht ordnungswidrig sei - mal abgesehen von Bayern mit seiner altväterlichen Badeverordnung, die noch gilt bis 2013.
Wenn am Wasser Nacktsein nicht mehr ordnungswidrig sei, gibt es gar keinen Grund, warum das abseits vom Wasser anders sein soll. Im Gesetz jedenfalls steht davon nichts. Im Gegenteil: Badet man nicht, gilt der bayrische Höschenzwang nicht.
Guck Dir die Urteile an, die Nacktjoggen und Nacktradeln verurteilen:
Da sind zwar Ungeheuerlichkeiten wie Arschbacken als sekundäre Geschlechtsmerkmale aufgeführt, aber in keinem Urteil wurde je dargelegt, "wie" denn die öffentliche Ordnung durch blosse Haut gestört sei, lediglich "dass" es "eben" so sei. Das reicht nicht, in diesem §118 steht nun mal ganz einfach zur Nacktheit nichts. Wer dieses Gesetz liest, weiss hinterher nicht, dass er nicht nackt sein darf, also darf er nackt sein.
Andere Busstatbestände sind peinlichst genau aufgezählt, etwa die Verstösse gegen StVO und StVZO. Ähnlich klar müsste die Bussendrohung schon formuliert sein, um Wirkung zu entfalten.
Ich bin überzeugt, dass das deutsche Bundesverfassungsgericht eine Busse aufgrund eines Gummiparagrahen, wie es der 118er ist, nicht schützen würde.

Solange ihr aber einen Verband habt, der die Nacktheit ausserhalb seiner Gelände mit Berufung auf die Reichsnacktenverordnung von 1942 verurteilt, werdet ihr weiterhin in dieser Rechtsunsicherheit leben müssen. Die jüngsten Versuche deutscher freier Nackter, sich zu organisieren, wurden ja auf hässlichste torpediert hier im Forum. Da kann ich nur raten: Irgendjemand muss den beschwerlichen Weg ganz durch die Instanzen gehen, mit einem wirklich guten Anwalt und finanziell unterstützt in einer Weise, dass auch eine Niederlage verdaut werden kannn.
Von wem unterstützt? Wohl vorläufig nicht vom DFK.
Der beruft sich in seiner Homepage auf rassistische Vordenker und auf Erlasse aus dem Dritten Reich. Freiheit ist bei denen nur bis zum eigenen Arsch vorgedrungen, in den Köpfen solcher Leute hat so ein Begriff keinen Platz. Diesen Verband müssten die freien Nackten esrt mal unterlaufen und in eine freiheitliche Organisation umwandeln mit der Hilfe all jener, die zwar schon drin sind, aber noch nicht verstanden haben, was für eine dumpfe Organisation das eigentlich ist. Die zweite einigermassen grosse Nacktenorganisation in D ist dieses Forum, was anderes habt ihr nicht. Noch nicht mal ein Merkblatt für jene, die von den Landjägern oder Ordnungsbeamten gebüsst werden gibt es (Bei uns auch nicht).

Glückliches Spanien, Du hast es besser!

In Spanien sind die organisierten Nackten sehr freiheitsbewusst. Sie haben die Franco-Diktatur als feindlich erlebt und reagieren jetzt eben sehr sensibel auf jeden Versuch, die vor relativ kurzer Zeit garantierten Freiheiten einzuschränken. Merkblätter liegen vor auf spanisch und englisch, und man führt Aktionen durch wie den jährlichen Prostesttag ohne Badeanzug. Man kämpft mit Demos und in Stadträten gegen Nacktverbote, wandert organisiert nackt (im Verband, nicht trotz dem Verband).

Die Ermahnungen von FEN-Präsident Ismael Rodrigo an den DFK sind nicht nur gedroschenes Stroh: Die tun was für die Freiheit und erwarten von den übrigen INF-Mitglieder dasselbe.

Puistola

Beitrag 12 April 2009 17:44 
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regenmacher



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Beiträge: 3770
Wohnort: 53498 Bad Breisig


germany.gif

Zitat:
Wenn ich richtig orientiert bin, steht in keinem deutschen Gesetz, dass man nicht nackt sein dürfe, ein Verbot bzw. ein Bussgeld ist somit verfassungswidrig, weil ohne explizite Gesetzesgrundlage.

Tatsächlich gibt es kein solches Gesetz. Und daher wurde auch tatsächlich bisher noch von keinem Ordnungsamt ein Bußgeld wegen Nacktheit ausgesprochen. Es ging immer um „Störung der öffentlichen Ordnung“. (Nebenbemerkung: In Fällen der Nacktdemos, in denen dies laut höchstrichterlichem Urteil nicht möglich ist, musste auf „Störung der öffentlichen Sicherheit“ zurückgegriffen werden.) Aus gegnerischer Sicht geht es dabei also eigentlich nicht um Nacktheit, sondern um den dadurch (angeblich) bewirkten Aufruhr in der Bevölkerung. (Genau deshalb ist übrigens §118 OwiG auf das Verhältnis zu Nachbarn, selbst wenn diese sich tierisch aufregen sollten, nicht anwendbar, weil die Nachbarsfamilie keine „Allgemeinheit“ im Sinne des §118 OwiG darstellt. So sagen zumindest die Gerichte)

Ein anderes Beispiel (aus gegnerischer Sicht): Jemand der mit einem Hammer gegen die Autokarosse des Nachbarn schlägt und dadurch Lackschäden bewirkt, kann sich auch nicht damit herausreden, dass es ja schließlich kein Gesetz gibt, das es verbieten würde, mit dem Hammer gegen die Autokarosse des Nachbarn zu schlagen. Vielmehr muss er sich die Lackschäden (=Sachbeschädigung) zurechnen lassen. Er würde also nicht wegen des „Schlagens mit dem Hammer“ sondern wegen der „Lackschäden“ belangt werden.

Diese gegnerische Argumentation erfordert natürlich, dass aus dem Nacktsein im öffentlichen Raum unmittelbar, zwingend und vorhersehbar Aufruhr, die dann die eigentliche Störung der öffentlichen Ordnung ausmacht, folgt.

Zitat:
Wurde OWiG §118 vor Jahren noch gegen Nackte aller Art eingesetzt, scheint es nun einigermassen etabliert, dass Nacktheit beim Baden nicht ordnungswidrig sei

Nach richterlicher Meinung folgt letzteres daraus, das beim Baden das Nacktsein nicht (mehr) die Bedingung „grob anstößig“, sondern höchstens „anstößig“ erfüllt, und eine Störung der öffentlichen Ordnung im Sinne des §118 OwiG nur dann vorliegen kann, wenn mindestens ein „grob anstößiges“ Verhalten oder Unterlassen den Aufruhr in der Allgemeinheit bewirkt hat.

Zitat:
Wenn am Wasser Nacktsein nicht mehr ordnungswidrig sei, gibt es gar keinen Grund, warum das abseits vom Wasser anders sein soll.

Nach gegnericher Meinung entsteht der Unterschied durch die unterschiedliche Reaktion der Allgemeinheit, die im Falle des fehlenden Zusammenhangs mit Wasser, Aufruhr bewirkt. Warum dieser Aufruhr angeblich erzeugt wird, ob hier Erziehungsfragen oder eine angeblich angeborene Scham gegen Nacktsein oder sonstige Gründe vorliegen ist aus gegnerischer Sicht hier irrelevant. Es reicht allein die (angeblich) entstehende Aufruhr.

Zitat:
Im Gegenteil: Badet man nicht, gilt der bayrische Höschenzwang nicht.

Ein kürzlich hier zitiertes – allerdings altes - Urteil eines hohen Bayerischen Senats (BW Reg 4b St 84/64 vom 08 Feb 1965) sagt anderes. Danach ist bezüglich öffentlicher Nacktheit auch dann die Bayerische Badeverordnung anwendbar, wenn kein Baden (im eigentlichen Sinne) vorliegt. Weil sie als spezifischere Vorschrift anwendbar ist, ist dann §118 OwiG (als so genanntes Auffanggesetz) nicht mehr anwendbar.

Zitat:
Solange ihr aber einen Verband habt, der die Nacktheit ausserhalb seiner Gelände mit Berufung auf die Reichsnacktenverordnung von 1942 verurteilt, werdet ihr weiterhin in dieser Rechtsunsicherheit leben müssen.

Die uralte Verordnung aus dem Jahre 42 – die (teilweise) nur noch in der Bayerischen Badeverordnung überlebt hat, hatte nicht zur Bedingung gemacht, dass das Nacktsein nur auf Vereinsgeländen stattfinden durfte. Im Gegenteil. Das Verbot für – heute würde man sagen – FKK-Vereine – aus dem Jahre 33 bestand bis 45 fort und wurde von den Nazis nie aufgehoben.
Übrigens: Die Polizeiverordnung von 42 hat in Österreich lange, lange überlebt. (hier wurde über einen Parlamentsbeschluss aus Niederösterreich von informierter Seite berichtet). Mir ist nicht bekannt ob sie heute dort immer noch gilt.

Zitat:
Man kämpft [in Spanien] mit Demos und in Stadträten gegen Nacktverbote,

Die letztjährige Demo in Madrid, die u.a. einen Entschluss des dortigen Parlaments initieren wollte, nach der Naturismus auch in Spanien explizit erlaubt ist, wurde nicht von der fen unterstützt. (Tatsächlich gibt es – entgegen Kurt Fischers Vermutung und entgegen wikipedia - in Spanien keine solche Resolution. Für Barcelona aber schon.) Öffentlicher Naturismus ist in Spanien (außer Katalonien, Barcelona) „nur“ implizit (also durch fehlendes Verbot) erlaubt.

Zitat:
[Man] wandert [in Spanien] organisiert nackt (im Verband, nicht trotz dem Verband).

Du wirst dich vermutlich wundern, vielleicht wankt sogar jetzt dein schräges Weltbild, aber auch hier haben wir etwas ganz ähnliches. Gar nicht einmal sooo lange her. Kaum ein halbes Jahr.
Du musst nur „Wandern“ mit „Joggen“ ersetzen. In der Öffentlichkeit. Nackt. Mit Verband. Mit DFK. Sogar (auch) auf Einladung des DFKs. Mit feierlichem Lob und Titelbild auf einer der Verbandszeitschriften. Lies regenmacher, und du bist informiert.

Alle Grü0e
michael regenmacher
.

Beitrag 12 April 2009 21:02 
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neptun2005
Ehemaliger User










Re: Spanischen rechtslage

Puistola hat folgendes geschrieben::
Die zweite einigermassen grosse Nacktenorganisation in D ist dieses Forum, was anderes habt ihr nicht.


Dieses Forum hat ca. 2.500 Mitglieder.

Naturgemäß kommt einem in den Sinn eine Petition einzureichen, damit Nacktheit in Verbindung mit der Freikörperkultur in passender Umgebung explizit erlaubt wird.

Artikel 17 im Deutschen Grundgesetzt lautet:

Zitat:

Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden.


Viele Grüße
neptun2005

Beitrag 12 April 2009 21:12 
 
 
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Puistola



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regenmacher hat folgendes geschrieben::

Du wirst dich vermutlich wundern, vielleicht wankt sogar jetzt dein schräges Weltbild, aber auch hier haben wir ...


Wieso sollte mein Weltbild wanken?

Ganz im Gegenteil, ich bin hoch erfreut, wenn aus Vereinen und Verbänden die Initiative ergriffen wird, auch ausserhalb abgesteckter "FKK"-Zonen nackt sein zu wollen. Ich werde doch nicht Forderungen aufstellen und dann erschüttert sein, wenn die in Einzelfällen bereits verwirklicht werden!

Ich hab ja geschrieben:
Zitat:
Diesen Verband müssten die freien Nackten erst mal unterlaufen und in eine freiheitliche Organisation umwandeln mit der Hilfe all jener, die zwar schon drin sind ...


Jener Schritt auf diesem Weg ist wertvoll, Du machts gute Arbeit, Michael. Weiter so!, der Weichspüler sei Dir verziehen.

Stopft dem Obernackigen das Maul mit Taten,
Danke

Puistola

Beitrag 13 April 2009 10:10 
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Puistola



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Nichts beizufügen!

Ich reiche die versprochene Übersetzung des Briefes von FEN-Präsident Ismael Rodrigo an die INF nach:



http://www.naturismo.org/acontecimientos/freedom.html
Zitat:
Eine dringende Debatte

Wenn wir bekennen, dass Nudismus eine unserer Freiheiten ist, können wir uns immer noch im Deutschen Spiegel erkennen?


Nur einige Monate zuvor genossen wir die Nachricht, dass es “der neueste Trend sei, die Schweizer Alpen ohne Kleider zu besteigen” (Bild aus der New York Times). Wir konnten in der gleichen Zeitung lesen, dass “die Polizei einen jungen Wanderer im September festgenommen hatte, aber man musste ihn freilassen, da die Schweiz keinerlei Gesetze habe gegen nacktes Wandern” und dass “Rechtsexperten argumentieren, Nacktheit in der Öffentlichkeit zu verbieten wäre mit der Schweizerischen Verfassung nicht vereinbar”

Ich landete vor etwas mehr als zehn Jahren in der Spanischen Naturistenbewegung, und ich begann, die Welt des Nudismus im Ausland näher zu beachten. Ich fand zum Beispiel heraus, dass die Leute in Deutschland in Freizeitbädern ihre Kleider ablegten, ja sogar in öffentlichen Parks! Zu jener Zeit hatten wir Diskussionen im damals einzigen Spanischen Naturistenforum auf dem Internet, über die Tatsache, dass Nacktheit öffentlich sein könnte, wie das bisher vage Wissen durch meine Nachforschungen bestätigt wurde, dass Nacktheit in Spanien nicht illegal sei. Das war der Beginn einer massiven Kampagne des Madrider Vereins ADN in den Massenmedien, die mit einer zweistündigen Nackt-Demonstration begann an der Puerta de Alcalá, der Hauptdrehscheibe Madrids.

Seit damals geht die Medien-Berichterstattung über mich und die Aktivitäten unserer militanten Mitglieder in die Tausende. Die FEN-Mitglieds-Vereine arbeiten auch in die gleiche Richtung, da die Aufgabe, den Naturismus öffentlich als eine unserer Freiheiten zu verbreiten, in unseren Statuten verankert ist. Und die FEN-Webseite war ein Eckstein der Aufklärung beider, der Naturisten und unserer Gesellschaft.

Wir können ohne Übertreibung sagen, dass eine Mehrheit der Spanischen Gesellschaft ins Bild gesetzt wurde über die Tatsache, dass Nacktheit eine weitere unter unseren Freiheiten ist. Diese Aufklärungsarbeit wird immer noch fortgesetzt , mit bereits weltweit wohlbekannten Kampagnen wie dem “Tag ohne Badeanzug” auf jeglichem öffentlichen Strand.

Für die Journalismuswelt, sei es Print oder audiovisuell, ist diese Freiheit selbstverständlich, im Wissen, dass sie nicht ein leerer Raum in unserem Rechtssystem ist, sondern eine offensichtliche Tatsache, die zusammengefasst ist in “der Nichtexistenz eines angenommen Rechts, nicht zu sehen, was man nicht sehen möchte”. In der Weise, wie uns nicht gesagt werden kann, wie wir uns zu kleiden haben, endet die Freiheit anderer dort, wo unsere beginnt.

Zurückkommend auf den Schweizer Fall, zeigt ein Blick auf das Rechtssystem anderer Länder, dass sie nicht sehr verschieden sind von dem unseren, wie in der New York Times erwähnt. Blosse Nacktheit wird üblicherweise nicht bestraft, solange sie nicht mit Sexualvergehen verbunden ist (oder vielleicht nicht-sexuell ist, um Klarheit zu schaffen,) Wenn eine nackte Person ein Verbrechen begeht, muss diese Person bestraft werden, aber nicht für ihre Nacktheit, nicht einmal als erschwerdender Umstand. Der Fall ist ähnlich zu jenem eines Rassisten, der eine ganze ethnische Gemeinschaft beschuldigt für Taten, die lediglich Einer von ihnen begangen hatte.

Wohin führt uns dies? Wir haben keine Gesetzgebung, die sich sehr unterscheidet von jener der Schweiz oder anderen Europäischen oder Südamerikanischen Ländern, und vorausgesetzt, dass wahr ist, dass “in einer Demokratie alles erlaubt ist, was nicht ausdrücklich verboten ist” (Wikipedia), sollten die Bedingungen gleich sein für alle (Länder). Der Unterschied entstand durch die Tatsache, dass die FEN aktiv die Fahne der Freiheit gehisst hat, während andere Verbände ihre Aktivitäten auf besondere Ghettos begrenzt haben, wie genehmigte Strände und private Erholungs-Gelände.






Kurt Fischer
(Bild: Kurt Fischer, Präsident eines Verbandes in einem Land, Deutschland, das Spanische Naturisten so sehr bewunderten,)

Der Präsident des Deutschen Verbandes (DFK), Kurt Fischer, wurde von einer Schweizer Zeitung (siehe Link) zu den Alpen-Nudisten befragt,“bezeichnet die Nacktwanderer gar als «Neurotiker und Psychopathen», die ausserdem ein verdrehtes Toleranzdenken hätten: «Die Freiheit des Einzelnen hört bekanntlich dort auf, wo die Freiheit der anderen tangiert wird.[…]gilt laut Fischer die strikte Regel: «FKK-Aktivitäten nur in eingezäumtem Gelände.» […] Fischer findet es deshalb richtig, dass Behörden das Nacktwandern rigoros ahnden.” (Originalzitat aus: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Nacktwandern-FKKVerbaende-stuetzen-Verbot/story/30394772 )

Der Artikel führt uns zum Verständnis, dass die Schweizerische Naturisten Union auch nicht hinter solchen Aktivitäten steht, selbst wenn er nicht berichtet, dass die Führung dies sagen würde.

Es ist unnötig zu sagen, dass wenn ich oder irgendein anderer Leiter der Spanischen Naturistenbewegung etwas ähnliches sagen würde, wir nicht uns in unseren Posten halten könnten. Ich bin auch überrascht, dass solche Stellungnahmen über andere Länder mit eigenen Verbänden gemacht wurden, mit deren Gesetzen Fischer nicht vollständig vertraut sein kann. Ich verstehe, dass alle jene spanischen Naturisten, deren Vereine unter ihren vielen organisierten Aktivitäten auch Nacktwanderungen anbieten, ebenfalls als Neurotiker und Psychopathen gebrandmarkt würden, wenn K. Fischer danach gefragt werden sollte.

Es gibt Gruppen von Leuten in Spanien, die die Nacktheit in städtischen Strassen vertreten. Unser Verband und seine Vereine fördern diese Art von Demonstrationen nicht, aber sehr wohl jene, die in natürlicher Umgebung stattfinden, wie die von der INF/FNI angenommene Definition des Naturismus sagt: “In Harmonie mit der Natur” (Art. 2). Wie auch immern wenn wir von den Medien gefragt werden, fühlen wir eine Verbindung zu diesen Leuten und reihen wir uns auf der Seite der Freiheit ein, zumal nichts ungesundes und schlechtes ist am nackten menschlichen Körper. Wir würden ihnen niemals Bezeichnungen geben wie Psychopathen, und im Falle, dass sie sich in irgendwelchen rechtlichen Auseinandersetzungen wiederfinden würden, wird der Verband und seine Vereine zu ihnen stehen. Um sie abzuwerten und nach Strafe zu rufen, gibt es andere Gruppen, die radikal religiösen, ignoranten und intoleranten und selbstgerechten Gruppierungen.

Bei Gelegenheit des Weltkongresses von 2006 in Spanien habe ich mich an die Anwesenden gerichtet mit einer Rede unter dem Titel “Die Naturistische Revolution: Das Recht, nackt zu sein: Eine Debatte” (www.naturismo.org/adn/ediciones/25y/1e.htlm).
Angesichts der öffentlichen Stellungnahmen des DFK-Präsidenten und der SNU/ONS, schliesse ich, dass diese Dabatte noch nicht stattfand und nun nicht länger verzögert werden darf. Hat die Naturistenbewegung unter dem Schirm der UNF/FNI das Mandat, gegen die Greiheit jener Leute vorzugehen, selbst wenn wir wissen, dass das Zeigen des nackten Körpers weit entfernt ist davon, ein Verbrechen zu sein? Oder, alternativ, sollte sie zu jenen stehen, die wie wir frei unsere Freiheit ausüben im Entscheid, sich nicht zu kleiden? Was würde Herr Fischer etwa von dem Fall eines schwarzhäutigen Mannes halten, der seine gesetzlichen Rechte aufgibt, nur um einige Weisse nicht zu stören? Soziale Gewohnheiten ändern sich viel langsamer als das Gesetz. Es ist fern der Offensichtlichkeit, dass es uns zu sein habe, die jeden Fortschritt der Naturistenbewegung von innenheraus hemmen, oder gar schlimmer, das wir eine Umkehr der gegenwärtigen Gesetzte fördern würden.
Mit solchen Freunden gibt es keinen Bedarf nach Feinden!

All das Obige führt uns zum Glauben, dass einige unserer Verbände die Unterdrückung der Nacktheit nicht in Frage stellen, und nur um Ausnahmeumstände bitten, sie praktizieren zu dürfen. Insofern folgen sie dem gleichen Weg der Unterdrückung wie der Rest der Gesellschaft! Die Zeit ist gekommen, das wahre Gesicht dieser Führer innerhalb unserer Vereinigungen zu enthüllen, die uns sagen wollen, wo und wann wir Naturismus pflegen dürfen oder nicht, und was Naturismus sei und was nicht; in anderen Worten, “die Hüter der absoluten Wahrheit.”

Fischer erklärt: «Die Freiheit des Einzelnen hört bekanntlich dort auf, wo die Freiheit der anderen tangiert wird.” Er vergisst, dass Freiheit auf Gegenseitigkeit beruhen sollte, denn niemand kann von uns verlangen, uns zu kleiden, aus dem einfachen Grund, dass wir niemanden auffordern, seine Kleider abzulegen. Nur durch den Aufbau von Kampagnen kann bewirkt werden, dass Nacktheit nicht aänger als Verbrechen angesehen wird. Und ich glaube fest, dass diese Kampagnen die Hauptaufgabe unserer Verbände und deren Vereine sind.

Ich möchte, dass alle Verbände im INF-Arbeitsgruppen-Forum ihre Position zu dieser Debatte darlegen. Der DFK könnte entweder die obenerwähnten Aussagen der Presse gegenüber bestätigen, oder sie zurückweisen, denn sie könnten nur die persönliche Meinung des gegenwärtigen Präsidenten sein.
Ich wäre auch erfreut, die SNU/ONS das Gleiche tun zu sehen.


Grüsse,
Ismael Rodrigo,
FEN Präsident.

Übersetzung von Puistola Grottenpösch, nach der englischen Übersetzung von Alberto G. Iglesias (Originalsprache Spanisch)

Beitrag 13 April 2009 16:41 
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Klaus_59



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Re: Nichts beizufügen!

Puistola hat folgendes geschrieben::
Ich reiche die versprochene Übersetzung des Briefes von FEN-Präsident Ismael Rodrigo an die INF nach:

http://www.naturismo.org/acontecimientos/freedom.html
Zitat:
Fischer erklärt: «Die Freiheit des Einzelnen hört bekanntlich dort auf, wo die Freiheit der anderen tangiert wird.” Er vergisst, dass Freiheit auf Gegenseitigkeit beruhen sollte, denn niemand kann von uns verlangen, uns zu kleiden, aus dem einfachen Grund, dass wir niemanden auffordern, seine Kleider abzulegen.

Übersetzung von Puistola Grottenpösch, nach der englischen Übersetzung von Alberto G. Iglesias (Originalsprache Spanisch)

Hey, der hat bei mir abgeschrieben! icon_wink.gif

Danke für die Übersetzung!

Beitrag 13 April 2009 19:07 
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Puistola



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Re: Nichts beizufügen!

Klaus_59 hat folgendes geschrieben::

Hey, der hat bei mir abgeschrieben!

Danke für die Übersetzung!


Gerne geschehen!

Ich glaube, auch einige meiner Argumente wieder finden zu können.
Ismael Rodrigo hat wohl recht intensiv in diesem Forum gelesen, oder lesen lassen.
Ich freue mich auf den Kontakt mit ihm.

Puistola

Beitrag 13 April 2009 21:03 
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Friedhelm Aurel
Ehemaliger User










FKK und Recht; Nacktheit in Spanien

Liebe Freunde,
mit großer Freude habe ich in "Der Naturist" den 1. Teil eines Berichtes von Brigitte und Heinz Sibler gelesen, in dem steht:"Nachdem Diktator Franco 1975 verstarb, begannen die Spanier, im Speziellen die jüngere Generation, viele althergebrachte Tabus zu brechen, und einige wurden kurze Zeit später sogar als rechtlicher Anspruch in die Verfassung übernommen. Nacktheit zum Beispiel ist seit 1978 (!) nicht mehr strafbar, sondern ein von der Verfassung garantiertes Recht."Auf Seite 3 von "Der Naturist" steht:"Offen für Nackte, Nackturlauber, Nacktschwimmer und sogar Nacktspaziergänger und Nacktradler ist die Stzadtverwaltung Barcelona. Die Stadt hat im Jahr 2000 ein Faltblatt herausgegeben,in dem das Recht der Bürger, nackt durch die Straßen zu gehen,anerkannt wird. Es hat den Titel: "Sich durch Nacktheit ausdrücken, das individuelle Recht zur freien Kleiderwahl" Das Faltblatt ist mit den Siegeln des Bürgermeisters und des Amtes für Frauen-und Zuvilrecht versehen."
Meiner Ansicht nach ist diese Rechtslage für uns Naturisten und FKK-Freunde eine hervorragende Legitimierung unserer Lebensweise, auf die wir uns, wenn wir Schwierigkeiten bekommen beim Nacktwandern oder Nacktradeln auf öffentlichen Wegen, unbedingt berufen sollten.
Es ist schwer vorstellbar,dass dieser Passus der spanischen Verfassung nicht in die Europäische Verfassung einfließen wird. Außerdem ist m.E. realistisch, daß ggf. ein Richter beim Europäischen Gerichtshof schon jetzt für Recht erkennt, daß ein deutscher Europäer die gleichen Grundrechte besitzt, wie ein spanischer Europäer. Hieraus rtgibt sich meines Erachtens, daß uns das OWiG nicht mehr ärgern sollte, und das Grundrecht auf Nacktheit in der Öffentlichkeit bis zur obersten Instanz erstritten werden kann.
Ich habe Eure umfangreichen und engagierten Diskussionen im Forum gelesen und Eure Meinung kennen gelernt. Ich werde mich, wenn mir in irgend einer Form bei Wandern, Radeln, Schwimmen oder bei der Gartenarbeit Schwierigkeiten gemacht werden, auf das spanische Grundgesetz berufen und dem Ordnungshüter klar machen, daß es in einem vereinten Europa zweierlei Recht nicht gibt !
Ich würde mich freuen, zu erfahren, wie Ihr darüber denkt.
Herzliche Naturistengrüße !
Waldnaturist in Mecklenburg

Beitrag 15 August 2009 18:32 
 
 
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Puistola



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Re: FKK und Recht; Nacktheit in Spanien

Friedhelm Aurel hat folgendes geschrieben::

Es ist schwer vorstellbar,dass dieser Passus der spanischen Verfassung nicht in die Europäische Verfassung einfließen wird. Außerdem ist m.E. realistisch, daß ggf. ein Richter beim Europäischen Gerichtshof schon jetzt für Recht erkennt, daß ein deutscher Europäer die gleichen Grundrechte besitzt, wie ein spanischer Europäer. Hieraus rtgibt sich meines Erachtens, daß uns das OWiG nicht mehr ärgern sollte, und das Grundrecht auf Nacktheit in der Öffentlichkeit bis zur obersten Instanz erstritten werden kann.
...auf das spanische Grundgesetz berufen und dem Ordnungshüter klar machen, daß es in einem vereinten Europa zweierlei Recht nicht gibt !
Ich würde mich freuen, zu erfahren, wie Ihr darüber denkt.


Lieber Waldnaturist

Im Grunde hast Du recht, und Deine engagierten Worte freuen mich.

Aber: In der Spanischen Verfassung ist das "Recht auf Nacktheit" nicht direkt verankert, sondern es kann abgeleitet werden aus dem Recht auf persönliche Friheit und Entfaltung.
Wenn es dann, entgegen der erklärten Absicht der europäischen Staaten, doch einmal einen Staat namens Europa geben würde, wäre selbstverständlich auch das Recht auf persönliche Freiheit und Entfatung in der Verfassung zu verankern, wie dies ja auch in der Deutschen Verfassung steht.

OWiG 118 widerspricht dem nicht, denn er ist ist schlicht und einfach kein Anti-Nacktheits-Paragraf. Der wird ab und zu mal hingebogen, denn es ist nun mal die Tendenz deutscher Richter auf unterer Stufe, keine Verantwortung tragen zu wollen, also schreiben sie ab, was da mal ein Anderer gepinkelt hat gegen Peter Niehenke.

Es ist eine Schande, wie Ismael Rodrigo zu Recht festhält, dass sich die deutschen Nudisten nicht kollektiv gegen ihren repressiv gesinnten Präsidenten auflehnen, ja nicht einmal hier in diesem Forum eine breite Unterstützung für das Anliegen von Rodrigo erkennbar wird.

Es wäre die erste und vornehmste Aufgabe eines Verbande, der sich einer "Freien Kultur" verschrieben haben will, die Freiheit zu verteidigen und Musterprozesse gegen die Anwendung des 118er anzustrengen. Stattdessen berufen die sich auf 3.-Reich-Recht, das längst so nicht mehr anwendbar ist und polemisieren sogar gegen ausländische Nackte, die in einem Land leben, dessen Volk das Verbot der Nacktheit an der Urne abgeschafft hat.

Falls Du oder sonst ein Leser in einem deutschen Nudisten-Verein bist, bitte ich, das Thema FREIHEIT im Sinne von Ismael Rodrigo zur Sprache zu bringen.

Mit bestem Dank
Puistola

Beitrag 15 August 2009 20:09 
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riedfritz



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Vorbild Spanien?

Zitat:
Nacktheit zum Beispiel ist seit 1978 (!) nicht mehr strafbar,


Nacktheit ist auch bei uns schon lange nicht mehr strafbar!


Wie lange wurden von übereifrigen Polizisten in Spanien noch Nackte an den Stränden weggefangen?

Und das geschieht überall immer wieder, weil es genügend Hirnverbrannte gibt, die die Polizei holen, weil sie hinter jedem Nackten einen Perversen und Schwerverbracher vermuten!

Wie schon Regenmacher vor einiger Zeit sehr deutlich und überzeugend ausführte, wird Nacktheit nie erlaubt werden, da es wahrscheinlich kaum Gesetze gibt, die irgendeine Handlung ausdrücklich erlauben. Gesetze werden immer nur Einschränkungen / Beschränkungen festlegen können, da wir sonst in einem Wust von erlaubten Handlungen ersticken, und keiner weiß, was eigentlich nicht erlaubt ist.

Mit einer Gesetzgebung, in dem das Erlaubte definiert wird, wird die Freiheit ganz drastisch eingeschränkt, weil nur man nur noch das tun darf, was ausdrücklich erlaubt und nicht, wie jetzt, ausdrücklich verboten ist.


Viele Grüße

Fritz

Beitrag 16 August 2009 07:55 
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riedfritz



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Ich wollte eigentlich nur den Schwerverbracher in Schwerverbrecher ändern.

Aber:

"Deine Zeit ist abgelaufen!" icon_sad.gif


Das ist die heißeste Formulierung, die ich im Forum gelesen habe, jetzt kommt gleich der Sensenmann! icon_biggrin.gif


Viele Grüße

Fritz

Beitrag 16 August 2009 08:18 
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